Preiserhöhung 30.03.2021, 10:00 Uhr

PostFinance führt Bankpakete ein

Privatkunden werden künftig entweder 5 Franken oder 12 Franken pro Monat für Konten und Dienstleistungen bezahlen müssen. Wer weiterhin Papierdokumente möchte, zahlt zusätzlich pauschal 5 Franken monatlich.
(Quelle: PostFinance)
Die PostFinance bündelt ihre Konten und Dienstleistungen in zwei Bankpakete für Privatkunden: Smart und SmartPlus. «Mit unseren zwei neuen Bankpaketen schaffen wir mehr Transparenz für unsere Kundinnen und Kunden. Sie erhalten die für sie relevanten Produkte ab dem 1. Juli 2021 zu einem fixen monatlichen Preis», wird Sandra Lienhart, Leiterin Retail Banking von PostFinance, in einer Mitteilung zitiert.

Smart

Das Bankpaket Smart kostet fünf Franken pro Monat und umfasst Privat- und Sparkonten, die PostFinance-Card inklusive kostenlosem Bargeldbezug an Postomaten, E-Finance, die PostFinance-App und bargeldloses Bezahlen mit Twint.

SmartPlus

Wer zusätzlich zu diesem Basisangebot weitere Dienstleistungen möchte, kann das Bankpaket SmartPlus wählen. Dieses kostet 12 Franken pro Monat. Das Bankpaket SmartPlus beinhaltet eine kostenlose Kreditkarte Classic/Standard oder Prepaidkarte bzw. einen Rabatt von 50 Franken auf die Jahresgebühr der Kreditkarte Gold oder Platinum.
Zudem können Kundinnen und Kunden mit der PostFinance Card an allen Geldautomaten im In- und Ausland gebührenfrei Bargeld beziehen.
Die zwei neuen Bankpakete der PostFinance in der Übersicht
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Hinweis: Bislang war das Pluskonto für Private ab Fr. 25'000 Anlagevermögen kostenlos. Neu gibt es Privatkunden, die über Anlagevermögen ab Fr. 25'000.-, eine Hypothek oder eine Lebensversicherung bei PostFinance verfügen, nur noch Rabatt. Für sie reduziert sich der Bankpaketpreis um 5 Franken pro Monat. Zum Anlagevermögen zählen Fondsanlagen inkl. Vorsorgefonds, die Anlagelösungen sowie das Depotvermögen im E-Trading.
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung bietet PostFinance drei kostenlose Bankpakete an: SmartKids, SmartYoung und SmartStudents.

Option Papier: pauschale Gebühr für Papierdokumente

Wer weiterhin Papierdokumente möchte, kann dies mit der Option Papier weiterhin so handhaben. Allerdings: Dafür muss man neu in die Tasche greifen. Die Option Papier kostet neu pauschal 5 Franken pro Monat zusätzlich zum Bankpaketpreis.
Darin enthalten sind neben allen periodischen Kontoauszügen, Kreditkartenabrechnungen und dem jährlichen Zinsausweis auch die Ausführung von schriftlichen Zahlungsaufträgen im Inland sowie die Einrichtung und Anpassung von Daueraufträgen auf Papier, so die PostFinance.

Müssen Sie etwas unternehmen?

Nach eigenen Angaben teilt die PostFinance alle Privatkundinnen und -kunden gemäss ihrem bisherigen Nutzungsverhalten ein Bankpaket zu. Die Kunden werden in den nächsten Wochen mit einem persönlichen Schreiben über die Zuteilung informiert. Bis dahin müssen Kundinnen und Kunden nichts unternehmen.
Hinweis: Wer eine andere Zuteilung wünscht, kann das Bankpaket wechseln. Wer einen E-Finance-Zugang hat, kann das Bankpaket ab sofort einsehen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Informationen der PostFinance zu den Bankpaketen finden Sie hier. Einen PCtipp-Kommentar zur neuen PoFi-App finden Sie über diesen Link.



Kommentare
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Firebird-88
30.03.2021
Wieder einmal hat die Postfinance einen neuen Weg gefunden Geld zu drucken auf Kosten ihrer Kunden. Ich bin am Überlegen nur noch ein Bankkonto zu nutzen. Sehe fast keinen Vorteil resp. Grund weiterhin ein Postfinance Konto zu nutzen. Jedoch haben auch Banken ihre Spesen und Kontoführungsgebühren angepasst. Bei 0% Habenzins ist die Matratze als kostenfreies Konto auch keine Lösung. :confused: Fehlt nur noch, dass man Zahlungen nur noch via Handy tätigen kann. Das wäre der "App"solute Tiefpunkt.

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AlUs
01.04.2021
Leider sind diese Kosten schon seit Juni letzten Jahres aufgeschaltet. Aber wenn ich höre, dass jetzt auch kleine Banken wie die Bernerland Bank (und andere Banken) auf Sparkonten Spesen verrechnet, sage ich nicht mehr viel, ausser; Der Staat zahlt diese Kosten, da wir diese Kosten bei der Steuererklärung abziehen können (obwohl diese Spesen nicht auf der Steuerbescheinigung / Zinsabrechnung aufgeführt ist, was auch eine sch... ist

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monticello
23.04.2021
Das Problem ist. Es passt allen nicht Aber es lässt sich nicht ändern. Die App ist ein Desaster. Diese Packete sind eine sauerei..Aber es gibt keie Alternative. Sie könnten 500.- im Jahr verlangen und wir würden es bezahlen.

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Klaus Zellweger
23.04.2021
Das Problem ist. Es passt allen nicht Aber es lässt sich nicht ändern. Die App ist ein Desaster. Diese Packete sind eine sauerei..Aber es gibt keie Alternative. Sie könnten 500.- im Jahr verlangen und wir würden es bezahlen. Wie kommst du denn darauf? Bei uns ist die ganze Familie weitergezogen (4 Personen, 5 Konten, 1 Anlagekonto, tschüss!). Es gibt Alternativen wie Sand am Meer. Die PoFI hat uns lange genug mit ihrem dilettantischen Getue geärgert. Und seit einigen Wochen konnten sich nur noch meine Frau oder ich ohne erneute Registrierung am iPhone anmelden. Sobald sich einer registrierte, flog der andere komplett raus und musste den ganzen Anmeldeprozess wiederholen. Wir konnten das Problem zum Glück lösen. Und die Lösung bestand darin, dass die PoFi nicht mehr länger das Problem ist.

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Nebuk
23.04.2021
Ich hab die Konsequenz gezogen und zur Raiffeisenbank gewechselt. Hatte mit dem neuen Paket bei der Postfinance die deutlich schlechteren Konditionen bzw. eine schlechtere Dienstleistung bekommen als das, was ich zuvor hatte. Es ist jetzt nicht so, dass es bei der Raiffeisenbank besser ist, aber es ging mir mehr drum ein Zeichen zu setzen. Jetzt hab ich einfach wirklich nur das Grundangebot gebucht (keine Debit-Karte oder so) nur Konto und Basis-Angebot, dafür gratis. Falls ich mal Verlangen nach mehr habe (dank Homeoffice und Weiterbildungen ist das Verlangen grad ziemlich stark reduziert), kann ich jederzeit mehr anfordern. Aber wie gesagt, ich geh schon seit längerer Zeit nicht mehr gross vor die Türe. Erschreckend fand ich beim Telefonat mit der Dame bei der PF, als ich mitgeteilt habe, dass ich kündigen möchte, dass sie mich nicht mal überreden wollte, nicht zu gehen. Sie hats einfach so hingenommen. Vermutlich war ich nicht der erste und der letzte in diesem Monat.

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hallwiler
28.04.2021
Was mich bei solchen "Aktionen" auch immer ärgert, ist das Marketing-Geschwätz, das im Vorfeld solcher Aenderungen losgelassen wird. «Mit unseren zwei neuen Bankpaketen schaffen wir mehr Transparenz für unsere Kundinnen und Kunden. Sie erhalten die für sie relevanten Produkte ab dem 1. Juli 2021 zu einem fixen monatlichen Preis», meint die Pressetante der Firma. Mit Transparenz hat die Uebung ja gar nichts zu tun, es geht nur darum, den Kunden verstärkt zur Kasse zu bitten. Wie Klaus Zellweger schon geschrieben hat: Alternativen gibts zum Glück noch genug zB. auch bei den neuen Playern der Fintech-Branche.

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Klaus Zellweger
29.04.2021
Ja, die Neo-Banken sind ein Segen und unterdessen ein wichtiger Pfeiler in unserem täglichen Finanzkonzept. Nachdem unsere ganze Familie mit Sack und Pack von der PostFinance zur Raiffeisen gezügelt ist, läuft es bei uns jetzt so: 1. Bei Lohneingang werden alle wiederkehrenden Rechnungen mit Daueraufträgen bezahlt. Null Aufwand. 2. Die unregelmässigen Rechnungen werden mit der Raiffeisen-App am iPhone bezahlt. Das funktioniert eigentlich sehr gut, aber noch einfacher wäre es, wenn endlich nur noch QR-Code-Rechnungen verschickt werden. Aber auch so ist der Aufwand sehr gering. 3. Zwei weitere Daueraufträge überweisen fest definierte Beträge auf die beiden Revolut-Konten von meiner Frau und mir, immer schön getrennt. Die sind für den ganzen täglichen Krimskrams gedacht: vom Mineralwasser am Kiosk über den Wocheneinkauf bis hin zu den Shopping-Exzessen im Internet, denen ich zuweilen anheimfalle. Aber es ist ja mein Taschengeld, da kann ich machen, was ich will. ;-) 4. Bezahlt wird vor Ort immer mit der Apple Watch. Ohne Ausnahme. Ich kann mich tatsächlich nicht mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal eine physische Karte in der Hand hatte, von Bargeld ganz zu schweigen. Das ist nicht nur extrem praktisch, sondern erfasst auch alle getätigten Ausgaben bis auf den letzten Rappen, sowohl im In- als auch im Ausland. Fun Fact: Der tiefste Betrag, den ich bisher mit der Apple Watch bezahlt habe, war eine Differenz bei einer Rückgabe bei IKEA: 50 Rappen. Der grösste Betrag war ein Fernseher für etwa 5000 Franken. (Bezahlt ohne PIN-Eingabe natürlich.) Es gibt für die Apple Watch keine Grenzen, weder nach unten noch nach oben. 5. Innerhalb der Familie ist Revolut die einzige “Währung”, die wir verwenden. Wenn also ein Junior mit seiner Revolut-Karte etwas einkauft, das normalerweise wir bezahlen (zum Beispiel Benzin), hat er das Geld nach wenigen Sekunden wieder auf seinem Revolut-Konto. Rappengenau. 6. Es soll uns keiner mit Bargeld kommen, das ist eklig. Falls uns jemand Geld schuldet, kann er den Betrag überweisen oder mit Kreditkarte bezahlen, dazu haben wir ein SumUp-Terminal. Das kostet uns zwar 2.5% Kommission, aber dafür müssen wir nicht mit versifftem Altpapier rummachen und es zur Bank tragen, um es einzuzahlen. Denn was sollen wir mit Bargeld im Haus? Kurz, die PostFinance hat uns also gezwungen, den finanziellen “Arbeitsablauf” neu zu überdenken – und damit hat sie uns tatsächlich einen grossen Gefallen getan. :cool: Und jetzt sollte ich wieder an die Arbeit zurück …

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HeelsMann66
29.04.2021
Ich war 37 Jahre Kunde der PoFi und hatte einige Konten dort. Ich habe die PoFi mit Jährlich 170 CHF unterstützt (Privatkonto (5 chf / Monat), Geschäftskonto (5 chf / Monat), Kreditkarte (50 chf / jahr) Jetzt ist fertig, da gibt es zum einen NEON (die beste aller neuen Schweizer-Banken), oder auch Revolut und Wise (TransferWise) (als ausländische Banken) oder seit neustem auch die CS mit CSX. Wer also Geld sparen will versucht diese 4 "Banken", ich bin sehr zufrieden. P.S.: Lade "neon" mit deinem Handy HIER herunter und gib während der Registrierung den Code H8Y166 ein, dann kriegst du ein Startguthaben.