Powered by Opacc 29.03.2021, 07:35 Uhr

IT-Berufe: Wer rastet, der rostet

Schon länger hört man von einem Fachkräftemangel in der Welt der Informatik. Hat sich durch Corona etwas geändert? Beat Bussmann, CEO von Opacc, über Schwierigkeiten, Chancen und den Wert der Lernbereitschaft.
(Quelle: Opacc )
Herr Bussmann, die Corona-Pandemie hält  uns jetzt seit einem Jahr in Atem. Auch die Geschäftswelt musste umdenken – wie würden Sie in Kürze die aktuelle Situation auf dem IT-Arbeitsmarkt beschreiben?
Beat Bussmann, Opacc: Es ist nach wie vor so, dass es ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gibt. Nicht im Sinne der Anzahl, sondern im Sinne von Erfahrung und Qualifikation. Man darf schon von einem Fachkräftemangel sprechen.
Woher kommt denn dieser Mangel? Die heranwachsende Generation ist ja mit digitalen Geräten gross geworden. Sollte denn die Digitalisierung nicht von selbst für Nachschub sorgen?
Das Berufsbild des Informatikers hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark verändert. Es gibt heute viel mehr unterschiedliche Berufsbilder für Informatiker.
Geblieben ist allerdings ein Mangel an qualifizierten Informatikern mit Kenntnissen und Erfahrung mit aktuellen Architekturen und Technologien. Das liegt aber auch in der Natur der IT-Evolution: Unsere Industrie verändert sich fast täglich, das Gleiche gilt für Arbeitnehmer im IT-Business. Man muss «am Ball» bleiben.
Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind im Verlaufe der Pandemie auf den Geschmack des Home Office gekommen. Ist dies für die IT-Branche eine Chance oder eher ein Problem?
Es ist sowohl eine Chance als auch ein Pro­blem. Viele Unternehmen leben langfristig vom interdisziplinären und informellen Austausch zwischen Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungen. Da wäre ein zu hoher Home-Office-Anteil langfristig wohl ein grosser Verlust. Aber natürlich gibt es Geschäftsbereiche, in denen Home Office gut verträglich – ja, sogar förderlich ist.
Wie ist die Stimmung unter den IT-Arbeitnehmern? Werden neue Stellen gesucht oder bleibt man aus Sicherheitsgründen im alten Job?
Da kann ich nur Vermutungen anstellen. Ich nehme an, dass sich IT-Experten durch die Pandemie in ihrer Berufswahl bestätigt sehen. Sie haben sich im Vergleich zu anderen Berufsgruppen bisher fast ohne Schaden durch die Pandemie bewegt. Ich würde sagen, dass man momentan eher nicht auf Stellen­suche geht, denn man hat doch etwas zu verlieren.
“Wir bieten attraktive Chancen für talentierte und lernbegierige Informatiker.„
Beat Bussmann, CEO Opacc (www.opacc.ch)
Das macht es für Arbeitgeber, die Stellen zu besetzen haben, nicht einfacher.
Stimmt – wir sind uns dennoch sicher, dass unsere offenen Stellen in Rothenburg attraktive Chancen für talentierte und lernbegierige Informatiker bieten.
Auf was für ein Unternehmen treffen diese Kandidaten denn?
Wir realisieren langfristig gültige und adaptive Plattformen, Anwendungen und Lösungen für Unternehmen und Organisationen mittlerer Grösse, in denen IT bzw. die Digitalisierung einen hohen Nutzen entfalten kann. Wir legen Wert auf Software-Architektur, Update-Fähigkeit und Beherrschbarkeit.
Ihr 2018 bezogener und recht neuer Campus in Rothenburg offeriert eine sehr freundliche und einladende Arbeitsatmosphäre – gehen Sie den «Google-Weg» mit attraktiven Arbeitskonditionen und Zusatzleistungen?
Google hat mit seinem innovativen Arbeitsumfeld Bewegung in die Sache gebracht. Nachmachen führt aber im besten Fall immer nur zur zweitbesten Lösung. Wir haben für Opacc die beste Lösung gesucht und den Campus so konzipiert, dass die Arbeitsabläufe perfekt zu unserer Geschäftstätigkeit passen. So legen wir Wert auf den Austausch unter den 15 verschiedenen Berufsprofilen und eine Arbeitsumgebung, die den individuellen Präferenzen Rechnung trägt. Das ist für uns eine grosse Chance, da kaum ein zweites Unternehmen so viel Know-how und Erfahrung unter einem Dach vereint.

Autor(in) Opacc Software AG


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