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SwissID, SuisseID und E-ID – was bedeuten diese Begriffe eigentlich?

von Claudia Maag, lp 27.06.2019

SwissID (Fortsetzung)

Identitätsprüfung

Eine geprüfte Identität hat den Vorteil, SwissID bei Onlinegeschäften einzusetzen, die einen elektronischen Identitätsnachweis erfordern.

Das Wie und die Preise

Sie können dies grundsätzlich via Postschalter, Gemeinde-/Stadtverwaltung oder per App durchführen.

Bei den Gemeinden hängt es von der Gebührenordnung der jeweiligen Gemeinde- oder Stadtverwaltung ab. Derzeit findet erst ein Pilotprojekt im Kanton Jura statt.

Am Postschalter kostet die Dienstleistung satte Fr. 25.-. Im Moment ist dies erst im Kanton Jura möglich, wo ein Pilotprojekt läuft. Eine Liste der Post-Filialen finden Sie hier (In welchen Filialen...).

In der App ist die Prüfung kostenlos.

Wie funktionierts?

Wie Sie Ihre Identität mit der iPhone-App prüfen lassen, haben wir in diesem Tipp beschrieben. Derzeit ist dies nur für iPhone-Besitzer verfügbar; die Android-App wird noch entwickelt.

E-ID: das Sorgenkind

Seit Jahren arbeitet der Bund an der E-ID. Es geht um eine staatlich anerkannte elektronische Identifizierung (E-ID). Im Alltag können Sie Ihre physische Identitätskarte oder den Pass vorzeigen; online gestaltet sich die einwandfreie Identifizierung schon schwieriger. Zweck der E-ID ist also eine sichere und einfache Identifikation für den Online-Geschäftsverkehr.

Die E-ID soll für das Vereinbaren von Arztterminen, Onlineshopping, oder E-Government-Anwendungen nutzbar sein, beispielsweise wenn man einen Strafregisterauszug bestellen möchte.

Der Bundesrat möchte rechtliche und organisatorische Rahmenbedinungen schaffen, doch er kommt nicht so recht vom Fleck. Um nur die jüngste Geschichte zu bemühen: Im März dieses Jahres verabschiedete der Nationalrat (NR) ein Gesetz, nach dem private Unternehmen digitale Identitäten (E-ID) herausgeben können.

Zwei Monate später hat der NR der Einführung einer staatlich anerkannten digitalen Identität (E-ID) zugestimmt. Er hiess das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste mit 128 zu 48 Stimmen gut.

Umstrittene Aufgabenteilung

Die Aufgabenteilung war sehr umstritten. Denn herausgegeben wird die E-ID von privaten Anbietern, sogenannten Identity Providern (IdP). Der Bund unterzieht die IdP und deren Systeme einem Anerkennungsverfahren und regelmässigen Kontrollen. Die SwissSign Group, die die SwissID herausgibt, ist bereits in den Startlöchern. Zum Konsortium gehören Post, SBB, Swisscom, Six, Grossbanken und Versicherungen. Nach Ansicht des Bundesrats ist der Bund angesichts des technologischen Wandels und der Vielfalt möglicher technischer Lösungen nämlich nicht in der Lage, die E-ID selber zu entwickeln.

Herr und Frau Schweizer wollen E-ID vom Staat

Dass private Firmen anstelle des Staates die E-ID herausgeben können, sorgte für Kritik. Eine repräsentative Umfrage bei Herr und Frau Schweizer sollte klären, ob sie damit einverstanden sind. Waren sie nicht: 87 Prozent der befragten Schweizer wollen, dass der Staat die E-ID ausstellt. Nur 2 Prozent möchten diese von privaten Unternehmen erhalten. 

Vor allem Junge sind gegen die Privatisierung: 18- bis 34-jährige sprechen sich mit 90 Prozent sehr deutlich für eine staatliche Lösung aus. Die drei Konsumentenschutz-Organisationen Digitale Gesellschaft, die Politik-Plattform WeCollect und der Verein PublicBeta hatten die Studie bei Demoscope in Auftrag gegeben.

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