Tests 12.12.2016, 08:42 Uhr

PCtipp Top 5: die besten Tablets

Android, iOS oder Windows? 7 Zoll oder 10 Zoll? Mobil oder kräftig? Unsere laufend aktualisierte Top-5-Liste verrät Ihnen, welches die derzeit besten Tablets sind. Ausserdem: Worauf Sie beim Tablet-Kauf achten sollten.
Tablets haben sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil in der Elektroniksammlung vieler Leute entwickelt. Ob als komfortables Surf-Instrument zu Hause auf der Couch oder als Lesegerät für unterwegs: Die Einsatzszenarien sind so vielfältig wie die Tablets selbst. Unsere Top-5-Liste versucht, alle Bedürfnisse zu berücksichtigen und soll fünf der derzeit besten Tablets quer durchs Band repräsentieren, sodass auch für Sie das richtige Gerät darunter ist.
Die Tabelle soll nicht primär als Vergleichsgrundlage zwischen den ausgewählten Tablets, sondern viel mehr als Orientierungshilfe bei der Suche nach dem richtigen Tablet dienen.

PCtipp Top 5: die besten Tablets

Rang
Modell
Strassenpreis
Betriebssystem

Display, Auflösung

Prozessor

Speicher, Gewicht
Bewertung
PCtipp-Kurzfazit
1
Apple iPad Pro
ab Fr. 1229.–
iOS
12,9" , 2732 x 2048
128 GB, 4 GB RAM, 720 g
zum Test
 
hohes Tempo, starke Hardware, gutes Display
2
Apple iPad Pro 9.7"
ab Fr. 599.–
2048 × 1536 Pixel, 12-Mpx-Kamera, ab 32 GB, optionales LTE-Modul
starkes, multifunktionales Tablet, das die Konkurrenz beschämt
3
Pixel C
ab Fr. 549.–
10,2-Zoll-Display (2560 x 1800), Nvidia Tegra X1, 3 GB RAM, 32/64 GB Speicher
zum Test
Top-Display und formschönes Design, Leistung auch stark
4
Huawei MediaPad M2 
ab Fr. 316.–
Android, 10,1 Zoll, 1920 x 1200 Pixel, 2 GB RAM, 16 GB Speicher (erweiterbar), 13-Mpx-Kamera, LTE, WLAN ac, 500g
 
tolles Preis-Leistungs-Verhältnis,  aus China
 
5
 
HP Pro Tablet 608 G1
 ab Fr. 429.–
 
Intel Atom x5-Z8500 (1,44 GHz), 2 GB RAM, 64 GB, Windows 10
zum Test
 
starker Akku, edel verarbeitet, Windows 10

Tipps für den Tablet-Kauf

Betriebssystem: Bevor Sie sich überhaupt mit technischen Daten und Ausstattungsmerkmalen auseinandersetzen, sollten Sie sich die Grundsatzfrage stellen: Welches Betriebssystem solls denn sein? Geräte mit Android und iOS sind in der Regel dünn, leicht und ausdauernd. Sie eignen sich somit ideal als handliche Begleiter für unterwegs oder zum bequemen Surfen im Web auf der Couch. Ihre Produktivität ist allerdings eingeschränkt. Zum Arbeiten eignen sich gewisse Tablets nur bedingt.
Die Unterschiede zwischen Android und iOS sind auf den ersten Blick nicht sehr gross, hinter den Kulissen allerdings schon. Bei Googles Android-Betriebssystem handelt es sich um quelloffene Software. Dadurch kann jeder Hersteller Android lizenzfrei nutzen und ganz nach seinen Wünschen anpassen. Daher ist die Vielfalt an Geräten nirgendwo grösser. Android-Tablets gibts in jeder Preisklasse und für alle Bedürfnisse.
Apples iOS ist quasi das pure Gegenteil. Nebst Apple (iPads) gibt es keine weiteren Hersteller. Die Auswahl an Geräten ist damit sehr beschränkt und die Preise sind Apple-typisch hoch. Dafür spielen Soft- und Hardware optimal zusammen. Das Betriebssystem lässt sich jedoch nur sehr schlecht individualisieren und die Apps müssen Apples strenge Auflagen erfüllen. Im Gegenzug gilt der App Store als äusserst sicher, während die Chance, sich in Googles Play Store einen digitalen Schädling einzufangen, ungleich grösser ist.
Abgesehen von diesen grundlegenden Unterschieden in der Philosophie von Apple und Google schenken sich die beiden Betriebssysteme aber wenig. Beide verfügen über eine enorme App-Vielfalt (weit über 1 Million Apps) sowie ein gigantisches Ökosystem. Dieses umfasst sowohl bei Android als auch bei iOS auch Musik, Filme und Bücher. Bei beiden ist auch die Cloud-Integration ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Über einen zentralen Account werden Informationen, App-Käufe, Einstellungen und mehr über das Internet synchronisiert und stehen dem Besitzer so auf jedem Gerät mit demselben Betriebssystem zur Verfügung.
Tablets mit Windows 10 sind im Prinzip vollwertige Computer. Microsoft hat sich von der eingeschränkten Tablet-Version Windows RT wieder verabschiedet. Diese bauen auf der x86-Systemarchitektur (Intel-Prozessoren) auf, was zwar mehr Leistung bedeutet, aber dafür Kompromisse bei Akkulaufzeit und Bauform mit sich bringt. Allerdings hat sich die neuste Generation von Tablets dieses Problems weitestgehend entledigt.
Im Windows Store stehen zudem über 150'000 Touchscreen-optimierte Apps bereit.
Vollwertige Windows-Tablets lassen sich nur schwer mit Android- oder iOS-Tablets vergleichen, weil sie deutlich mehr Funktionalität bieten, dafür in anderen Bereichen weniger gut abschneiden. Welches Betriebssystem Sie bevorzugen, hängt ganz von Ihren Anforderungen ab.
Auf der nächsten Seite: Formfaktor und Ausstattung

Formfaktor und Ausstattung

Formfaktor: Gleich nach dem Betriebssystem sollte die Frage nach dem Formfaktor gestellt werden, also, wie gross das Tablet sein soll. Gängig sind vor allem Tablets mit Bildschirmdiagonalen zwischen 7 Zoll (17,78 cm) und 10,1 Zoll (25,65 cm). Windows-Tablets sowie das iPad Pro sind oft noch etwas grösser (12 Zoll).
Während Tablets mit einer Grösse von bis zu ungefähr 8 Zoll in der Regel auch noch bequem mit einer Hand gehalten werden können, wird es darüber schwieriger, denn grösser bedeutet meist auch schwerer. Dafür bieten grössere Tablets natürlich mehr Platz auf dem Bildschirm – wägen Sie also ab, was Ihnen wichtiger ist.
Beachten Sie nebst der reinen Bilddiagonale auch das Seitenverhältnis. Dieses liegt bei fast allen Tablets bei 16:9 oder 16:10. Eine Ausnahme sind Apples iPads, die ein Seitenverhältnis von 4:3 haben, also im Verhältnis breiter sind. Das bringt Vorteile beim Betrachten von Webseiten, aber Nachteile beim Filme schauen, da diese im 16:9-Format vorliegen. Tipp: Das Seitenverhältnis können Sie ganz einfach aus der Bildschirmauflösung ableiten.
Ausstattung: Zu den wichtigsten Kennzahlen eines Tablets gehören die Bildschirmauflösung (betrachten Sie diese auch in Relation zur Bildschirmgrösse), der Prozessor sowie die Speichergrösse. Bei aktuellen Tablets der Oberklasse beträgt die Auflösung meist Full HD (1920 x 1080) oder höher. Darunter müssen Sie Einbussen bei der Bildschärfe in Kauf nehmen.
Was den Prozessor betrifft, werden heute fast ausschliesslich Zweikern- und Vierkernprozessoren verbaut. Der Arbeitsspeicher beträgt meist zwischen 2 und 4 GB. Der Nutzspeicher beträgt heute gerade bei Android-Tablets häufig zwischen 32 GB und 256 GB. Zum Teil zahlen Sie für mehr Speicher ordentlich drauf. Fragen Sie sich deshalb, wie viel Speicher Sie wirklich brauchen. Vieles (z.B. Musik oder Fotos) lässt sich ja heute bei Google, Microsoft oder Apple komfortabel in die Cloud auslagern, ohne dadurch wertvollen Speicherplatz auf den Geräten zu beanspruchen. Android-Tablets lassen sich zudem häufig mit (relativ günstigen) microSD-Speicherkarten erweitern.
Viele Geräte erhalten Sie optional mit Mobilfunkmodem. Auch dafür zahlen Sie aber zünftig drauf. Wenn Sie Ihr Tablet nur zu Hause nutzen wollen, können Sie gerne auf Mobilfunk verzichten. 
Kameras gehören bei Tablets zum Standard, insbesondere eine Frontkamera für Videotelefonie finden Sie bei so gut wie jedem Tablet. Auch auf rückseitige Kameras verzichten die wenigsten Tablets, diese sind allerdings meist von eher bescheidener Qualität.
Weitere Ausstattungsmerkmale sind die Nahfunktechnologie NFC, die meist zum einfachen Verbinden von Zubehör zum Einsatz kommt, oder Bluetooth. WLAN hat jedes Tablet, in der Regel AC-Standard. 



Kommentare
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Hannes Weber
13.08.2014
Hallo Richy0 Das Surface Pro 3 kommt erst Ende August in den Handel. Ausserdem handelt es sich dabei um die Pro-Variante mit Windows 8 Pro. Ein Nachfolger für das Surface 2 (mit Windows RT) ist noch nicht in Sicht...

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Masche
17.08.2014
Wenn Sie Ihr Tablet nur zuhause nutzen wollen, können Sie gerne auf Mobilfunk verzichten. Sorry, aber ein Tablet ist doch gerade dafür prädestiniert, dass man es nicht nur von zuhause benutzen kann. Deshalb ist für mich ein Mobilfunkmodem ein absolutes Muss, solange es nicht flächendeckend WLAN gibt. Der Aufpreis ("Auch dafür zahlen Sie aber zünftig drauf"), den man dafür bezahlt, ist aber nicht nur ein Ärgernis, sondern auch eine bodenlose Frechheit. Das sollte sich mal der Preisüberwacher anschauen.

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Richy0
04.11.2014
Ich nutze privat ein ipad und beruflich ein Surface pro 3. Ich habe zuvor versucht, das Ipad für meine beruflichen Zwecke zu verwenden - leider ohne wirklichen Erfolg. Das Surface pro 3 ist im Zusammenspiel mit OneNote, der Stifteingabe inkl. der hervorragenden Handschrifterkennung um Längen geeigneter gemäss meiner Praxiserfahrung von nun gut 2 Monaten.

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Pacman0
07.11.2014
super Artikel ! Da haben Sie im Tablet Dschungel alles einfach und trotzdem ausführlich erklärt. Danke!

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Groovy
09.11.2014
Windows RT ist tot, lang lebe Windows 8.1 Seit ich ein Surface 3 Pro habe, liegt mein iPad in der Ecke. Noch nie hab ich ein so vielseitiges Gerät besessen. Arbeit, Gamen, alles ist mit diesem fantastischen Teil möglich.