Tipps & Tricks 09.08.2012, 08:37 Uhr

So wahren Sie Ihren guten Ruf im Web

86 Prozent der Personalberater recherchieren Bewerber im Internet. Hier finden Sie zehn Tipps, wie Sie Ihren Online-Ruf überwachen und verbessern können.
Nach und nach wird Internetnutzern bewusst, wie die Inhalte, die sie im Netz hinterlassen, massgeblich zur Meinungsbildung über sie beitragen. Was man im Internet veröffentlicht, ist meist weit über den Freundeskreis und die Unternehmensgrenzen einsehbar. Vor allem durch die immer stärkere Ausbreitung sozialer Netzwerke hinterlassen viele Menschen immer mehr und immer spontanere Inhalte im Netz, die sie vielleicht schon nach wenigen Stunden bereuen.
Dabei denken sie oft nicht darüber nach, wie schwer Inhalte aus dem Internet vergessen gemacht werden können. Denn anders als ein Gespräch bleibt ein Interneteintrag nie eine Momentaufnahme, sondern kann später immer wieder aufgerufen werden.
Natürlich kann man beispielsweise einen Facebook-Beitrag, den man selbst erstellt hat, im Nachhinein wieder löschen. Aber spätestens dann, wenn andere Nutzer diesen Beitrag bereits mit ihren Kontakten geteilt haben, hat man selbst keine Kontrolle mehr über den Inhalt.
«Auch wer sich im realen Leben eine hohe Reputation erworben hat, hat keine Garantie auf eine einwandfreie Reputation im Internet und muss dafür Sorge tragen, dass der gute Ruf im Netz widergespiegelt wird», erklärt der Online-Reputationsmanager Reputeer in einem Fachbeitrag. Wie wichtig es ist, im Internet auf einen guten Ruf zu achten, merken viele erst dann, wenn sie auf Negativeinträge aufmerksam werden oder gemacht werden, zum Beispiel in einem Bewerbungsgespräch.
Keine Chance auf Traumjob
Im Oktober veröffentlichte Reputeer gemeinsam mit Professor Thomas Peisl von der Hochschule München eine Studie zum Thema Online-Reputation. 86 Prozent der befragten Personalberater gaben in der Studie an, dass sie inzwischen Online-Recherchen über Bewerber durchführen. 62 Prozent finden, dass sich ein guter Online-Ruf positiv auf die Karrierechancen von Bewerbern auswirkt. Darüber hinaus berichtete der Grossteil der Befragten, schon einmal Kandidaten wegen ihres schlechten Rufs im Internet abgelehnt zu haben. Als die häufigsten Ursachen für das Ablehnen solcher Bewerber nennt die Studie unpassende Kommentare oder Fotos, Bedenken bezüglich des Lebensstils und Falschangaben in der Bewerbung.
Anbieter Reputeer gibt zehn Tipps, wie man seinen Online-Ruf überwacht und verbessert:
Tipp 1: Überwachung dank Google
Googeln Sie sich regelmässig selbst oder nutzen Sie einen Dienst wie Google Alert, um neue Einträge zu Ihrem Namen zu überwachen
Tipp 2: Wer darf was sehen?
Facebooker unter der Lupe
Achten Sie auf Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken. Ihr Facebook-Profil sollte so eingestellt sein, dass nur bestätigte Kontakte Ihre Einträge und Bilder sehen können.
5 Tipps, wie Sie bei Google+ Ihre Privatsphäre schützen

Tipp 3: Gibt es noch andere, die mit Ihrem Namen ...

Tipp 3: Gibt es noch andere, die mit Ihrem Namen Unfug treiben?
Was treiben Ihre Namenskollegen? (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)
Beobachten Sie Namensvetter im Netz und grenzen Sie sich gegebenenfalls stärker ab. So besteht keine Verwechslungsgefahr zwischen Ihnen und Ihrem Namensvetter.
Tipp 4: Auf die Kompetenzen konzentrieren
Auf Xing können Sie sich bestens präsentieren
Nutzen Sie Business-Netzwerke wie Xing, um Ihre Kompetenzen zu zeigen und sich beruflich zu vernetzen.

Tipp 5: Ihre Kontakte im Netz

Tipp 5: Ihre Kontakte im Netz
Vielleicht ist nicht jeder Ihrer Kontakte positiv
Achten Sie auf aktuelle Kontaktdaten im Netz, lautet die fünfte Empfehlung von Reputeer. Wer seine Kontaktdaten lieber nicht im Internet sehen möchte, sollte darauf achten, dass die Einstellungen bei Xing und Co. so gewählt werden, dass die Kontaktdaten nicht einsehbar sind.
Tipp 6: Das WWW - the big brain
Alles bleibt gespeichert
Immer sollte gelten: Überlegen Sie sich gut, was Sie ins Netz stellen. Das Internet vergisst nichts!

Tipp 7: Werden Sie aktiv!

Tipp 7: Werden Sie aktiv!
Verbreiten Sie Ihre Themen (Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)
Veröffentlichen Sie aktiv Inhalte zu den Themen, mit denen Sie in der Öffentlichkeit in Verbindung gebracht werden möchten.
Tipp 8: Weg mit dem Ballast
Befreien SIe sich von Ballast (Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)
Löschen Sie Ihre Profile in sozialen Netzwerken, die Sie nicht aktiv nutzen. Dann werden Sie nicht mit der Plattform in Verbindung gebracht und laufen darüber hinaus nicht Gefahr, mit einem veralteten Profil im Netz vertreten zu sein.

Tipp 9: Bleiben Sie sich treu

Tipp 9: Bleiben Sie sich treu
Bleiben Sie Sie selbst (Foto: Maren Bessler/pixelio.de)
Bei all diesen Tipps sollte man aber immer authentisch bleiben und ein stimmiges Bild von sich im Netz zeigen.
Tipp 10: Schau genau!
Was treiben die Apps mit Ihren Daten?
Der letzte Ratschlag mahnt zur Vorsicht bei der Nutzung von Applikationen, denen man umfassenden Datenzugriff gewährt. Vor der Nutzung einer Applikation sollte man sich die AGBs genau durchlesen.



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