Test: Photoshop Elements 12

Praktische Kleinigkeiten

Pet Eyes

Die gefürchteten roten Augen, die bei direktem Blitzlicht entstehen können, kennt jeder Fotograf. Haustiere sind genauso von diesem Effekt betroffen. Allerdings werden deren Augen nicht unbedingt rot, sondern je nach Spezies auch gelb oder grün – was die Erkennung schwierig macht, wenn eine Software ausdrücklich nach roten Augen Ausschau hält. Dieses Problem ist nun gelöst.
«Pet-Eye»-Korrektur (Bild: Adobe)

Synchronisierung zwischen Geräten

PSE 12 kann Alben oder ganze Sammlungen zwischen dem Rechner und mobilen iOS- und Android-Geräten austauschen. Das klingt praktisch, ist aber nicht ohne. Die Fotos werden nämlich nicht lokal, sondern über Adobes eigenen Cloud-Dienst «Revel» abgeglichen – das dürfte bestimmt nicht nach jedermanns Geschmack sein. Ausserdem muss zuvor eine kostenlose Adobe-ID erstellt werden. Die Synchronisierung erfolgt anschliessend über die jeweilige Revel-App für iOS oder Android.
Clever: In der Mac-Version kann beim ersten Start die gesamte iPhoto-Library importiert werden. Allerdings ist es eher fraglich, ob gestandene iPhoto-Anwender von der lokalen Synchronisierung zum Cloud-Abgleich wechseln. Etwas anders sieht die Sache jedoch aus, wenn Mac-Anwender mit mobilen Android-Geräten arbeiten – dann sitzen sie im selben Boot wie die Windows-Anhänger.

Neue Farbtonbearbeitung

Hinter der holperigen Bezeichnung «Automatische intelligente Farbtonbearbeitung» versteckt sich die neuste Hilfe für bessere Farben. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine lernfähige Funktion, um die Farbgebung eines Fotos zu verbessern. Dabei muss in einem Raster lediglich mit der Maus eine Markierung in die gewünschte Richtung bewegt werden.
Lernfähige Farbton-Korrektur
Miniatur-Abbildungen in den Ecken zeigen dabei, wohin die Reise geht. PSE merkt sich die gewünschte Farbstimmung und kann solche Änderungen später auf Knopfdruck reproduzieren – und zwar ganz im Sinne des Anwenders.
Das sind nur die wichtigsten Neuerungen von PSE 12. Unerwähnt bleiben die bekannten Qualitäten: ein hervorragender Raw-Konverter, die Kompatibilität zu Photoshop-Dateien und -Filter sowie die ausgezeichnete Ebenen-Kontrolle für anspruchsvolle Korrekturen. Photoshop Elements wächst mit den Fähigkeiten des Anwenders.
Fazit: PSE 12 ist ein solides Update mit interessanten neuen Funktionen. Geblieben sind die leistungsfähigen und trotzdem zugänglichen Werkzeuge, die sich auf angenehme Weise von Photoshop abheben. Wer für relativ wenig Geld ein Maximum an fortschrittlichen Funktionen sucht, liegt hier richtig.

Testergebnis

Note
4.5
Zugänglich, leistungsfähig, übersichtlich
Abgleich von Fotos nur über die Adobe-Cloud

Details:  Ab OS X 10.7, ab Windows XP SP3

Preis:  Vollversion Fr. 113.40, Upgrade Fr. 91.80

Infos: 
www.adobe.ch

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