Tests 12.08.2015, 07:57 Uhr

Jetzt wie aus dem Laserdrucker: der Kindle Paperwhite 3 im Test

Nachgeschärft: Die dritte Version des Kindle Paperwhite will mit verbesserter Auflösung und besserem Schriftsatz überzeugen. Reicht das, um einer Neuauflage gerecht zu werden?
Amazon hat seinen neuen Kindle Paperwhite in der dritten Auflage wie gewohnt ohne Namensänderung auf den Markt gebracht. Die Grundfunktionen unterscheiden sich so gut wie gar nicht vom Vorgängermodell. Aber es gibt auch eine wichtige Neuerung und eine erfreuliche Nachricht zum Preis: Das neue E-Ink-Display löst nun mit 300 Punkten pro Zoll (dpi) auf. Das entspricht ungefähr derselben Auflösung von bedrucktem Papier, das aus einem Laserdrucker kommt. Zum Preis: Dieser blieb bei einem Strassenpreis von Fr. 139.- gegenüber dem Vorgänger unverändert.

Deutlich heller

Rein äusserlich hat sich, abgesehen vom ausgegrauten Schriftlogo, nichts geändert. Das Plastikgehäuse ist wieder sehr griffig und kompakt, aber genauso anfällig für Butterfinger und Kratzer. Um lange Freude am elektronischen Amazon-Buch zu haben, spendiert man ihm besser von Anfang an ein Klapp-Etui für ca. 40 bis 50 Franken. Diese sind meistens bei den Onlinehändlern im Zubehör hinterlegt.
Links: der Kindle Paperwhite (2014), rechts: der Kindle Paperwhite (2015)
Quelle: nmgz
Wir haben das letztjährige Kindle-Modell hervorgekramt, um die beiden Geräte miteinander zu vergleichen. Bei deaktivierter Hintergrundbeleuchtung ist nicht auf Anhieb ein Unterschied zu erkennen. Ist jedoch die Beleuchtung eingeschaltet, liest es sich wegen der besseren Helligkeit jetzt wirklich wie in einem Buch. Bei deaktivierter Hintergrundbeleuchtung kommt man bei ununterbrochenem Betrieb bis zu fünf Tage über die Runden. Ist die Helligkeit ganz oben, muss Kindles neuer Reader schon nach wenigen Stunden wieder an die Micro-USB-Buchse. Im realen Alltagsszenario hält der Akku bei hoher Helligkeit und ausgeschaltetem WLAN (bei 30 bis 45 Minuten Lesen pro Tag) tatsächlich mehrere Wochen durch. Das war schon beim Vorgängermodell der Fall. Übrigens: Ein Kabel liegt bei, ein Netzteil muss man sich selber besorgen, wenn man z.B. kein passendes Smartphone-Netzteil hat.
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Autor(in) Simon Gröflin


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