News 21.09.2015, 09:30 Uhr

Swisscom und Ericsson schaffen neuen Geschwindigkeitsweltrekord

Durch eine neue Softwaregeneration haben Swisscom und Ericsson unter Laborbedingungen einen neuen LTE-Advanced-Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Swisscom und Ericsson haben laut eigener Aussage einen neuen Geschwindigkeitsrekord für LTE Advanced aufgestellt. Im Downlink wurden Spitzendatenraten von 426 Mbit/s erreicht. Die maximale Übertragungsrate mit derzeit im Einsatz befindlicher Technologie beträgt 335 Mbit/s.
Der Rekord wurde durch die Einführung von 256 QAM (quadrature amplitude modulation) bei einem kombinierten Einsatz von LTE FDD/TDD Carrier Aggregation auf drei Trägerfrequenzen möglich.
Carrier Aggregation und 256 QAM sind zwei Funktionen der LTE Advanced Technologie. Mit Carrier Aggregation ist es möglich, mehrere Träger in nicht zusammenhängenden Frequenzbändern zu bündeln und wie einen Träger zu behandeln. Mit der aktuellen Ericsson-Software 15B lassen sich Datenraten von bis zu 450 Mbit/s im Downlink erreichen, indem drei LTE - Träger mit jeweils 20 MHz - Bandbreite gekoppelt werden. Die neue Software (16A) soll den möglichen Datendurchsatz um bis zu 30 Prozent. Das bedeutet, dass in einem LTE Advanced-Netz, das drei Trägerfrequenzen nutzt, Datenraten von bis zu 600 Mbit/s erreicht werden können. Die neue Netzbetriebssoftware soll im späteren Verlauf des Jahres kommerziell verfügbar sein.
«Mit der Networks Software 16A führt Ericsson zahlreiche Funktionen ein, mit denen Netzbetreiber wichtige Schritte vorangehen können, um die App-Abdeckung in unserer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu verbessern. Eine dieser Funktionalitäten, die 256 QAM - Modulation, erhöht den Datendurchsatz deutlich - und zwar in jedem vorhandenen LTE – Spektrum.»
Patrick Weibel, Senior Architect Wireless Strategy bei Swisscom, erklärt: «Mit 256 QAM werden wir der Modernisierung unseres LTE Advanced-Netzes ein wichtiges Merkmal hinzu fügen , das die Datenraten um bis zu 30 Prozent steigert, ohne dass zusätzliche Frequenzen benötigt werden.»

Fabian Vogt
Autor(in) Fabian Vogt


Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.