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Test: HP Spectre X360 (15 Zoll)

HP legt eine neue Generation von Touch-Notebooks nach und geht mit dem Surfacebook von Microsoft auf Tuchfühlung.

von Luca Diggelmann 19.04.2016

Nach der gelungenen ersten Generation des HP Spectre X360 ist es kaum verwunderlich, dass eine zweite Generation weniger als ein Jahr später folgt. Dieses Mal erscheint das X360 jedoch in direkter Konkurrenz zu Microsofts Surfacebook. Ein Problem könnte das vor allem bei den teureren Modellen werden, die sich mit den Microsoft-Modellen vergleichen lassen. Im unteren Preissegment ist HP wieder alleine.

Spectre steht bei HP für hochklassige Notebooks. Das gilt auch für die zweite Generation Spectre steht bei HP für hochklassige Notebooks. Das gilt auch für die zweite Generation Zoom© HP

Optisch hat HP vieles beim Alten belassen. Eine gute Entscheidung. Schliesslich sah schon die erste Generation des Spectre X360 bestechend aus. Die grösste Änderung findet man beim 15 Zoll grossen Display. «Neu» ist das gewohnte HP-Logo anstelle des Hewlett-Packard-Schriftzugs, was leider etwas weniger elegant aussieht. Das ausgeschriebene Logo gibt es weiter nur beim 13-Zoll-Modell. Zudem wurde das Scharnier leicht verändert. Es bleibt neu in jeder Position eben mit der Basis und steht nicht mehr hervor. Die Tastatur wirkt im grösseren Chassis etwas kleiner, ist aber gleich gross wie beim 13-Zoll-Modell.

Auch der Rest des Spectre X360 knüpft dort an, wo der Vorgänger aufgehört hatte. Das Alugehäuse ist zwar etwas schwerer als eine Plastikalternative, sieht dafür sehr schick aus und ist äusserst stabil. Anschlüsse gibt es zur Genüge. HDMI und MiniDisplayPort für externe Anzeigegeräte, 3 x USB 3.0 Type A und sogar einen Type-C-Anschluss bietet das X360. Dazu kommt ein SD-Kartenleser. Schönes Detail: Auf der rechten Seite des Gehäuses ist ein Wippschalter für die Lautstärkeregelung angebracht.

Ebenfalls leicht verbessert wurde die Leistung. Alle Prozessoren wurden durch leicht schnellere Modelle ersetzt. Im Falle unseres Testgeräts ist das ein Intel i5-6200 mit 1,3 GHz. Dazu gesellen sich 8 GB RAM. Das entspricht etwa dem, was man für den Preis erwarten kann. Generell kann man sich beim Spectre X360 nicht über mangelndes Tempo beklagen. Alltägliche Arbeiten funktionieren problemlos und schnell. Für Games ist das Spectre allerdings nicht geeignet. Der integrierte Intel-Grafikchip HD 520 reicht dafür nicht aus.

Das grösste Update im Vergleich zum Vorgänger hat das Display erhalten. Statt bisher Full HD strahlt das neue Display mit vollem 4K (3840 x 2160). Man kann argumentieren, dass 4K bei 15 Zoll unnötig sind, schön ist es trotzdem, auf dem Laptop eine Pixeldichte wie beim High-End-Smartphone zu haben. Wie bisher ist das Display Touch-fähig und lässt sich um fast 360 Grad nach hinten klappen. Dadurch erhält man ein 15-Zoll-Tablet mit 4K und vollständigem Windows 10. Ebenfalls möglich ist die Pyramidenform, bei der man das Display um etwa 290 Grad nach hinten dreht und dann umdreht. Die Anzeige dreht dabei automatisch mit. Dieser Modus ist vor allem für den Medienkonsum geeignet. Der einzige Nachteil dabei: Die Lautsprecher sind dann nach hinten gerichtet. Ohne eine Wand in der Nähe wird es so etwas leise. An den Lautsprechern selbst liegt es nicht. Die von Band & Olufsen designten Lautsprecher klingen für einen Laptop erstaunlich satt und reichen so manchem TV-Gerät locker das Wasser.

Vorinstalliert auf dem HP Spectre X360 ist Windows 10 sowie einige HP-Programme. Diese sind stellenweise nützlich, aber praktisch durchgehend redundant. Praktisch ist vor allem der Treiberdienst, der installierte HP-Treiber automatisch aktualisieren kann. Die Hilfefunktion kann für PC-Neulinge nützlich sein, hilft allerdings nur bei spezifischen HP-Problemen und einigen Windows-Kniffen. HP Welcome möchte übrigens unbedingt, dass Sie sich registrieren.

Leider hat auch HP einen Deal mit einem Antivirenhersteller abgeschlossen und liefert das Spectre X360 mit einer Testversion von McAfee Antivirus aus. Falls Sie eine eigene Software installieren möchten, müssen Sie den bisher installierten Virenschutz erst deinstallieren. Weitaus nerviger als die vorinstallierte Windows-Software, die sich beim Spectre X360 in Grenzen hält, sind die vorinstallierten Store-Apps. Das Startmenü des Spectre X360 ist regelrecht zugemüllt mit Spielen und unnötigen Apps aus dem Windows-Store.

Fazit

Wie beim Vorgänger gibt es nicht viel Schlechtes zum HP Spectre X360 zu sagen. Es ist etwas schwerer, als vielleicht nötig, und die Bloatware aus dem Windows-Store ist klar zu viel. Der eher hohe Preis ist durch die Verarbeitung und das hochwertige Display durchaus verständlich. Ebendieses Display gehört, neben den vielen Anschlüssen und dem schicken Design, zu den grössten Highlights des X360.

  • HP Spectre X360 (15 Zoll)

    Positiv:
    Design, Verarbeitung, Display
    Negativ:
    Gewicht, Bloatware
    Details:
    15,6-Zoll-Display (3840 x 2160), Intel i5-6200U (2,3 GHz), 8 GB RAM, 256 GB SSD, Windows 10, 1.82 kg
    Strassenpreis:
    Fr. 1449.-
    Info:
    www.hp.com
    PCtipp-Bewertung:
    5 Sterne

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Tags: HP

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