Partnerzone Norton 02.08.2021, 07:30 Uhr

So viel kosten Ihre Daten im Darknet

Das sagenumwobene Darknet ist dafür berüchtigt, allerlei illegalen Handel übers Internet zu ermöglichen. Auch gestohlene Nutzerdaten gehören zur Handelsware. Doch wie viel kostet sowas überhaupt?
(Quelle: Norton)
Vom «Darknet», dem «dunklen Netz», hat jeder schon einmal gehört. Theoretisch handelt es sich hierbei um Internetverbindungen zwischen Computern und Servern, wie man sie von regulären Webseiten-Aufrufen oder E-Mail-Abfragen kennt. Das Darknet basiert allerdings auf einem wichtigen technischen Unterschied: Alle Verbindungen funktionieren nach dem sogenannten «Peer-to-Peer-System», was bedeutet, dass alle Verbindungen manuell zwischen zwei Computern hergestellt werden müssen – fast wie ein eigens zwischen zwei Telefonen gezogenes Kabel. Damit sind die Darknet-Webseiten auch nicht von Google durchsuch- oder mit normalen Browsern aufrufbar. Vielmehr benötigt man die Software «Tor» («The Onion Router», «Der Zwiebel-Lotser»). Bei ihr handelt es sich um einen manipulierten Browser, welche über mehrere Verschlüsselungsschichten kommuniziert und nur so fähig ist, Darknet-Webseiten zu öffnen.
Obwohl das Darknet respektive seine Technologie in den 70er Jahren vom US-Militär entwickelt wurde, löst es bei den Menschen heutzutage unangenehme Assoziationen aus. Zu weit verbreitet sind die Stories von Darknet-Seiten, auf denen man Bomben, illegale Waffen oder sogar Auftragsmörder bestellen kann, zu erschreckend die Erzählungen von pädophilen Gangs, welche über das «dunkle Netz» operieren. Dabei war die ursprüngliche Idee hinter der Technologie die Errichtung echter Anonymität im Internet. Insofern bot und bietet das Darknet nicht nur Kriminellen, sondern auch politischen Dissidenten in Diktaturstaaten eine Möglichkeit, sich auszutauschen.
In den letzten zehn Jahren fanden Experten immer häufiger ganze Datenbanken mit Nutzerdaten, welche im Darknet zum Verkauf angeboten wurden. Dass die Verkäufer einfach Geld verdienen wollen liegt auf der Hand, doch wofür kauft man so eine Datenbank? Ebenfalls aus Gier, denn basierend auf den Nutzerdaten werden ganze Spam- oder Phishing-Kampagnen losgetreten oder Angriffe auf Banking-Webseiten verübt. Für Amateure und Durchschnittsnutzer war es lange schwierig, die Preise für solche Datenbanken und Nutzerdaten abzuschätzen. Nun zirkuliert allerdings eine auf Screenshots aus dem Darknet basierende Preisliste.
So kosten Kreditkarten inklusive Sicherheitscode je nach Herkunftsland ungefähr 30 bis 80 Euro – für eine Karte, versteht sich. Eine gefälschte US-Green-Card kriegt man für ungefähr 150 US-Dollar während ein ebenso unechter Führerschein knapp 120 Dollar kostet. Möchte man sich einen Personalausweis eines EU-Landes fabrizieren lassen, muss man knapp 4000 Dollar hinblättern.
Es ist relativ einfach, sich vor der feindlichen Übernahme persönlicher Daten im Internet zu schützen, allerdings muss man dafür auch zumindest zu Beginn eine Portion Selbstdisziplin mitbringen. Wird online eine Datenbank gehackt, in welcher Sie beispielsweise als Kunde verzeichnet sind, landen Sie in so einer Liste. Falls Sie für jeden Online-Dienst dieselbe E-Mail-Adresse und sogar dasselbe Passwort verwenden, ist es für Kriminelle nun ein Leichtes, sich überall in Ihr Konto einzuloggen und beispielsweise in Ihrem Namen Käufe zu tätigen. Befolgen Sie also unbedingt diese Tipps:
  • Nutzen Sie nicht überall dieselbe E-Mail-Adresse. Falls Sie zusätzlichen Schutz wünschen, holen Sie sich eine eigene E-Mail-Domain und richten Sie für jeden Service, bei dem Sie sich registrieren, eine eigene Weiterleitungsadresse ein – beispielsweise «onlineschuhladen@irgendwas.net». Wird dieser Schuhladen gehackt, verlieren Sie nur die wegwerfbare Weiterleitungsadresse.
  • Verwenden Sie niemals für zwei verschiedene Logins dasselbe Passwort. Hiermit geht die Verwendung eines stark verschlüsselten Passwortmanagers einher, welcher für Sie komplizierte Passwörter generiert und zentral speichert. So müssen Sie sich nie mehr ein Passwort merken und sind dennoch bestens geschützt. Die umfassende Sicherheitssuite Norton™ 360 liefert so einen Passwortmanager!
  • Achten Sie auf Ihre Inbox. Wenn eine Mitteilung verdächtig geschrieben ist oder Sie zum sofortigen Klicken auf einen Link auffordert, bleiben Sie skeptisch.
  • Nutzen Sie beispielsweise den Service HaveIBeenPwned, welcher Ihnen angibt, ob Ihre E-Mail-Adresse bereits in solchen Datenbanken aufgefunden wurde. Falls ja, sollten Sie umgehend jegliche Online-Services, bei denen Sie sich mit ebendieser Adresse anmelden, aufsuchen und sofort die Passwörter ändern.
Quelle: Norton
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