Digitaler Schutzengel Apple Watch

Wachsames Auge

Die Apple Watch eignet sich ausserdem perfekt, um stets ein wachsames Auge auf den Träger zu werfen. Die folgenden Funktionen werden nur einmal eingerichtet und agieren selbstständig, wenn es die Situation erfordert.

Sturzerkennung

Der Name der Sturzerkennung ist Programm: Sie schreitet ein, wenn der Träger offenbar schwer gestürzt ist. Diese Funktion wurde zusammen mit professionellen Stuntleuten kalibriert und zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus – auch, was die geringen Falschmeldungen durch vermeintliche Stürze betrifft. Die Apple Watch erkennt Stürze nach hinten oder vorn sowie ein Zusammenbrechen. Wird ein schwerer Sturz vermutet, meldet sich die Apple Watch mit einer Nachfrage nach dem Wohlbefinden. Jetzt kann der Notfalldienst mit einem Fingerwisch manuell angerufen werden oder mit einem Tippen auf die Schaltfläche Mir gehts gut Entwarnung gegeben werden. Erfolgt innerhalb von einer Minute keine Bestätigung und keine Bewegung, wird der Notfalldienst automatisch verständigt. Dazu gehört auch, dass die Apple Watch Ihre Koordinaten übermittelt.
Aktivierung: Die Sturzerkennung ist automatisch aktiv, wenn der Träger der Apple Watch ein Alter von 65 Jahren oder höher angibt. Sie lässt sich manuell (de-)aktivieren: Alle Einstellungen finden Sie in der «Watch»-App auf dem iPhone im Bereich Notruf SOS.
Wichtig: Wird der Notruf einmal ohne Not ausgelöst, legen Sie bitte nicht auf, sondern teilen Sie der Person am anderen Ende der Leitung mit, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. Man wird es Ihnen danken.

Notruf SOS

Bild 7: Der Notruf und Notfallpass gut erreichbar auf einem Bildschirm
Quelle: PCtipp.ch
Zum Glück muss man nicht erst bewusstlos werden, um im Notfall den Rettungsdienst zu alarmieren. Halten Sie die Seitentaste gedrückt, bis unter anderem der Schieberegler Notruf eingeblendet wird, um Hilfe zu rufen, Bild 7. Nachdem der Notfall SOS-Modus aufgerufen wurde, sendet die Apple Watch eine Zeit lang Aktualisierungen an die Notfallkontakte, wenn sich der Standort ändert. Und das bringt uns zum nächsten Thema.

Notfallpass

Der Notfallpass enthält persönliche Angaben zu Alter oder Gewicht – aber auch über Medikamente, Unverträglichkeiten und Allergien. Ausserdem sollte er die Kontaktdaten von Personen enthalten, die im Ernstfall benachrichtigt werden sollen. Der Notfallpass wird an der Apple Watch genau wie die SOS-Funktion aufgerufen, indem die Seitentaste etwas länger gedrückt wird. Am iPhone wird er eingeblendet, indem die Seitentaste und die Lauter-Taste etwas länger gedrückt werden. Der Aufruf des Notfallpasses funktioniert auch dann, wenn die Apple Watch oder das iPhone gesperrt sind.
Aktivierung: Der Notfallpass wird am iPhone erfasst. Tippen Sie in der «Health»-App ganz unten auf den Bereich Übersicht und anschliessend auf Ihr Bild in der rechten oberen Ecke. Hier finden Sie den Bereich Notfallpass, wo Sie die medizinischen und persönlichen Daten erfassen.

Wo bist du?

Die Sorge darüber, dass es jemandem gutgeht, wird meist deutlich gemildert, wenn die Familie weiss, wo man sich aufhält. Die Apple Watch mit Mobilfunktarif macht es möglich, dass Sie den eigenen Standort mit ausgewählten Personen teilen, auch wenn Sie ohne iPhone unterwegs sind. Diese Personen müssen allerdings ebenfalls im Besitz eines Apple-Gerätes sein, denn der Standort wird in der App «Wo ist» angezeigt, die nur für das iPhone, das iPad und die Macs verfügbar ist, Bild 8. Dort wird der Standort bei guten Empfangsbedingungen in Echtzeit angezeigt, selbst wenn Sie im Auto sitzen.
Bild 8: Personen werden in «Wo ist» auf den Meter genau lokalisiert
Quelle: PCtipp.ch
Aktivierung: Überzeugen Sie sich zuerst, dass die Ortungsdienste aktiviert sind. Öffnen Sie dazu Einstellungen/Datenschutz & Sicherheit/Ortungsdienste. Schalten Sie die Optionen Ortungsdienste und Standort teilen ein.
Bild 9: Der Standort lässt sich mit anderen Personen teilen
Quelle: PCtipp.ch
In einem zweiten Schritt bestimmen Sie, wer Sie wie lange orten darf. Öffnen Sie auf der Apple Watch die App «Personen suchen». Tippen Sie auf die Schaltfläche Standort teilen, Bild 9. Wählen Sie die Person aus. Tippen Sie auf die Telefonnummer oder E-Mail-­Adresse, die mit deren Apple-ID verknüpft ist und bestimmen Sie, wie lange Sie Ihre Position teilen möchten: für eine Stunde, bis zum Ende des Tages oder unbegrenzt – also bis Sie diese Erlaubnis zurückziehen.



Kommentare
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cooltiger
02.04.2024
Die Funktionen sind beeindruckend. Allerdings heisst das auch, dass man ja nicht vergisst die Watch zu laden. Vor allem wenn man noch den Schlaf tracken will reicht die Akkuladung in den seltensten Fällen bis am anderen Morgen. Und wer gebrechlich ist (dies wäre ja eigentlich die bevorzugte Klientel bei diesen Funktionen), dürfte dann das Laden nie verpassen (mindestens alle eineinhalb Tage). Schade dass die Akkukapazität nicht für mindestens 4 Tage ausreicht, das wäre doch mal ein Entwicklungsschritt.

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11291PCtipp
03.04.2024
Die Funktionen sind beeindruckend. Allerdings heisst das auch, dass man ja nicht vergisst die Watch zu laden. Vor allem wenn man noch den Schlaf tracken will reicht die Akkuladung in den seltensten Fällen bis am anderen Morgen. Und wer gebrechlich ist (dies wäre ja eigentlich die bevorzugte Klientel bei diesen Funktionen), dürfte dann das Laden nie verpassen (mindestens alle eineinhalb Tage). Schade dass die Akkukapazität nicht für mindestens 4 Tage ausreicht, das wäre doch mal ein Entwicklungsschritt. Der Akku in der GARMIN Venu Sq 2 mit ähnlichen Funktionen, hält über eine Woche.

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cooltiger
03.04.2024
An11291: Das ist genau das was ich gemeint habe. Die Apple Watch hat zwar viele nützliche Funktionen, aber wie auch Samsung extrem schwache Akkus, d.h. leider in der Praxis unbrauchbar. Ich habe eine Honor Watch GS Pro, die trotz täglichen Schlaf- und Trainingsaufzeichnungen nur alle 17(!) Tage aufgeladen werden muss. Also sollte es doch auch für Apple bei einer so kostspieligen Uhr möglich sein, die Akkulaufzeit auf ein akzeptables Mass (mind. 4 Tage) zu bringen.

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Klaus Zellweger
03.04.2024
Die Apple Watch hat zwar viele nützliche Funktionen, aber wie auch Samsung extrem schwache Akkus … Der Akku der Apple Watch ist so gut, wie es Apple eben hinbekommt. Und bei sparsamen Prozessoren macht dieser Firma keiner was vor. Doch die enorme Funktionsvielfalt hat ihren Preis. Andere Smartwatches (wenn sie diesen Begriff überhaupt verdienen), halten viel länger – und können viel weniger. … d.h. leider in der Praxis unbrauchbar. Da haben zig Millionen Anwender eine leicht abweichende Meinung. ;-)