Kaufberatung 13.01.2021, 12:10 Uhr

Sicherheits-Suiten im PCtipp-Test

Eine Sicherheits-Suite ist Garant für optimalen Schutz – auf dem Desktop-PC, dem Laptop und dem Handy. Der PCtipp hat elf aktuelle Sicherheitsprogramme getestet.
(Quelle: methodshop/Pixabay)
Manche Dinge gehören zum Pflicht­programm eines jeden PCs – zum Beispiel eine aktuelle Sicherheits-Suite. Warum, liegt auf der Hand. Die pfiffigen Tools schlagen Alarm, wenn Viren oder andere digitale Schädlinge Besitz vom Computer nehmen wollen. Im Home Office ist das genauso wichtig wie im Geschäft: So kann die Schad-Software, einmal eingenistet, weitere Malware nachladen – und binnen Bruchteilen von Sekunden das gesamte System verseuchen, im Fall von vernetzten Rechnern sogar das angebundene Netzwerk.
Eine aktuelle Sicherheits-Software schützt mit ihren weitreichenden Funktionen das Gerät, egal ob es sich um einen Desktop-PC, ein Notebook, Tablet oder Handy handelt.
Der PCtipp prüft in dieser Kaufberatung die Schutzqualität von elf Antivirenprogrammen für Windows-10-PCs und Android-Smartphones. Aussen vor bleiben Apples iOS-­Geräte wie das iPad und das iPhone. Der Grund: Apple prüft nicht nur jede im App Store erhältliche Software sehr akribisch auf Schädlinge, die Apps lassen sich ausserdem nur aus dem App-Store herunterladen. Dadurch besteht kein Infektionsrisiko.  Anders bei Android-Geräten von Samsung & Co. Bei diesem Betriebssystem ist es möglich, Apps aus jeder beliebigen Quelle zu installieren, sofern die entsprechende Option im Betriebssystem aktiviert ist. Somit ist die Gefahr einer Infektion deutlich höher.
Der PCtipp hat die elf Programme bezüglich Schutzqualität, Bedienung und Ausstattung getestet. Die Tests zum Testsieger und Preistipp lesen Sie in den Boxen unten, alle Details und ausführlichen Resultate zu den übrigen Programmen finden Sie in der Tabelle auf S. 8.
Sämtliche elf Hersteller bieten sowohl Lizenzen und Programme für PCs als auch für Android-Smartphones. Werden jedoch zusätzliche Dienste wie zum Beispiel ein VPN-Zugang benötigt, muss der Anwender das entsprechende Extra-Tool oft kaufen oder sich für die nächsthöherwertige Version des Herstellers entscheiden. Rühmliche Ausnahme ist Norton 360 Deluxe. Sie ist die einzige Suite, in der ein VPN-Zugang Bestandteil des Programms ist. In der Übersichtstabelle (siehe unten, Teil 8: Testübersicht und Fazit) haben wir die einzelnen Suiten mit­einander verglichen und die Herstellerpreise nach Geräteanzahl aufgelistet. Eines vorab: Alle elf Suiten bieten einen sehr guten und aktuellen Schutz. Die Tests wurden in einem einwöchigen Testzeitraum (19. bis 25. Oktober 2020) durchgeführt.

Installation

Zu den Grundvoraussetzungen einer jeden Sicherheits-Software gehört eine saubere Installation sowie die anschliessende Aktualisierung der Virensignaturen. Sie sind Eckpfeiler für einen von Beginn an guten Schutz.
Windows-PC: Mittlerweile nehmen ausnahmslos alle Suiten diese erste Hürde ohne Fehler. Dazu musste auf unserem Testsystem die bereits installierte Sicherheits-Software BullGuard Internet Security erkannt und deinstalliert werden. Unterschiede gab es hingegen bei der Dauer für die Inbetriebnahme. Am schnellsten erledigten dies Eset, G Data und Kaspersky. Nur etwas mehr als ein­-­einhalb Minuten benötigten diese drei Programme, bis sie auf dem Windows-PC komplett installiert waren. Am längsten gings mit den Programmen von Avast. Hier dauerte es etwa 4 Minuten, bis die Grundinstallation fertig war. Im nächsten Schritt wurde die Software mit neusten Virensignaturen geimpft. Bei diesem Kriterium haben manche Suiten noch Defizite: Bei den Herstellern AVG und Bitdefender müssen Nutzer aktiv den -Button betätigen, um die Sicherheits-Software tatsächlich auf den neusten Virensignaturen-Stand zu hieven. Die übrigen Suiten erledigen diese Pflichtaufgabe automatisch.
Android-Apps: Geschmeidig verläuft die Installation der Android-Apps. Nach dem Download der Miniprogramme direkt aus Googles Play Store erfolgt die Installation. Im Test dauerte dies bei keiner der elf Apps länger als 20 Sekunden. Danach wird das Smartphone mithilfe eines Assistenten für den ersten Start vorbereitet. Vorzeige-App ist hier Kasperskys Internet Security. Bei der Applikation werden zuerst alle relevanten Grund­module installiert, zu denen der Virenjäger, der Anruffilter, die Diebstahlsicherung sowie auch der App-Lock (prüft den Zugriff auf Nachrichten sowie Fotos und kann diesen gegebenenfalls unterbinden) gehören.
Pluspunkte heimsen auch Eset und G Data ein. Bei diesen lässt sich vom Anwender sofort nach der Registrierung des Smartphones festlegen, welche Massnahmen im Fall eines Handy-Diebstahls ergriffen werden sollen.
Im letzten Schritt fordern alle elf Apps den Anwender auf, einen ersten Systemscan durchzuführen. Auch diese Aufgabe absolvierten die Apps ohne Hänger oder Absturz.

Bedienung

Dreh- und Angelpunkt einer jeden Security-Suite ist die Bedienung. Ein systemweiter Virenscan sollte sich mit nur einem Klick starten lassen, genauso schnell erledigt und vor allem einfach zu finden sein. Eine trans­parente Struktur und verständliche Hinweise bei Problemen sind weitere Pluspunkte.
Windows-Software: Bezüglich Design ist das Testfeld zweigeteilt. Während die Programme von AVG, Avast, Avira, Bitdefender, G Data, Kaspersky, Norton sowie McAfee auf Kacheln und Reiter setzen, besteht das Hauptmenü von Eset und F-Secure aus einer Art tabellarischen Liste, die wichtige Grund­elemente wie beispielsweise den Schnellscan oder die Kindersicherung visuell hervorhebt. Kacheldesigns gestatten einen schnellen Überblick wesentlicher Schutzmechanismen, das tabellarische Design kann Vorteile beim Aufsuchen detaillierter Einstellungen bieten.
Immer noch recht überladen präsentieren sich die Programme von AVG, McAfee und auch Norton. Zwar sind ihre Menüs aufgeräumt, dafür sind mitunter spezielle Einstellungen (zum Beispiel Scan einer Datei, weiterführende Kindersicherungseinstellungen etc.) nicht immer auf den ersten oder zweiten Blick ersichtlich. Federn lässt hier einmal mehr McAfee, dessen Hauptoberfläche zwar übersichtlich ist, die Untermenüs gleichen im Gegenzug einem unübersichtlichen Kräuter­garten – mit bitterem Beigeschmack, falls un­erfahrene Anwender überschnell einen Schalter umlegen. Auch G Data, dessen Suite sich sehr nahe an die des letzten Jahres anlehnt, kann nicht ganz überzeugen. Die Software bietet in den Untermenüs teilweise zu viele Optionen an. Der gemeinsame Nenner aller elf Suiten: Sie orientieren sich an den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün, um auf eine (potenzielle) Gefährdung respektive anstehende Aufgaben hinzuweisen.
Android-Apps: Im Gegensatz zur PC-Software setzen bei den Android-Apps alle elf Hersteller auf ein Kacheldesign mit gros-sen Touchbuttons für Grundfunktionen und wichtige Einstellungen. Tippt man auf eine der Flächen, führt in der Regel ein Assistent den Anwender schnurstracks zum Ziel. Maximal sind dafür drei Fingertipps nötig. Zur Statuskennzeichnung verwenden die Hersteller auch bei den Apps Rot, Gelb und Grün.

Ausstattung

Virenscanner, Firewall, Spam-Filter und Phi­shingschutz bilden das Grundgerüst jeder Sicherheitslösung. Aber auch eine Kinder­sicherung sowie der Identitätsschutz sollten mittlerweile zum Standard einer Internet-Security-Suite gehören – genaue Infos zum Umfang einer bestimmten Suite finden Sie unter dem entsprechenden Herstellerlink in der Übersichtstabelle rechts.
Für den Virenscan zentral sind die Scan-­Engines respektive die Methodik, um nach Malware zu fahnden. Die wichtigsten Methoden sind die Verhaltens-/Heuristik-Prüfung, die Cloud-basierte Analyse sowie die Sandbox-Technologie. Diese werden von allen Anbietern verwendet. Bei der Heuristik-basierten Methode sucht der Virenjäger nach typischen Verhaltensmustern, die Schad­programme als solche identifizieren.
Der Vorteil der Cloud-basierten Virensuche ist die kurze Reaktionszeit. Virensignaturen werden dabei nicht mehr nur auf dem PC lokal gespeichert, sondern befinden sich auf dem Server des Software-Herstellers und sind damit immer auf dem aktuellen Stand.
Bei der Sandbox-Technik koppelt die Sicherheits-Software ein Programm, das gerade ausgeführt wird, vom Rest des Betriebssystems ab und betreibt dieses in einem ab­geschirmten Bereich. Der Scanner analysiert das Programm und erkennt am Verhaltensmuster, ob es sich um Schad-Software handelt.
Windows-Software: Bei vielen der getesteten Suiten ist neben den erwähnten Schutzmethoden ein Ransomware-Schutz dabei. Er soll den PC vor Erpressungsversuchen respektive Lösegeldforderungen abschotten. Ebenso eine komplette Berücksichtigung findet der Schutz beim Zahlungsverkehr, und zwar bei allen elf getesteten Suiten. Die Hersteller AVG, Eset, G Data, F-Secure, Kaspersky und Norton sichern in ihren Suiten Onlinezahlungen mit einem speziellen Modul ab. Bei sozialen Netzwerken heben sich Avira, F-Secure und Kaspersky positiv ab. So schützt beispielsweise F-Secure mit der Funktion «Safe Profile» die Privatsphäre von Facebook-Kontakten.
Android-Apps: Mobile Sicherheits-Apps sind im Vergleich zu den PC-Varianten deutlich schlanker aufgebaut. Das hängt vor allem von den geringeren Ressourcen ab, auf die ein Smartphone zurückgreifen kann. Prinzipiell sollte die App aber mindestens aus folgenden sechs Kernmodulen bestehen: Virenscanner, Diebstahlsicherung, Surfschutz, Anruffilter, Kindersicherung und Schutz für Kontakte sowie private Dateien. Diese Funktionen beherrschen alle elf Apps. Einen Top-Eindruck beim Diebstahlschutz hinterlassen Kaspersky und Eset. Hier können Anwender wählen, wie das gestohlene Smartphone «reagieren» soll: Möglich sind eine Fernortung, Sperrung oder auch das Löschen von privaten Dateien. Zudem erweitern die Hersteller Avast, G Data, McAfee, und auch Norton ihre Apps um die Backup-Funktion.

Schutzqualität

Um die Schutzqualität der Anwendungen zu vergleichen, hat der PCtipp auf die Resultate der unabhängigen Testlabore AV-Test (av-test.org), AV-comparatives (av-comparatives.org) und neu SE Labs zurückgegriffen. Zudem wurden im Rahmen des Tests verschiedene Webadressen aufgerufen, um die Webseitenprüffunktion der Sicherheits-Suiten zu kontrollieren. Bezüglich der Windows-10- und Android-Schutzwirkung wurde auf die Ergebnisse von AV-Test und AV-comparatives (März/Juli/August 2020) zurückgegriffen.
Windows-Software: Sechs der elf Suiten erreichen in der Summe das Bestresultat bei den Tests der beiden unabhängig arbeitenden Testlabors, also 6 von 6 Punkten. Überprüft wurden unter anderem die Schutzqualität bei neuen Schädlingen sowie gängiger Schad-Software, die in den letzten beiden Monaten der Testperioden weltweit auftraten.
Android-Apps: Hier erreicht jede der elf Suiten eine optimale Schutzwirkung von 6 Punkten. Getestet wurde dabei der Echtzeit-Schutz gegen neuste Malware-Attacken sowie die Erkennung weitverbreiteter Android-Malware aus den letzten vier Wochen.

Scantempo

Beim Tempotest mussten sich die Suiten mehreren Aufgaben stellen. Bei der Windows-Version hat der PCtipp die Zeit für zwei komplette Scandurchläufe auf einer 512 GB grossen SSD-Festplatte (150 GB Daten) gemessen. Der Grund: Beim ersten Durchlauf werden die durchsuchten Dateien mit einem speziellen Wert gekennzeichnet, der bei den darauffolgenden Scans nur mit dem aktuellen Wert verglichen wird. Stimmen die Werte nicht überein, liegt eine Dateimanipulation vor, sprich ein Virenbefall. Durch den Vergleich lässt sich das Scantempo beträchtlich reduzieren. Bei den Android-Apps haben wir jeweils die Zeit für einen Scandurchlauf gemessen.
Zudem wurde die Startzeit der Windows- und Android-Systeme mit und ohne installierte Sicherheits-Suite geprüft. Zusätzlich haben wir den Ressourcenverbrauch (Prozessor und Arbeitsspeicher) kontrolliert.
Windows-Software: Die schnellsten PC-Scanner kommen von F-Secure (zweiter Durchlauf: 2 Minuten), G Data und Norton (je 3 Minuten) sowie Kaspersky und Eset (je 4 Minuten). Am längsten dauert der zweite Scandurchlauf bei Avast (9 Minuten).
Bei der Windows-Startzeit zeigen sich dagegen nur kleine Unterschiede: Am meisten bremst das Hochfahren von Windows 10 die McAfee-Suite. Hier verlängert sich die Boot-Zeit um 6 auf 15 Sekunden.
Die gute Nachricht beim Ressourcen­verbrauch: Keine der 13 getesteten Sicherheits-Suiten nahm im Test mehr als 135 MB (McAfee) an Arbeitsspeicher in Beschlag. Bei unserem Testsystem, das mit 12 GB RAM ausgestattet war, ist der Speicherverbrauch damit ebenso wie die Windows-Startzeit zu vernachlässigen. Im Gegensatz dazu zeigte sich die eine oder andere Suite beim Scannen bezüglich Prozessorbedarf immer noch recht gierig. Nicht zu vernachlässigen ist einmal mehr McAfee Total Protection mit 60 Prozent.
Android-Apps: Noch schneller werden die Smartphones von den Apps der Hersteller gescannt. Durchsucht werden dabei sämtliche Dateien und Ordner, die auf dem Speicher des Handys liegen. Der schnellste Scanner kommt vom Hersteller Eset. Hier vergingen in un­serem Tempotest nur 17 Sekunden, bis der Virenjäger die 230 000 Objekte unseres Test-Smartphones (Xiaomi Mi9) gescannt hat. Die App von Avast braucht aber mit 21 Sekunden nur unwesentlich länger. Beide Scanzeiten sind sehr schnell.

Testsieger und Preistipp

Testsieger: Kaspersky Internet Security
Kaspersky Internet Security
PCtipp
Die Sicherheits-Suite von Kaspersky gibts mit einer einjährigen Lizenz ab 78 Franken. Kaspersky fokussiert sich auf sichereres Onlinebanking und -shopping, Privatsphärenschutz sowie auf den Schutz vor Ransomware. Der Virenschutz arbeitet verhaltensbasiert, wobei auffällige Software per Internet an die zentrale Datenbank von Kaspersky übermittelt und im Anschluss mit dem eigenen Rechner abgeglichen wird.
Die Suite ist schnell in Betrieb genommen: Unsere auf dem System vorinstallierte BullGuard-Software wurde erkannt und komplett entfernt. Zum Abschluss der Installation wird die Kaspersky-Software mit ak­tuellsten Virensignaturen geimpft und so für den ersten Scan scharfgemacht. Während der erste Suchlauf noch 22 Minuten benötigte, vergingen für den zweiten lediglich 4 Minuten. Und: Die Boot-Zeit von Windows verlängerte sich lediglich um eine Sekunde. Die benutzerfreundliche Bedienung arbeitet mit den drei Ampelfarben Rot, Gelb und Grün. Sehr gut im Test gefallen konnte der Startbildschirm. Dieser ist unter anderem
in die Buttons Untersuchung, Datenbank­update, Sicherer Zahlungsverkehr, Schutz der Privatsphäre und My Kaspersky unterteilt. Klicken Anwender auf den darunter liegenden, kleineren Button Weitere Funk­tionen im Startbildschirm, finden sie Tools zur Programmkontrolle, Schwachstellen­suche oder auch zum Update von Programmen, um installierte Software per Klick zu aktualisieren. Beim Modul Zahlungsverkehr legt der Hersteller einen grünen Rahmen um die Bank- respektive Shopwebseite, um den Schutz zu signalisieren.
Die Schutzwirkung erhält von unabhängigen Testlaboren Bestnoten.
Fazit: Kasperskys Internet Security besticht durch eine geradlinige Menüführung. Ausgereifte Tools und einfache Funktionen machen den PCtipp-Testsieger zu einer lohnenden Investition.

Preistipp: Eset Internet Security
Eset Internet Security
Eset
Esets Internet Security ist mit einem weitreichenden Viren- und Ransomware-Schutz sowie einem Modul für sicheres Onlineshopping und -banking ausgestattet.
In Betrieb nehmen lässt sich die Suite innert knapp 2 Minuten. Während der Installation kann der Benutzer die optionalen, aber kostenlosen Module Kindersicherung sowie Anti-Diebstahlschutz in die Sicherheits-Software integrieren. Nach der Grund­installation werden die Virensignaturen per Download auf den neusten Stand gebracht, im Anschluss das System erstmalig nach Malware abgesucht. Vorbildlich.
Das Startmenü ist tabellarisch aufgebaut, aber stets übersichtlich. Links befinden sich die Menüpunkte Startseite, Computerscan, Update, Tools, Einstellungen sowie Hilfe und Support. Auffälligkeiten, Bedrohungen oder versuchte Angriffe werden hier immer sofort angezeigt. Der Hersteller arbeitet mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün. Klickt man auf einen der links stehenden Verweise, öffnet sich das entsprechende Untermenü, das dem Anwender wiederum Auswahlmöglichkeiten gibt. Auf verschachtelte Menüführung verzichtet Eset. Unter dem Reiter Einstellungen finden sich eine Auflistung der Schutzmodule für den Computer, das Internet und das Netzwerk. Wer will, kann hier weitere Sicherheits-Tools nachladen.
Eine weitere schöne Eigenheit bietet der Punkt Computerscan. Hier kann der Anwender einen kompletten Scan durchführen oder auch gezielt eine Datei auf möglichen Malware-Befall prüfen. Dazu wird die Datei einfach per Drag&Drop in den vorgesehenen Bereich gezogen. Für den ersten Scan unseres Test-PCs benötigte die Suite 11 Minuten. Den zweiten Durchgang absolvierte sie in schnellen 4 Minuten. Der PC reagiert mit installierter Suite flink und ohne Ruckler. In den Tests für die Schutzwirkung erzielte die Suite Bestergebnisse.
Fazit: Mit seiner Internet Security liefert der Hersteller Eset eine zuverlässige Sicherheitslösung für Endanwender und das zum fairen Preis von knapp 40 Franken.

Testübersicht und Fazit
Anzahl der Sterne für Bewertung: 1 = unbrauchbar; 1,5 = sehr schlecht; 2 = schlecht; 2,5 = ungenügend; 3 = genügend; 3,5 ordentlich; 4 = gut; 4,5 = sehr gut; 5 = ausgezeichnet
Stand: November 2020
Quelle: PCtipp

Update 13. Januar 2021:
Fazit: Schutz ist wichtiger denn je
Dass eine Sicherheits-Software auf jeden PC gehört, ist zwar nichts Neues. Dadurch, dass viele Anwender bedingt durch die Corona-Pandemie jedoch verstärkt von zu Hause aus arbeiten, gewinnt eine aktuelle und gut funktionierende Security-Suite noch mehr an Bedeutung.
Die Testergebnisse der Virenlabore bestätigen dabei das hohe Niveau der kostenpflichtigen Malware-Jäger. Unterschiede gibt es aber bezüglich Bedienung, Ausstattung und Umfang der Suiten. Zwei, die aus der Schar der Top-Tools nochmals herausstechen, sind der Preistipp, Esets Internet Security, sowie der PCtipp-Testsieger Kaspersky Internet Security.
Eset sammelt aufgrund der transparent gehaltenen Bedienung, des fairen Preises und der gelungenen Ausstattung Punkte. Der Testsieger Kaspersky brilliert ebenfalls bei Bedienung sowie Umfang und kann bei der Schutzwirkung/Leistung noch ein klein wenig mehr überzeugen.
Daniel Bader, Leiter Testcenter


Kommentare

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rojowa
13.01.2021
Ein interessanter Vergleich. Allerdings fehlt ein wichtiger 'Mitplayer', nämlich der in Windows 10 integrierte Windows Defender. In verschiedenen Tests erreichte er gleichwertige Ergebnisse wie die hier vorgestellten Suiten. Warum wurde dieses Programm aussen vor gelassen?

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POGO 1104
13.01.2021
Ein interessanter Vergleich. Allerdings fehlt ein wichtiger 'Mitplayer', nämlich der in Windows 10 integrierte Windows Defender. In verschiedenen Tests erreichte er gleichwertige Ergebnisse wie die hier vorgestellten Suiten. Warum wurde dieses Programm aussen vor gelassen? Vermutlich weil der Win Defender keine Suite ist

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kajano
13.01.2021
Vermutlich weil der Win Defender keine Suite ist Egal, wie die Bezeichnung ist, er hätte auf jeden Fall auch in den Test gehört...

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POGO 1104
13.01.2021
Vermutlich wollten sie bewusst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen... Vielleicht kann der Autor @Daniel Bader etwas dazu sagen

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Daniel Bader
15.01.2021
Hallo zusammen! Beim Vergleichstest handelt es sich um kostenpflichtige Suiten. Zudem besitzt die Software nicht ganz den Umfang der getesteten Programme. Wir schauen uns ausserdem die Software gesondert in regelmässigen Workshops an. Grüsse!

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Claudia Maag
15.01.2021
Im Juni-Heft 2020 findet sich ein Artikel zu Sicherheit rund um Windows 10. Darin gehts auch um den Windows Defender. LG cma

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eislexus
17.01.2021
Leider ist bei den meisten diese Suiten eines nicht dabei! Ein im Heimischen Netzwerk vorhandenes NAS komplet zu scannen! Die meisten können auch nicht Benutzerdefinierte Aufgaben so einstellen lassen, dass jeden Tag der Schnell, z.B. am Dienstag und Freitag ein Vollscan des Systems und am Donnerstag das NAS Total gescannt werden kann! Ich brauche keine Kindersicherung und auch keine PC-Optimierung! Dafür gibt es separate Programme, die sich besser dafür eignen! Es muss doch möglich sein, ein Antivirus Programm zu bekommen, dass genau darauf spezialisiert ist! Warum muss da immer noch was zusätzliches dazugepackt werden? Genau das vermisse ich bei allen diesen Test!! Bringt mal ein Antivirprogramm, dass auch die Heimische Umgebung berücksichtigt! Ich möchte mal wissen, wieviele Benutzer diese "Zusatz" Tools überhaupt nutzen! Da wird es nämlich sehr mager aussehen! Diese Umfrage wäre sicher einen Versuch Wert! Na denn, Guet Suite!!

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Geoffrey
17.01.2021
Bei dem zusätzlichen Zeug gebe ich dir recht. Wahrscheinlich benutzt das kaum jemand. Meine freigegebenen Ordner des NAS kann ich aber problemlos scannen. Ausserdem hat es bei guten NAS Fabrikaten mittlerweile auch einen "eingebauten" Antivirus. Ich habe Eset Internet Security und Qnap NAS. In meinem NAS läuft kein AV. Der bremst die übrigen Funktionen zu stark aus. geoffrey

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eislexus
17.01.2021
Hallo Geoffrey Ich nehme mal an, dass ein gutes NAS einen Antivir eingebaut hat. Ich habe ein Synology und da ist auch so eines drin. So wie ich das sehe, ist das der Clamwin Antivirus, der ja Gratis ist. Ich habe den mal bei meinem laufen lassen, und füt 2,4 TB brauchte das 6 Stunden und 40 Minuten!! Ich habe das beim arbeiten sehr stak gespürt, da die Verzögerungen beträchtlich waren. Einmal und nicht wieder! Ich möchte das alles Benutzerdefiniert machen, so dass z.B. immer am Dienstag mein Desktop komplett und am Donnerstag mein NAS komplett gescannt wird. Die andern Tage einfach den Schnellscan und fertig. Das sollte bei einem Test eines Antivirusprogramm doch auch mit einfliessen, um die Benutzer besser informieren zu können. Solche Test, wie hier, werden zu Dutzenden im Internet angeboten und jeder hat ein anderes Ergebnis!! Der Benutzer kann sich also nicht auf solche Tests verlassen, da diese, meiner Meinung nach, auch ein grosses Stück Marketing sind! Darum sollten viel mehr Kunden ein Testlizenz für einen Monat beziehen und Testen! Gibts keine Testlizenz, dann wird dieses Produkt aus der Liste gestrichen! eislexus