Tipps & Tricks 26.08.2020, 12:55 Uhr

10 Tipps für Videochats

Bis vor kurzer Zeit vermittelten Videochats vor allem bei Fernbeziehungen etwas mehr Nähe. Doch jetzt gehören sie zum neuen Alltag und der Gewöhnungseffekt tritt ein. Wir stellen die wichtigsten Dienste vor und achten auf angemessene Etikette beim Chat.
Videochats wurden seit dem Covid-19-bedingten Home Office salonfähig
(Quelle: Alexandra_Koch/Pixabay )
Das Jahr 2020 wird als eine einzige Ansammlung von Wendepunkten in die Geschichte eingehen. Was gestern noch undenkbar war, ist heute Realität. Das gilt auch für Videochats. Diese Einrichtung gibt es zwar seit einer Ewigkeit, doch ihr Einsatz blieb in der Geschäftswelt eine Nische. Als zu wichtig galt der persönliche Kontakt – auch deshalb, weil das Kader seine Soldaten vor Ort kommandieren will. Und wer ausserhalb des Büros arbeitet, wurde fast reflexartig in die Schublade mit den Faultieren gesteckt.
Und dann kam alles anders: Als das Home Office notgedrungen zum alternativen Arbeitsplatz erklärt wurde, blieb das Chaos aus. Schliesslich ist es heute ein Kinderspiel, einen Cloud-Dienst für die gemeinsame Datenablage einzurichten oder Office-Pakete in jedem beliebigen Webbrowser zu nutzen. Doch dass die persönliche Kommunikation dabei nicht unter die Räder kommt, ist vor allem den Videochat-Lösungen zu verdanken: im privaten Umfeld, in der Schule und natürlich in den Unternehmen.

Vielseitige Anforderungen

Wenn wir die speziellen Anwendungen wie zum Beispiel für Grossanlässe ignorieren, bleiben immer noch unzählige Alternativen, die kostenlos nutzbar sind. Doch nicht jede Anwendung ist für jeden Zweck geeignet. Je nach Anforderungsprofil sind einige Funktionen unabdingbar. Das gilt vor allem für Gruppenchats, die nach wesentlich mehr Disziplin und Regulierung verlangen als der Tratsch zwischen Paaren. So ist es zum Beispiel in einigen Unternehmen schon gängige Praxis, einen Gruppenchat aufzuzeichnen und ihn jenen Mitarbeitern zuzustellen, die nicht teilnehmen konnten. Aber das bedingt natürlich, dass die Videochat-Software solche
Funktionen mitbringt.
Eine andere Herausforderung ist die Disziplin, die in der ersten Zeit oft zu wünschen übrig lässt. Das hat jedoch nicht immer mit schlechten Manieren zu tun, sondern oft auch mit dem Mangel an Erfahrung – schliesslich ist die Situation für das Gros der Mitarbeiter neu. Deshalb ist es bei grösseren Chats fast schon unerlässlich, dass ein Moderator die Diskussion steuert. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Teilnehmern das Wort zu erteilen, sie stummzuschalten oder sogar aus dem Chat rauszuwerfen.


Kommentare

Avatar
taipan
26.08.2020
Es erstaunt mich, dass die schweizer Lösung kMeet von Infomaniak in diesem Beitrag nicht erwähnt oder berügsichtigt wurde. Zumals diese Lösung auch als Smartphone App oder Webanwendung zur Verfügung steht.

Avatar
Gaby Salvisberg
27.08.2020
Ja, Jitsi (auf welchem auch kMeet basiert) hätte da durchaus auch reingepasst.