News 08.08.2013, 09:22 Uhr

Instagram für Facebook Messenger

Facebook erlaubt Nutzern der iOS-App Facebook Messenger neu das Versenden von Instagram-Bildern. Das soziale Netzwerk will so Diensten wie Snapchat und WhatsApp die Stirn bieten.
Die visuelle Kommunikation ist auf einem Hoch. Täglich werden via Snapchat über 200 Millionen Bilder versendet. Über WhatsApp sind es sogar über 325 Millionen. Auch über den Facebook Messenger dürfte das eine oder andere Bild versendet worden sein. Gerade für iOS-Nutzer fehlt jedoch ein wichtiges Feature: Instagram. Anders als bei der Android-Version des Messengers, konnten auf iOS bisher nur Bilder aus der Camera Roll versendet werden. Bilder, die per Instagram geschossen und bearbeitet wurden, sind allerdings in einem separaten Ordner abgelegt und konnten so nicht ohne Weiteres per Messenger verschickt werden. Neu kann der Ordner Instagram von der Messenger-App angesteuert werden und Instagram-Fotos per Messenger mit Freunden geteilt werden.
Seit seiner Akquisition von Instagram vor 16 Monaten ist Facebook eher zurückhaltend mit der Integration des Fotodienstes. Auch die Neuerung für den iOS-Messenger ist nur ein kleines Feature, das mehr einem Bugfix als einer neuen Funktion gleicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Versenden von Instagram-Bildern in der Android-Version des Messengers schon seit Langem möglich ist.

Aufschwung der visuellen Kommunikation

In den 16 Monaten seit der Übernahme hat sich aber auch die visuelle Kommunikation verändert. Mithilfe von Snapchats vergänglichen Bildnachrichten führte der Fokus weg von der artistischen Darstellung, auf der Instagram ursprünglich fusste, hin zur spontanen Dokumentation des Alltags. Mit der vergänglichen Art von Snapchats Fotos und dem privaten Versand fiel die Angst vor dem sich ewig erinnernden Internet weg. Facebook startete in der Folge seinen eigenen Dienst namens Poke, der jedoch nur wenig Anklang fand.
Instagram-Bilder per Facebook Messenger zu verschicken, zeigt den Willen von Facebook, sich am Trend der visuellen Kommunikation zu beteiligen. Die Seite der Privatsphäre deckt Facebook damit aber nach wie vor nicht ab. Eine private Versandfunktion für Instagram oder eine Verschmelzung des Fotoservices mit Poke sind Möglichkeiten, mit denen Facebook den Weg in die visuelle Kommunikation finden könnte.


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