Gesetzesrevision: Was tun gegen die Netzsperre?

DNS ändern und Surfen ohne Spuren

DNS ändern

Wendet ein Provider DNS-Sperren an, um Sie von einer Webseite fernzuhalten, können Sie den Standard-DNS-Server ändern. Das DNS (Domain Name System) sorgt dafür, dass die für Menschen gut merkbaren Domain-Namen in die eigentlichen Server-Adressen übersetzt werden: die IP-Adressen. Darum müssen Sie nicht etwas Kryptisches wie «138.201.56.186» eingeben, um pctipp.ch aufzurufen.
 
So können Sie alternative DNS festlegen
Unter Windows 10 können Sie den Standard-DNS-Eintrag so ändern:
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Startbutton.
  2. Wählen Sie den Punkt Netzwerkverbindungen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die aktive WLAN- oder Ethernet-Verbindung und wählen Sie Eigenschaften. 
  4. In den Eigenschaften suchen Sie den Punkt Internetprotokoll, Version 4(TCP/IPv4). Führen Sie einen Doppelklick aus.
  5. Im unteren Bereich wählen Sie die Option Folgende DNS-Serveradressen verwenden. 
  6. Normalerweise bezieht Ihre Verbindung den DNS-Eintrag von Ihrem Anbieter. Es gibt aber zahlreiche Alternativen. Besonders schnell und zuverlässig sind Google und OpenDNS. Tragen Sie also entweder Folgendes ein: 8.8.8.8 (oben) und 8.8.4.4 (unten). Oder alternativ die DNS-Server von OpenDNS, die lauten: 208.67.222.222 (oben) und 208.67.220.220 (unten).
  7. Bestätigen Sie mit OK.

Surfen ohne Spuren

Der private Modus verhindert, dass Surfspuren auf Ihrem PC abgelegt werden
Alle aktuellen Browser haben einen Modus an Bord, der verhindert, dass beim Surfen Spuren auf Ihrer Festplatte landen. Das bringt zwei Vorteile: Andere Nutzer an Ihrem PC können nicht nachschauen, welche Seiten Sie besucht haben. Da im privaten Modus keine Cookies abgelegt werden, ist es ausserdem für Webseitenbetreiber schwieriger, Sie zu identifizieren. Dadurch können diese nicht mehr so einfach ein Profil von Ihnen erstellen. Es lohnt sich, diesen Schutz mit weiteren der folgenden Tipps zu kombinieren.
Im Internet Explorer aktivieren Sie den privaten Modus unter Zahnradsymbol/Sicherheit/InPrivate-Browsen. In Firefox gehen Sie zu Firefox-Menü/Privaten Modus starten. In Chrome klicken Sie auf den Menüknopf und auf Neues Inkognito-Fenster.

IP-Adresse verschleiern

HideMyAss verschleiert Ihre Herkunft, ist aber oft langsam und blendet Werbung ein
Wer nur gelegentlich eine Webseite anonym aufrufen will, benutzt am besten einen der kostenlosen Anonymizer-Dienste. Dadurch kann die Zielwebseite Ihre IP-Adresse und damit Ihren Standort nicht ermitteln, sondern erkennt stattdessen nur die Position des genutzten Dienstes.
Bekannt sind Anonymouse, Hide my ass und Proxify. Sie funktionieren alle sehr einfach: Öffnen Sie eine der drei Webseiten und geben Sie dort die gewünschte Internetadresse ein – schon werden Sie über einen US-Server auf die Webseite umgeleitet.
Allerdings haben die Anonymisierungsdienste auch Nachteile. Zum einen sind sie oft langsam, zum anderen werden Webseiten nicht immer korrekt dargestellt. Um sich zu finanzieren, blenden die Dienste zudem Werbung ein. Benutzen die Webseitenbetreiber Techniken wie JavaScript, können sie ausserdem verschiedene Informationen über Ihr System auslesen und so ein Nutzerprofil erstellen.
Und: Die Dienste passen zwar weiterführende Links automatisch an, damit diese ebenfalls über die Anonymisierungsfunktion laufen, in einigen Fällen klappt dies aber nicht korrekt, sodass teilweise doch Ihre tatsächliche Herkunft verraten wird.
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