Forrester-Studie 27.04.2022, 07:00 Uhr

Zürich unter den Top Ten für hochqualifiziertes Personal

Europas Top-Städte für die Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitenden sind gemäss einer Studie von Forrester Helsinki, Stockholm und Kopenhagen. Immerhin: Auch Zürich schafft es in die Top Ten.
Zürich rangiert als einzige Schweizer Stadt in Forresters Top-Ten-Liste der Talente-Hotspots
(Quelle: Jens Stark/NMGZ)
Nach Angaben von Forrester sind die skandinavischen Hauptstädte Helsinki, Stockholm und Kopenhagen die europäischen Talente-Hotspots, in denen Unternehmen hochqualifizierte Mitarbeitende für die Zukunft finden. Zu den Top-10-Städten gehören auch Berlin, Hamburg, Oslo, München, Wien, Zürich und Amsterdam. London, das oft als Europas Tech-Drehscheibe bezeichnet wird, landet dagegen auf Platz 19 – vor allem wegen der strengeren Einwanderungsregeln nach dem Brexit.
In dem Forschungsreport mit dem Titel «Navigating The Leading Skill Clusters Across Europe» erstellt Forrester eine Rangliste von 50 Städten, die Technologie- und Unternehmensführern dabei helfen soll, herauszufinden, wo sie die Qualifikationen für die zukünftige Arbeitswelt finden. Der Fokus auf die digitale Transformation, eine alternde Bevölkerung, zunehmende Automatisierung und anhaltende pandemiebedingte Störungen habe in Europa eine Qualifikationslücke entstehen lassen, heisst es in einer Mitteilung von Forrester. Um ein nachhaltiges Wachstum voranzutreiben und sich auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten, bräuchten europäische Unternehmen Fähigkeiten wie digitale und technologische Kompetenz, kritisches Denken und Widerstandsfähigkeit, schreibt das Beratungshaus weiter.

Immer weniger ortsabhängig

Allerdings wird der eigentliche Ort, in dem Fachkräfte gefunden werden können, je länger, desto unwichtiger. So geht Forrester auch davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Belegschaft in irgendeiner Form an einem beliebigen Arbeitsplatz arbeiten wird. Daher müssen Führungskräfte ihren Mitarbeitenden die Fähigkeiten vermitteln, die für den Erfolg in hybriden Arbeitsumgebungen erforderlich sind. Zudem müssten europäische Unternehmen angesichts des akuten Fachkräftemangels über die traditionellen Regionen hinausschauen, um die Talente für morgen zu finden.
«Die Konzentration auf die grüne und digitale Revolution in Verbindung mit den sozioökonomischen Veränderungen hat in Europa zu einer spürbaren Qualifikationslücke geführt, die sich negativ auf das Unternehmenswachstum auswirken kann», kommentiert Dan Bieler, Principal Analyst bei Forrester, die Situation. «Um sich auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten, müssen europäische Unternehmen Talente einstellen, die sowohl über technische als auch über soziale Kompetenzen verfügen», führt er aus. In den nordischen Ländern wimmle es nur so von solchen Talenten, so Bielers Einschätzung. «Mit der Rekrutierung aus aufstrebenden Talente-Hotspots werden europäische Unternehmen ihre digitale Transformation beschleunigen und langfristiges Unternehmenswachstum fördern», ist der Forrester-Analyst überzeugt.



Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.