Sicherheits-Suiten im PCtipp-Test

Testsieger und Preistipp

Testsieger: Kaspersky Internet Security
Kaspersky Internet Security
PCtipp
Die Sicherheits-Suite von Kaspersky gibts mit einer einjährigen Lizenz ab 78 Franken. Kaspersky fokussiert sich auf sichereres Onlinebanking und -shopping, Privatsphärenschutz sowie auf den Schutz vor Ransomware. Der Virenschutz arbeitet verhaltensbasiert, wobei auffällige Software per Internet an die zentrale Datenbank von Kaspersky übermittelt und im Anschluss mit dem eigenen Rechner abgeglichen wird.
Die Suite ist schnell in Betrieb genommen: Unsere auf dem System vorinstallierte BullGuard-Software wurde erkannt und komplett entfernt. Zum Abschluss der Installation wird die Kaspersky-Software mit ak­tuellsten Virensignaturen geimpft und so für den ersten Scan scharfgemacht. Während der erste Suchlauf noch 22 Minuten benötigte, vergingen für den zweiten lediglich 4 Minuten. Und: Die Boot-Zeit von Windows verlängerte sich lediglich um eine Sekunde. Die benutzerfreundliche Bedienung arbeitet mit den drei Ampelfarben Rot, Gelb und Grün. Sehr gut im Test gefallen konnte der Startbildschirm. Dieser ist unter anderem
in die Buttons Untersuchung, Datenbank­update, Sicherer Zahlungsverkehr, Schutz der Privatsphäre und My Kaspersky unterteilt. Klicken Anwender auf den darunter liegenden, kleineren Button Weitere Funk­tionen im Startbildschirm, finden sie Tools zur Programmkontrolle, Schwachstellen­suche oder auch zum Update von Programmen, um installierte Software per Klick zu aktualisieren. Beim Modul Zahlungsverkehr legt der Hersteller einen grünen Rahmen um die Bank- respektive Shopwebseite, um den Schutz zu signalisieren.
Die Schutzwirkung erhält von unabhängigen Testlaboren Bestnoten.
Fazit: Kasperskys Internet Security besticht durch eine geradlinige Menüführung. Ausgereifte Tools und einfache Funktionen machen den PCtipp-Testsieger zu einer lohnenden Investition.

Preistipp: Eset Internet Security
Eset Internet Security
Eset
Esets Internet Security ist mit einem weitreichenden Viren- und Ransomware-Schutz sowie einem Modul für sicheres Onlineshopping und -banking ausgestattet.
In Betrieb nehmen lässt sich die Suite innert knapp 2 Minuten. Während der Installation kann der Benutzer die optionalen, aber kostenlosen Module Kindersicherung sowie Anti-Diebstahlschutz in die Sicherheits-Software integrieren. Nach der Grund­installation werden die Virensignaturen per Download auf den neusten Stand gebracht, im Anschluss das System erstmalig nach Malware abgesucht. Vorbildlich.
Das Startmenü ist tabellarisch aufgebaut, aber stets übersichtlich. Links befinden sich die Menüpunkte Startseite, Computerscan, Update, Tools, Einstellungen sowie Hilfe und Support. Auffälligkeiten, Bedrohungen oder versuchte Angriffe werden hier immer sofort angezeigt. Der Hersteller arbeitet mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün. Klickt man auf einen der links stehenden Verweise, öffnet sich das entsprechende Untermenü, das dem Anwender wiederum Auswahlmöglichkeiten gibt. Auf verschachtelte Menüführung verzichtet Eset. Unter dem Reiter Einstellungen finden sich eine Auflistung der Schutzmodule für den Computer, das Internet und das Netzwerk. Wer will, kann hier weitere Sicherheits-Tools nachladen.
Eine weitere schöne Eigenheit bietet der Punkt Computerscan. Hier kann der Anwender einen kompletten Scan durchführen oder auch gezielt eine Datei auf möglichen Malware-Befall prüfen. Dazu wird die Datei einfach per Drag&Drop in den vorgesehenen Bereich gezogen. Für den ersten Scan unseres Test-PCs benötigte die Suite 11 Minuten. Den zweiten Durchgang absolvierte sie in schnellen 4 Minuten. Der PC reagiert mit installierter Suite flink und ohne Ruckler. In den Tests für die Schutzwirkung erzielte die Suite Bestergebnisse.
Fazit: Mit seiner Internet Security liefert der Hersteller Eset eine zuverlässige Sicherheitslösung für Endanwender und das zum fairen Preis von knapp 40 Franken.


Kommentare

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rojowa
13.01.2021
Ein interessanter Vergleich. Allerdings fehlt ein wichtiger 'Mitplayer', nämlich der in Windows 10 integrierte Windows Defender. In verschiedenen Tests erreichte er gleichwertige Ergebnisse wie die hier vorgestellten Suiten. Warum wurde dieses Programm aussen vor gelassen?

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POGO 1104
13.01.2021
Ein interessanter Vergleich. Allerdings fehlt ein wichtiger 'Mitplayer', nämlich der in Windows 10 integrierte Windows Defender. In verschiedenen Tests erreichte er gleichwertige Ergebnisse wie die hier vorgestellten Suiten. Warum wurde dieses Programm aussen vor gelassen? Vermutlich weil der Win Defender keine Suite ist

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kajano
13.01.2021
Vermutlich weil der Win Defender keine Suite ist Egal, wie die Bezeichnung ist, er hätte auf jeden Fall auch in den Test gehört...

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POGO 1104
13.01.2021
Vermutlich wollten sie bewusst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen... Vielleicht kann der Autor @Daniel Bader etwas dazu sagen

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Daniel Bader
15.01.2021
Hallo zusammen! Beim Vergleichstest handelt es sich um kostenpflichtige Suiten. Zudem besitzt die Software nicht ganz den Umfang der getesteten Programme. Wir schauen uns ausserdem die Software gesondert in regelmässigen Workshops an. Grüsse!

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Claudia Maag
15.01.2021
Im Juni-Heft 2020 findet sich ein Artikel zu Sicherheit rund um Windows 10. Darin gehts auch um den Windows Defender. LG cma

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eislexus
17.01.2021
Leider ist bei den meisten diese Suiten eines nicht dabei! Ein im Heimischen Netzwerk vorhandenes NAS komplet zu scannen! Die meisten können auch nicht Benutzerdefinierte Aufgaben so einstellen lassen, dass jeden Tag der Schnell, z.B. am Dienstag und Freitag ein Vollscan des Systems und am Donnerstag das NAS Total gescannt werden kann! Ich brauche keine Kindersicherung und auch keine PC-Optimierung! Dafür gibt es separate Programme, die sich besser dafür eignen! Es muss doch möglich sein, ein Antivirus Programm zu bekommen, dass genau darauf spezialisiert ist! Warum muss da immer noch was zusätzliches dazugepackt werden? Genau das vermisse ich bei allen diesen Test!! Bringt mal ein Antivirprogramm, dass auch die Heimische Umgebung berücksichtigt! Ich möchte mal wissen, wieviele Benutzer diese "Zusatz" Tools überhaupt nutzen! Da wird es nämlich sehr mager aussehen! Diese Umfrage wäre sicher einen Versuch Wert! Na denn, Guet Suite!!

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Geoffrey
17.01.2021
Bei dem zusätzlichen Zeug gebe ich dir recht. Wahrscheinlich benutzt das kaum jemand. Meine freigegebenen Ordner des NAS kann ich aber problemlos scannen. Ausserdem hat es bei guten NAS Fabrikaten mittlerweile auch einen "eingebauten" Antivirus. Ich habe Eset Internet Security und Qnap NAS. In meinem NAS läuft kein AV. Der bremst die übrigen Funktionen zu stark aus. geoffrey

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eislexus
17.01.2021
Hallo Geoffrey Ich nehme mal an, dass ein gutes NAS einen Antivir eingebaut hat. Ich habe ein Synology und da ist auch so eines drin. So wie ich das sehe, ist das der Clamwin Antivirus, der ja Gratis ist. Ich habe den mal bei meinem laufen lassen, und füt 2,4 TB brauchte das 6 Stunden und 40 Minuten!! Ich habe das beim arbeiten sehr stak gespürt, da die Verzögerungen beträchtlich waren. Einmal und nicht wieder! Ich möchte das alles Benutzerdefiniert machen, so dass z.B. immer am Dienstag mein Desktop komplett und am Donnerstag mein NAS komplett gescannt wird. Die andern Tage einfach den Schnellscan und fertig. Das sollte bei einem Test eines Antivirusprogramm doch auch mit einfliessen, um die Benutzer besser informieren zu können. Solche Test, wie hier, werden zu Dutzenden im Internet angeboten und jeder hat ein anderes Ergebnis!! Der Benutzer kann sich also nicht auf solche Tests verlassen, da diese, meiner Meinung nach, auch ein grosses Stück Marketing sind! Darum sollten viel mehr Kunden ein Testlizenz für einen Monat beziehen und Testen! Gibts keine Testlizenz, dann wird dieses Produkt aus der Liste gestrichen! eislexus