Achtung, Trojaner 10.02.2021, 10:45 Uhr

Tipps zum Schutz von PC und Smartphone

Computerviren sind praktisch kein Thema mehr. Trojanische Pferde und andere Gefahren haben diese verdrängt – und sind mindestens ebenso gefährlich.
(Quelle: Shutterstock/HieroGraphic )
Ach, waren das noch Zeiten! Bei Virenbefall ein Desinfektions-Tool laufen lassen – und das Problem war oft gelöst. So einfach ist das schon lange nicht mehr. Klassische Computerviren und Computerwürmer sind nur noch selten anzutreffen. Onlinekriminelle konzentrieren sich seit Jahren auf Angriffsmethoden, die ihnen richtig Geld bringen. Und hierfür brauchen sie längst keine selbstreplizierenden Computerviren mehr. Das Feld der Computerschädlinge wurde fast komplett von Trojanern übernommen, was die Lage nicht ungefährlicher macht.
Fachbegriffe
Computervirus > Ein klassischer Virus infiziert ausführbare Dateien. Wird eine infizierte Datei geöffnet, pflanzt der Virus seinen Code in weitere ausführbare Dateien. Durch Weitergabe einer solchen Datei können andere Systeme infiziert werden, sobald auf diesen die Datei gestartet wird. Ein Virus kann auch Wurm-Fähigkeiten haben.
Computerwurm > Ein Wurm überträgt sich in der Regel nicht von Datei zu Datei, sondern von System zu System, zum Beispiel via Netzwerk bzw. Internet. Wird eine Wurmdatei geöffnet, verbreitet sie sich über jene Wege, die der Schädlingsprogrammierer darin vorbereitet hat. Das kann erfolgen, indem der Wurm sich auf erreichbare Netzwerkfreigaben kopiert oder indem er sich automatisch gleich selbst massenhaft per E-Mail an die im Adressbuch des Nutzers erreichbaren Kontakte verschickt. Auch Trojaner können für ihre Verbreitung Wurm-Methoden nutzen. Würmer sind daher nicht ausgestorben, sondern quasi in Trojaner integriert worden.


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