Vorsicht 14.01.2022, 09:50 Uhr

NCSC warnt vor gefälschtem Webauftritt eines Schweizer Spitals

Betrüger haben die Webseite eines existierenden Krankenhauses kopiert – samt richtiger Adresse und Telefonnummern. Die Seite ist jedoch nur auf Englisch verfügbar. Seien Sie vorsichtig bei Jobangeboten.
Das benutzte Stockfoto mit Infos zum angeblichen Spital-Arzt. Dasselbe Foto wurde für andere Werbungen verwendet
(Quelle: ncsc.admin.ch)
Vergangene Woche wurde dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) ein etwas unüblicher Fall einer kopierten Webseite gemeldet. Dass Betrüger Webshops kopieren, um Kunden mit Lockangeboten zu ködern, um dann minderwertige oder keine Ware zu liefern, ist bekannt. Dass Cyberkriminelle hingegen eine Webseite fälschen, die keine Ware oder Dienstleistungen anbietet, ist speziell. Im aktuellen Fall wurde der Webauftritt eines existierenden Schweizer Spitals kopiert. Um welches Krankenhaus es sich handelt, wird nicht erwähnt.
Beim gefälschten Auftritt wurden sowohl der Name des Spitals als auch die richtige Adresse sowie die Telefonnummern verwendet. Allerdings ist die Webseite nur in englischer Sprache verfügbar, was hierzulande unüblich ist.
Auf der Webseite sind mehrere Stellen für diverse Berufsbereiche ausgeschrieben
Quelle: ncsc.admin.ch
Etwas modifiziert haben die Betrüger die Kontakt-E-Mail-Adressen und bei den Mitarbeiter-Porträts die Fotos – stattdessen wurden Stockfotos sowie erfundene Texte benutzt.
Nach Angaben des NCSC sind die betrügerischen Absichten nicht ganz klar, die aufwändige Gestaltung weise aber auf einen gezielten Betrug hin. Da mehrere Stelleninserate darauf zu finden sind, wäre es möglich, dass ein Betrug mit gefälschten Arbeitserlaubnissen oder teuren Einreisevisa für Arbeitssuchende aus dem Ausland das Ziel ist. Auch denkbar wäre laut NCSC, dass Romance-Scammer (Heiratsschwindler) diese Webseite benutzen, um ihre Geschichten glaubwürdiger zu machen.
Es ist offenbar nicht ganz einfach, solche Seiten aus dem Netz zu entfernen, schreibt das Nationale Zentrum für Cybersicherheit weiter. Seien sie vorsichtig bei Jobangeboten, welche eine Vorauszahlung verlangen. Verdächtige Bilder können Sie mit der umgekehrten Bildersuche im Internet suchen (wie das funktioniert, ist hier erklärt).



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