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Lenovo Legion Y44w-10 im Test

von Luca Diggelmann 16.12.2019

Display

Ultrawide-Displays sind in verschiedenen Bereichen beliebt. Der Formfaktor kann sowohl fürs Gaming als auch für Business-Anwendungen Vorteile bringen. Wie es die «Legion»-Untermarke vermuten lässt, zielt der Y44w-10 hauptsächlich auf Gamer ab. In diesem Bereich bietet ein gebogener Ultrawide-Monitor mehr Immersion und ein breiteres Sichtfeld. Je nach Genre des Games kann das mehr oder weniger nützlich sein.

Die sRGB-Abdeckung reicht für die meisten Nutzer aus Die sRGB-Abdeckung reicht für die meisten Nutzer aus Zoom Besonders wichtig fürs Gaming ist die Geschwindigkeit des Displays. Sowohl in Sachen Reaktionsgeschwindigkeit als auch bei der Bildwiederholrate. In beiden Kategorien zeigt der Y44w-10 keine Mühe. Mit Boost-Modus schafft das Display Reaktionszeiten von 4 ms (GTG), was locker ausreicht. Schwächen zeigt das Display vor allem beim Wechsel von Schwarz zu Grau, was ein typisches Problem bei VA-Panels ist. Das führt dazu, dass dunkle Farbwechsel stellenweise bis zu 30 ms verzögert dargestellt werden und somit von Auge sichtbar sind. Das stört vor allem bei Games und Filmen, die viele dunkle Szenen beinhalten. Allerdings profitiert das VA-Panel dank seiner tiefen Schwarztöne und dem starken Kontrast wiederum optisch besonders stark in genau solchen Medien. Wer also gerne Horror-Games spielt, muss sich bewusst sein, dass Optik und Leistung hier einen Kompromiss eingehen müssen.

80 Prozent Adobe RGB sind vielleicht nicht für alle genug, reichen aber für die Hauptzielgruppe Gamer problemlos 80 Prozent Adobe RGB sind vielleicht nicht für alle genug, reichen aber für die Hauptzielgruppe Gamer problemlos Zoom Die Bildwiederholrate ist hingegen kein Problem. 144 Hz sind ein Standardwert für Gaming-Monitore und reichen sowohl für kompetitive Titel als auch gemächlichere Games locker aus. Dabei sollte man bedenken, dass der verbundene PC auch die entsprechende Leistung erbringen sollte, um den 144 Hz gerecht zu werden. Die Auflösung von 3840 × 1200 ist nicht ganz so anspruchsvoll wie UHD, braucht aber dennoch mehr Power als ein FHD-Display.

Wie die meisten VA-Panels kann auch der Legion Y44w-10 farblich überzeugen. Der Monitor deckt 98 % des sRGB-Spektrums und 80 % von Adobe RGB ab. Wahrscheinlich nicht genug für Grafikprofis, aber sehr schön für Gamer. Helligkeit und Kontrast sind ebenfalls sehr gut: Die Helligkeit reicht von 86 bis 474 cd/m2, während der Kontrast durchschnittlich bei 782:1 liegt, Tendenz steigend bei höherer Displayhelligkeit. Die Schwarztöne liegen zwischen 0,12 und 0,56 cd/m2. Der Monitor ist VESA-zertifiziert für DisplayHDR 400, was die Testergebnisse bestätigen.

Kontrast und Helligkeit sind beide bestens Kontrast und Helligkeit sind beide bestens Zoom© PCtipp Bei der Farbhomogenität erzielt der Y44w-10 ausgezeichnete Ergebnisse Bei der Farbhomogenität erzielt der Y44w-10 ausgezeichnete Ergebnisse Zoom© PCtipp

Auch bei der Farbhomogenität erzielt der Y44w-10 ausgezeichnete Ergebnisse. In fünf der neun Displaybereiche liegt der DeltaE-Wert bei 1 oder weniger (bei 67 % Helligkeit). Nur zwei Bereiche liegen bei 2,0 oder mehr, mit einem Maximalwert von 2,3 DeltaE. Werte unter 3 DeltaE gelten als gut. Die Luminanzhomogenität ist ein wenig schwächer, aber noch in Ordnung. Am oberen Rand sind die Messwerte ausgezeichnet, zwischen 0 und 3 %. In der mittleren Reihe steigen die Abweichungen jedoch bereits auf 4 % zentral, und 9 bis 12 % an den Rändern. Die untere Reihe weicht mit 10 bis 14 % noch etwas stärker vom Normalwert ab. Bei 100 % Helligkeit sind die Werte leicht besser, ansonsten etwa gleich.

Die Luminanzhomogenität überzeugt nicht komplett, ist aber immer noch gut Die Luminanzhomogenität überzeugt nicht komplett, ist aber immer noch gut Zoom© PCtipp

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    Kommentare

    • kek-kex 16.12.2019, 19.04 Uhr

      hmmm. würde ich glücklich bei einem Pixelabstand von 0.27 mm? Das haben meine über 12 Jahre alten Monitore auch schon, und diese bieten ebenfalls je eine Auflösung von 1920 x 1200. Also würde alles in etwa beim gleichen bleiben, nur etwas schöner. So etwas müsste man zu Hause erst testen können...

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