Tests 10.02.2014, 07:00 Uhr

Asus Zenbook UX301LA im Test

Nicht nur Apple kann Premium. Mit seinen eleganten und hochwertigen Zenbooks braucht sich Asus vor niemandem zu verstecken. Wir haben das neue High-End-Ultrabook UX301LA getestet.
Die Zenbook-Serie von Asus ist für ihr elegantes Äusseres bekannt. Und auch das Zenbook UX301LA enttäuscht diesbezüglich nicht. Das beginnt schon bei der Verpackung, einer eleganten Box, die sofort das Gefühl erweckt, etwas Besonderes in den Händen zu halten. Zum Standardlieferumfang gehört auch eine Tasche aus Leder.
Das 1,4 kg leichte Gehäuse des 13,3-Zoll-Ultrabooks ist, wie es sich gehört, aus Aluminium gefertigt. Unerklärlicherweise hat Asus aber die Oberseite des Geräts mit einer Glasschicht überzogen. Dies sieht nicht nur weniger wertig aus als pures Aluminium, sondern ist auch ein unnötiger Anziehungspunkt für Fingerabdrücke. Eine Freude ist dafür die Tastaturabdeckung, die sich äusserst wertig und angenehm anfühlt. Das gilt auch für Tastatur und Touchpad, an denen es nichts auszusetzen gibt.
Das Zenbook UX301LA steht nicht nur für hochwertige Verarbeitung, sondern auch für hochwertige Hardware. Mit dem neuen Haswell-Prozessor Core i7-4558U steckt einer der derzeit leistungsfähigsten Ultrabook-Prozessoren im nur 1,55 cm schlanken Gehäuse. Er ist mit 2,8 GHz getaktet und rennt bei Turbo-Bedarf bis zu 3,3 GHz schnell. Eine Besonderheit dieses Prozessors ist zudem die integrierte Grafikeinheit Intel Iris 5100, die eine vergleichbare Grafikleistung wie günstige Notebook-Grafikkarten bietet, was der 3DMark-Wert von 5607 Punkten (Cloud Gate) unterstreicht.
Der hohe Grundtakt des Prozessors fordert allerdings bei der Akkulaufzeit seinen Tribut: Nur knapp drei Stunden haben wir mit Powermark im Mischbetrieb gemessen, das ist für ein Haswell-Ultrabook zu wenig.
Der 13,3-Zoll-Bildschirm des Zenbooks hat QHD-Auflösung, was 2560 x 1440 Pixeln entspricht. Das sorgt für ein ganz schön scharfes Bild, was wegen des kleinen Bildschirms aber auch ein Nachteil ist: Im Desktop-Modus werden Schriften und Bedienelemente teils verschwindend klein, was auf Dauer ziemlich anstrengend sein kann. Ansonsten gefällt das scharfe Bild natürlich, insbesondere beim Betrachten von (entsprechend hochaufgelöstem) Bild- oder Videomaterial. Weil der Bildschirm auch ein Touchscreen ist, spiegelt er unweigerlich. Die Helligkeit ist jedoch relativ hoch, sodass sich der Effekt noch in erträglichem Mass bewegt. Die Lautsprecher, die sich mit Technologie von Bang & Olufsen rühmen, klingen für ein Ultrabook ordentlich.
Die hohe Pixeldichte sorgt auf dem Desktop für angestrengte Leseübungen
Die Gesamtleistung des Zenbooks ist bemerkenswert (PCMark7: 5553 Punkte). Dafür sorgen nebst der Prozessoreinheit auch 8 GB RAM und der schnelle SSD-Speicher. Asus hat gleich zwei 128-GB-SSDs verbaut, die im schnellen RAID-0-Modus (Striping) zusammengehängt sind.
Die Anschlüsse umfassen zweimal USB 3.0, Micro-HDMI und Mini-DisplayPort. Zudem wird der aktuell schnellste WLAN-Standard 802.11ac unterstützt. Das Zenbook UX301LA wird mit Windows 8 ausgeliefert, die Installation von Windows 8.1 muss der Nutzer leider manuell vornehmen.
Fazit: Dem Asus Zenbook UX301LA sieht man seinen Premium-Anspruch auf den ersten Blick an. Design, Verarbeitung und Leistung werden diesem absolut gerecht – das gilt auch für den Preis. Unverständlich allerdings, dass Asus dem Edel-Ultrabook eine schmierige Glasoberfläche verpasst hat. Die Akkulaufzeit ist zudem ungenügend.

Testergebnis

Design, Verarbeitung, Leistung, Bildschirm
Akkulaufzeit, Glasabdeckung, Auflösung zu hoch für Desktop, Preis

Details:  13,3"-Touchscreen, Auflösung: 2560 x 1440, Intel Core i7-4558U (2,8/3,3 GHz), Intel Iris 5100, 8 GB RAM, 2 x 128 GB SSD (Raid 0), WLAN-ac, 2 x USB 3.0, HDMI, DisplayPort, 32,5 x 22,6 x 1,6 cm, 1,4 kg

Preis:  Fr. 1999.-

Infos: 
www.asus.ch

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