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29.04.2020, 09:33 Uhr

«Ressentiments gegenüber Home-Office fallen»

In Zeiten der Coronakrise arbeiten so viele Menschen von Zuhause wie noch nie zuvor. Wir sprachen mit Adrian Müller, Managing Director bei HP Schweiz, über Gefahren, Chancen und das persönlichere Kennenlernen der eigenen Teammitglieder über die Webcam.
Adrian Müller, Managing Director HP Switzerland
(Quelle: HP)
Herr Müller, grosse Teile der weltweiten Workforce und auch der Schweizer Unternehmen arbeiten seit Wochen von den eigenen Ess- oder Schreibtischen. Für viele Unternehmen zumindest im aktuellen Ausmass ein Novum. Vor welche neuen Kernprobleme stellt diese Situation ein Unternehmen? Wie gehen sie bei HP mit der aktuellen Situation um?
Als globales Unternehmen haben wir sehr früh entschieden, dass unsere Mitarbeiter von zu Hause arbeiten. Das funktioniert sehr gut. Mobiles Arbeiten von unterwegs ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmens-DNA bei HP. Auch einige Unternehmen in der Schweiz haben den mobilen Arbeitsstil fest in ihrer Unternehmenskultur verankert und sind damit im Vorteil. Andere haben aktuell eine steile Lernkurve. Das sieht man übrigens auch bei der aktuellen Nachfrage nach Notebooks. Zu den wesentlichen Herausforderungen gehören neben Sicherheitsfragen natürlich auch die persönlichen Dinge – wie die Frage nach der Führung von Mitarbeitern. Gleichzeitig sind viele Arbeitnehmer in einer besonderen Doppelbelastung mit der Betreuung der Kinder und Homeschooling zusätzlich zum Home-Office. Hier versuchen wir für unsere Mitarbeiter individuelle Lösungen zu finden.
Leidet mit der verschwundenen physischen Präsenz auch die Möglichkeit des Managements, effektiv zu leiten und zu koordinieren? Welche Möglichkeiten bietet moderne IT, um effiziente Abläufe zu garantieren?
Nein, nicht zwingend. Die Lösung ist die enge Absprache zwischen Mitarbeiter und Führungskraft. Das gilt für Arbeitszeiten wie auch für Arbeitspakete und die Zielerreichung. Richtig ist, dass sich Mitarbeiter und Führungskräfte im Home-Office aktiver um den Austausch kümmern müssen. Aber das kann sehr gut gelingen. Die technischen Möglichkeiten sind da und helfen – beispielsweise ein kurzer Chat anstelle des Austauschs an der Kaffeemaschine. Ich selbst nutze aktuell verstärkt Videotelefonie oder eine rasch einberufene Videokonferenz für die Abstimmung mit meinem Team.
Notebooks eignen sich wohl am besten fürs Homeoffice: Sie sind leicht, mobil und für durchschnittliche Büroanwendungen geeignet. Welche Hardware eignet sich fürs Homeoffice am besten? Was braucht man sonst noch, um effektiv arbeiten zu können?
Das Notebook ist für die mobile Arbeitsumgebung das zentrale Kommunikationswerkzeug für E-Mail, Chat, Videokonferenzen, Dokumentenbearbeitung und in unserem Fall auch für Telefonate. Im Home-Office ist die Ergonomie natürlich – ähnlich wie am Arbeitsplatz – ein wichtiges Thema. Hier trägt der Arbeitgeber Verantwortung. Entsprechend sollten Mindeststandards beachtet werden. Externe Monitore – möglichst entsprechend den persönlichen Anforderungen flexibel einstellbar – sowie eine zusätzliche Maus und Tastatur tragen neben einem guten Bürostuhl und der richtigen Sitzposition wesentlich zum Arbeitskomfort bei. Ein Drucker inklusive Scanner ergänzt die technische Ausstattung. Neben ultramobilen Endgeräten ist und bleibt der Breitbandausbau essenziell für diese Arbeitsform.
Ist es für die IT-Sicherheitsbeauftragten nun schwieriger, die Sicherheit des Datenflusses beispielsweise zwischen Mitarbeitern und Geschäftsservern zu gewährleisten, wenn erstere ihr Heimnetzwerk für den Zugriff verwenden? Was müssen die Mitarbeiter selbst beachten?
Die Aufgabe IT-Hardware zu schützen, die ausserhalb der Unternehmensmauern unterwegs ist, ist natürlich eine gänzlich andere Aufgabe als der Schutz eines Office-Netzwerkes. Entsprechend empfiehlt es sich, unternehmensweit spezielle Business Notebooks einzusetzen, die über zusätzliche Sicherheitsfeatures – wie beispielsweise einen BIOS-Schutz – verfügen. Zusätzlich ist die Umsetzung wesentlicher Sicherheitsanforderungen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und die Synchronisation mit Cloud-Servern essenziell. Hinzu kommt dann eine robuste VPN Verschlüsselung für den Zugriff per WLAN von unterwegs. HP bietet zudem weitere Sicherheitstechnologien an, wie «HP Sure Click Enterprise». Ein Schutz zur Abwehr von Malware, der nicht auf die Erkennung der Malware angewiesen ist. Die HP-Lösung basiert auf der Isolation von Schadcode und kann somit auch vor bisher unbekannter Malware schützen.

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Kann man noch von Teamkultur sprechen, wenn alle zuhause sitzen und sich höchstens mal auf dem Bildschirm gegenseitig sehen?
Ja, aber sie muss aktiv gefördert werden. Natürlich ist es eine Umstellung, wenn alle Meetings nur online stattfinden. Ich stelle gerade fest, dass die Gespräche aus dem Homeoffice – intern, aber auch mit Kunden und Partnern – einen viel persönlicheren Charakter erhalten. Die Situation verbindet und gleichzeitig gibt man mit einem Videotelefonat von zuhause auch immer etwas von seiner Persönlichkeit preis. Um die Motivation der Mitarbeiter hoch zu halten, probieren wir unterschiedliche Formate aus. So laden wir beispielsweise einmal wöchentlich zum Freitags-Apéros.
Glauben Sie, dass die Verbreitung von Homeoffice nach Corona wieder etwas abflauen wird, oder erwarten Sie nun den endgültigen Schritt ins mobile digitale Zeitalter für viele eher klassisch arbeitende Unternehmen?
Es wird in keinem Bereich ein «zurück auf zuvor» geben. Davon bin ich überzeugt. In Gesprächen mit Kunden und Partnern stelle ich fest: Die Ressentiments gegenüber der Arbeitsform Home-Office fallen. Home-Office funktioniert – und zwar in Bereichen und Branchen, die bisher von diesem Trend ausgenommen schienen. Und ich würde noch weiter gehen, denn ähnliches gilt auch für die Digitalisierungsbestrebungen in Schulen und Universitäten. Aktuell zeigt sich: Digitalisierung ist nicht nur Chance, Digitalisierung bietet funktionierende Lösungen. Hinzu kommt: Insbesondere junge MitarbeiterInnen wünschen sich flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitsplätze. Für Arbeitgeber kann es ein Wettbewerbsvorteil im Wettstreit um Fachkräfte sein, wenn sie sich öffnen und flexible Modelle anbieten. Mobile Arbeitszeitmodelle können wesentlich zur Work-Life-Balance beitragen. Trotzdem geht – sobald wieder möglich – natürlich nichts über eine moderne und attraktive Office Umgebung, in der die Mitarbeiter auch persönlich als Team zusammenarbeiten können.

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