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Musik via Cloud hören oder auf dem Smartphone speichern

Früher griffen wir zu einem Tonträger im Regal, um ein musikalisches Ambiente zu erschaffen. Heute ist das Streaming in aller Munde, das Musik nur noch temporär aus dem Internet lädt. Zwischen diesen Extremen lässt sich Musik immer noch lokal auf dem Smartphone speichern, wie die folgenden Tipps zeigen.

von Klaus Zellweger 28.02.2020

Mit dem iTunes Music Store revolutionierte Apple 2003 den legalen Musikhandel über das Internet: Adieu CD, es war schön, solange es dauerte. Diese Ereignisse liegen allerdings schon lange zurück. Stattdessen wird die Musikindustrie seit einigen Jahren vom Streaming getrieben: Gegen eine monatliche Pauschale steht der gesamte Musikkatalog eines Dienstes mit vielen Millionen Songs zur Verfügung. Das ist für viele Musikfans so verlockend, dass das Streaming unterdessen alle anderen Bezahlformen für Musik hinter sich gelassen hat.

Doch das heisst nicht, dass es die beste Lösung ist. Streaming bedingt eine Internetverbindung. Die monatlichen Abo-Kosten sind auch nicht nach jedermanns Geschmack. Und schliesslich gibt es da draussen so manche liebevoll gepflegte Musiksammlung mit Raritäten, die sich bei den Streamingdiensten nicht abrufen lassen. Doch wie gelangen diese auf das Smartphone oder Tablet?

Musik aus der Cloud

Cloud ist nicht gleich Streaming. Beim Streamingdienst wird die Musik beim Anhören heruntergeladen und danach wieder verworfen. Bei einem Cloud-Speicher lagern Sie hingegen Ihre eigene Musiksammlung in Form von Audiodateien, zum Beispiel bei einem Dienst wie Dropbox. Anschliessend hören Sie die Titel auf den Endgeräten Ihrer Wahl. Das bedingt zwar eine Internetverbindung, spart aber dafür jede Menge Speicher auf dem Mobilgerät – oder macht den kompletten Zugriff auf eine sehr umfangreiche Musiksammlung überhaupt erst möglich.

Bild 1: CloudBeats unterstützt alle namhaften Cloud-Anbieter Bild 1: CloudBeats unterstützt alle namhaften Cloud-Anbieter Zoom Eine kostenlose App, die genau das bietet, nennt sich CloudBeats und wird für das iPhone und das iPad sowie für Android-Geräte angeboten. Sie zapft Musik vom Cloud-Dienst Ihrer Wahl an, Bild 1, wobei alle grossen Namen dabei sind. Die App enthält ausserdem einen einfachen, aber praxistauglichen Player, zeigt Covers an und vieles mehr, Bild 2. Die Daten zu den Tracks werden dabei den bestehenden Metadaten entnommen oder automatisch im Internet nachgeschlagen. Für Hörbücher besteht ausserdem die Möglichkeit, die Wiedergabe dort fortzusetzen, wo sie unterbrochen wurde.

Bild 2: Die Oberfläche ist einfach gestrickt, erfüllt aber ihren Zweck Bild 2: Die Oberfläche ist einfach gestrickt, erfüllt aber ihren Zweck Zoom Die Oberfläche ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Sie ist nicht schlecht – aber so gestaltet, dass sie weder mit Android noch mit iOS harmoniert.

CloudBeats einrichten

Um die App zu nutzen, verbinden Sie sich mit dem Cloud-Dienst, auf dem Sie Ihre Musiksammlung gespeichert haben. Wählen Sie den Ordner aus, in dem Ihre Musiksammlung gespeichert ist. Die Dateien erscheinen sofort, aber die Albumcovers und andere Daten werden erst angezeigt, wenn ein Titel zum ersten Mal abgespielt wird – und das wirkt natürlich nicht sehr ästhetisch. Um das sofort zu ändern, tippen Sie rechts oben auf das Menü mit den vier Strichen und anschliessend auf den Eintrag Mediathek. So getan, gehen Sie in der Mediathek oben links zur Schaltfläche Scan. Lassen Sie das Smartphone an und die App offen, damit sich CloudBeats die Informationen zusammensuchen kann.

Die kostenlose Version bietet alle wichtigen Funktionen, um die eigene Musiksammlung in die Cloud zu kopieren und von dort auf beliebige Android- und iOS-Geräte zu verteilen. Diese Version kann jedoch für rund 7 Franken auf die Vollversion aufgerüstet werden. Mit ihr lassen sich die Songs auch lokal speichern, damit sie ohne Internetverbindung zugänglich bleiben. Ausserdem werden mehrere Cloud-Dienste gleichzeitig unterstützt, genauso wie die Wiedergabe von Dateien im hochwertigen FLAC-Format.

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