News 02.02.2018, 09:25 Uhr

Windows Defender blockt «Einschüchterungs-Software»

«Sie haben 20 Viren auf dem PC»: Solchen und ähnlichen Horrormeldungen will Microsoft bald einen Riegel vorschieben. Das verspricht die neue Version des Windows Defender.
Sogenannte Scareware-Programme zielen auf Täuschung und Ängstigung der Nutzer ab. Dabei werden durch dubiose Programme oft aktuelle Fehlermeldungen verbreiteter Anwendungen oder Betriebssysteme vorgetäuscht. Das einzige Ziel: Der Nutzer soll glauben, die Warnung komme von einer Software, die er schon lange benutzt. Die meisten Programme dieser Art gaukeln den Nutzern eine Infektion mit Viren vor, auch wenn sich kein bösartiges Programm auf dem Rechner befindet. Microsofts eigenes Abwehrsystem, der Windows Defender, soll nun entsprechende Programme ab dem 1. März als «unerwünschte Software» klassifizieren. Windows Defender greift dann, wenn der Anwender keinen anderen Virenscanner verwendet.

Kunden-Feedbacks zu Nerv-Software

Dazu wollen die Redmonder über ein spezielles Upload-Formular auf Rückmeldungen von Kunden zurückgreifen. Feedbacks geben kann man als Heimanwender, Enterprise-Kunde oder Software-Entwickler. Über Microsofts Feedback-Fragebogen (Englisch) lässt sich ausserdem die ominöse Software hochladen und angeben, ob man bei der Software auch eine Malware vermutet. 

Was gilt bei Microsoft als Scareware?

Im Moment werden bei Microsoft noch die Kriterien evaluiert, um die Programme genauer einzugrenzen, die keine Alarmnachrichten von sich geben dürfen. Dabei geht es auch darum zu unterscheiden, ob die Software als Malware oder als unerwünschte Software einzugrenzen ist. Microsoft hat vor, Applikationen in den Warnkatalog aufnehmen, die Kunden mit dem Kauf einer Option eine Verbesserung einer Situation versprechen. Als Kriterien beim sogenannten «Coercive Messaging» summiert Microsoft bislang Verhaltensweisen wie:
  • Übertriebene Alarmierungen im System des Anwenders
  • Bezahlungsaufforderungen zur Behebung eines Problems
  • Anraten zum Download einer Datei zur Behebung des Problems
  • Druckmittel (z.B. Reaktion innerhalb einer bestimmten Zeit)

Autor(in) Simon Gröflin


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