Trotz Corona-Krise 15.06.2020, 09:13 Uhr

Im ICT-Berufsfeld gibt es 4-mal mehr offene Stellen als arbeitslose Fachkräfte

Auf jede arbeitslose Fachkraft im Berufsfeld ICT kommen vier offene Stellen. Das sind gute Neuigkeiten für ICT-Fachkräfte in der Schweiz und ein Lichtblick in der Coronakrise, die den Arbeitsmarkt hart trifft.
(Quelle: ICTswitzerland )
Der Dachverband ICTswitzerland nimmt die Schweizer ICT-Wirtschaft unter die Lupe: Auf der Onlineplattform «Facts and Figures zur digitalen Wirtschaft aus einer Hand» können ab heute sämtliche Trends und zentralen Kennzahlen online abgerufen und verwendet werden. Mit der Informationsplattform wird der Öffentlichkeit eine breit angelegte Datenbasis zur Verfügung gestellt, die einen unabhängigen und ganzheitlichen Einblick in die ICT-Wirtschaft erlaubt.
Die Plattform umfasst die sechs Themenbereiche Arbeitsmarktsituation, Beschäftigungsstruktur, Bildung, Bildungsbedarf, Branche und Cybersecurity. Nutzerinnen und Nutzer können fundierte Daten abrufen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen und Stärken und Schwächen der Schweiz in zentralen Bereichen der Digitalisierung zu analysieren. Unter dem Themenbereich «Aktuelle Arbeitsmarktsituation» wird beispielsweise deutlich, dass die Zahl der offenen Stellen im ICT-Berufsfeld (16'534) die Anzahl der arbeitslosen Fachkräfte (4'305) um beinahe das Vierfache übersteigt. Diese Tatsache spiegelt den akuten Fachkräftemangel im ICT-Berufsfeld wider. Zugleich lässt sich die Erkenntnis ableiten, dass das grosse Angebot an offenen Stellen in Krisenzeiten wie Corona auch positiv zu werten ist. Denn auch das dynamische ICT-Berufsfeld mit seinen 242'600 Beschäftigten (Wachstum seit 2010: +83'200, bzw. +52%) ist von der Krise im Schweizer Arbeitsmarkt betroffen: Seit April 2020 ist die Zahl der offenen Stellen um 7.1% gesunken, während die Anzahl Arbeitslose um 571 angestiegen ist. Und im Themenbereich «Bildung» kann man feststellen, dass nach wie vor 9 Mal mehr Männer eine ICT-Grundausbildung abschliessen als Frauen (2018: 1990 Männer, 220 Frauen).
Quelle: ICTswitzerland
Andreas Kaelin, Geschäftsführer von ICTswitzerland betont: «Nebst einer intuitiven Nutzung liegen uns Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Vollständigkeit der Daten besonders am Herzen. Die Angaben stammen aus seriösen und objektiven Quellen. Sie werden monatlich von unserem beauftragten Ökonom Nils Braun-Dubler vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) geprüft und aktualisiert».


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