News 23.02.2012, 13:17 Uhr

Besserer Datenschutz für App-Nutzer

Sechs grosse Anbieter von Apps, darunter Apple, Google und Microsoft, haben sich in einer Vereinbarung dazu verpflichtet, künftig stärker den Datenschutz bei den von ihnen angebotenen Apps einzuhalten.
Sechs grosse Anbieter von App-Marktplätzen wollen künftig strenger darauf achten, dass die von ihnen angebotenen Apps den Datenschutz einhalten. Das teilt die Generalstaatsanwältin von Kalifornien, Kamala Harris, in einer offiziellen Mitteilung mit. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Unternehmen Apple, Amazon, Google, Microsoft, Hewlett-Packard (HP) und Research in Motion (RIM) unterzeichnet. Durch die Vereinbarung soll die Einhaltung der in Kalifornien geltenden strengen Datenschutzregeln gesichert werden. Die Vereinbarung stärkt aber auch den Datenschutz aller Anwender weltweit, die auf ihrem Tablet oder Smartphone die von den Unternehmen auf ihren App-Marktplätzen angebotenen Apps herunterladen und nutzen.
So müssen Apps in Zukunft die Anwender deutlich darauf hinweisen, welche Informationen gesammelt werden und welchem Zweck diese Sammlung der Informationen dient. Laut kalifornischem Recht muss jeder Webdienst oder jede App, die persönliche Daten von einem kalifornischen Bürger sammeln könnte, eine Datenschutzrichtlinie anbieten. Die Vereinbarung sieht vor, dass sich Anwender bereits vor dem Download einer App im betreffenden App-Marktplatz über die von der App gesammelten Informationen informieren können. Die Informationen müssen so prominent und immer an der gleichen Stelle platziert sein, dass sie Anwender problemlos finden können.
Da auf die App-Marktplätze aller beteiligten Unternehmen (mit Ausnahme von Amazon) weltweit zugegriffen werden können, profitieren nicht nur Bürger in Kalifornien von den verbesserten App-Datenschutzregeln. Wird gegen die neuen Regeln verstossen, dann können die Unternehmen in Kalifornien aufgrund der dort geltenden Gesetze über das Wettbewerbsrecht verklagt werden. Die sechs beteiligten Unternehmen wollen in Laufe der kommenden Monate ihre App-Marktplätze entsprechend der in der Vereinbarung getroffenen Regel anpassen.
Apps geraten immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie Anwender heimlich ausspionieren. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die Android- und iPhone-App Path ungefragt die kompletten Adressbücher der Nutzer an die App-Entwickler übertrug. Bisher gab es keinerlei Regelung dafür, ob und wie eine App die Anwender darüber informieren muss, ob sie persönliche Informationen des Anwenders ausspäht und was mit diesen Informationen passiert.


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