Amazon richtig nutzen

Der Lieferant

Abgesehen vom Preis ist die Zuständigkeit bei der Lieferung der wichtigste Aspekt, der im Auge behalten werden muss – denn Amazon ist nicht immer dafür verantwortlich. Am rechten Rand einer Produktseite sehen Sie, wer den Artikel verkauft und/oder liefert. Und hier wird es interessant, denn mehrere Kombinationen sind möglich.

Verkauf und Versand durch Amazon 

Oft kümmert sich Amazon um beides: Der Artikel wird von Amazon verkauft und verschickt. Damit ist gewährleistet, dass Amazon sowohl die Verzollung als auch die Abgeltung der Mehrwertsteuer übernimmt – und der Pöstler seinen Schrecken verliert.
Ein solcher Einkauf läuft genauso einfach ab wie bei einem Schweizer Onlinehändler. Fast alles, was Amazon direkt verkauft, wird auch in die Schweiz geliefert. Zu den Ausnahmen gehören unter anderem bestimmte Chemikalien, Lebensmittel, Medikamente oder Alkohol.
Der Idealfall: sowohl der Verkauf als auch der Versand erfolgen durch Amazon
Quelle: PCtipp

Händler mit Amazon

Oftmals wird ein Artikel nicht von Amazon verkauft, sondern von einem der angeschlossenen Händler. Der Versand erfolgt jedoch durch Amazon aus einem der riesigen Lager. In diesem Fall gelten dieselben Spielregeln, wie wenn Amazon selbst als Händler aufgetreten wäre – also auch bei den Versandkosten oder der Lieferung in die Schweiz.
Tipp: Unter einem Produkt sehen Sie den Verweis «Für Versand nach Schweiz qualifiziert», falls dem so ist. Oder lassen Sie die Ergebnisse gleich filtern: Geben Sie einen Begriff ein (1) und markieren Sie auf der linken Seite die Option Gratis-Versand durch Amazon (2).
Mit einem Filter wird alles ausgeblendet, was in jedem Fall Porto kostet
Quelle: PCtipp

Handel ohne Amazon

Hier ist Vorsicht geboten. Ein Händler verkauft seine Produkte über die Amazon-Seite und übernimmt auch den Versand. Das führt oft zu höheren Versandkosten – und in vielen Fällen läuft es darauf hinaus, dass der Händler gar nicht in die Schweiz liefert, weil der administrative Aufwand zu hoch ist. Die Mehrwertsteuer wird zwar automatisch draufgeschlagen; doch für die Importgebühren heisst es lediglich: «Es gelten die Richtlinien des Verkäufers». Hier sind also unangenehme Überraschungen nicht ausgeschlossen. Mehr zu solchen Fällen erfahren Sie direkt bei Amazon.



Kommentare
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DenialSystem
27.08.2023
Sehr guter Artikel.

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ResB
05.02.2026
Danke für den interessanten Artikel und die guten Tipps. Betreffend "Bezahlung in Franken, denn die Umrechnungskurse von Amazon sind sehr moderat": Mein Kreditkartenunternehmen rechnet in diesem Fall tatsächlich "+1.5% Gebühr CHF Zahlung im Ausland" auf den CHF-Betrag. Je nach Kurs kann die Bezahlung in EUR günstiger sein.

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Hilarius
05.02.2026
@ResB Es gibt eine Grundregel: Im Ausland immer in der Lokalwährung bezahlen. Aber rechnen ist immer gut, was günstiger ist. Wechselkurs Ankauf/Kauf mitbeachten.

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Hilarius
05.02.2026
Amazon ist ok, aber manchmal ist Aliexpress besser Mein Beispiel: Ein Haltegriff für die Douche: Amazon: CHF 28.28, Aliexpress: CHF14.99, immer inkl. Porto. Beide Artikel genau gleich, mit den falschen Dübeln (!) also kommt auch der "Deutsche" Amazon-Artikel vom gleichen Chinesischen Lieferanten. Zwei andere Beispiele: Möbelfüsse: Bei Amazon die grössere Auswahl, Preis etwa gleich. Notebook-Akku: Bei Aliexpress wesentlich besserer Preis und mehr Lieferanten.