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Lesedauer 4 Min.

Test: Xbox-Lenkrad Thrustmaster Ferrari 458 Spider Racing

Sieht cool aus, fährt es sich aber auch so? Peripherie-Spezialist Thrustmaster bietet mit dem Lenkrad Ferrari 458 Spider Racing einen äusserst günstigen Einstieg für ein XBox-One-Lenkrad. Der Test verrät die Qualitäten.

Xbox-One-Lenkrad: Thrustmaster Ferrari 458 Spider Racing

© (Quelle: Thrustmaster)

Wer bremst, verliert: Mit dem Ferrari 458 Spider Racing bietet Peripherie-Spezialist Thrustmaster ein Lenkrad für die Spielekonsole Xbox One an. Eines vorweg: Zwar lässt sich das Lenkrad per USB-Port an einem PC anschliessen, allerdings gibt hierfür schlicht keine Treiberunterstützung. Zudem rät der Hersteller von einer Nutzung ab, da je nach Spiel keine oder nur wenige Funktionen unterstützt werden.

Zurück zum Test: Neben dem ansprechenden Design ist auch der Preis ein Pluspunkt: Denn für gerade mal 119 Franken wechselt das Lenkrad seinen Besitzer. Für den Preis bekommen Käufer ein, wie bereits erwähnt, rassiges Lenkrad in den typischen Ferrari-Farben Schwarz-Rot.

Das Lenkrad ist dabei mit einem gummierten Griff überzogen, was einen guten Eindruck beim Spielen hinterlässt. In der Verpackung befindet sich ausserdem ein Arretierungsbügel, der mit dem Lenkrad verbunden und einem Tisch verschraubt wird und seinen festen Halt bekommt. Ergänzt wird die Ausstattung mit dem Pedalsystem, das über eine breite Fussstütze verfügt. Zur Installation: Das Fusspedal wird mit dem Vorbau des Lenkrads verbunden, im Anschluss das Lenkrad per USB-Kabel an der Spielekonsole angeschlossen. Fertig. Den kompletten Aufbau konnten wir erfolgreich innert 5 Minuten absolvieren, und auch Einsteiger dürfte er vor keine allzu grossen Probleme stellen. Allerdings, auch das sei erwähnt, fällt das Handbuch etwas mickrig aus. Das Lenkrad selbst besteht aus zwei sequenziellen Schaltwippen (Ferrari-GT-Stil) aus Metall zum Hoch- und Runterschalten für Rennen. Daneben sind insgesamt neun Actionbuttons, zwei Positions-Manettino-Wahlschalter (ermöglicht die direkte Änderung der Spiel-Einstellungen während des Rennens) und ein Engine-Start-D-Pad am Lenkrad vorhanden. Bei den Pedalen lässt sich zudem die Neigung einstellen.

Test mit Forza 7 Motorsport

Nachdem das Spiel auf der Xbox One installiert ist, kann es gestartet werden. Wichtig: Falls nach dem Anstecken des Lenkrades an die Konsole eine Fehlermeldung über ein unbekanntes Gerät erscheint, müssen Sie Ihre Konsole mittels eines Updates auf den neusten Stand bringen. Erledigt? Dann kann es losgehen.

Thrustmaster Ferrari 458 Spider Racing: edles Ferrari-Rot: griffiges Lenkrad

© Quelle: Thrustmaster

Das Lenkrad war im Test sofort einsetzbar. Wer allerdings statt der Grundsteuerung die Lenkrad-Buttons mit eigenen Kommandos belegen will, kann dies im entsprechenden Spielemenü erledigen. So lässt sich etwa unter dem Menüpunkt «Fahrhilfe» von standardseitig «Automatisch» auf «Handschaltung» wechseln, um die Gänge mit dem Schaltwippen einzustellen. Unterm Strich steigert nur das auch das authentische Fahrgefühl. Tipp: Der gleichzeitigen Nutzung des Xbox-One-Controllers und Lenkrads steht nichts im Wege. Wichtig ist nur: Startet man seine Konsole und das Spiel mit dem Xbox-Controller, sollte man diesen auch wieder ausschalten, bevor man mit dem Lenkrad das Spiel startet. Sonst kann es unter Umständen zu kleineren Kompatibilitätsproblemen bei der Steuerung kommen. Einschalten lässt sich das Lenkrad übrigens ganz  einfach mit dem Xbox-Button, der dann nach dem Betätigen dauerhaft weiss leuchtet.

Gutes mit Optimierungspotenzial und Fazit

Die Force-Feedback-Funktion unterstützt das Lenkrad leider nicht, das hätte aber wohl dann auch den Preis deutlich nach oben getrieben. Was uns bei den Pedalen anfangs etwas Probleme bereitete, war zudem die Aufhängung. Hier hätten wir einen etwas härteren Druckpunkt gewünscht.

Thrustmaster Ferrari 458 Spider Racing:  mit beiden Schaltwippen sicher durch die Kurve

© Quelle: Thrustmaster

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase stellt dies, ums wieder geradezurücken, kein Problem mehr dar. Die Aussteuerung des Lenkrads funktionierte tadellos, bei der maximalen Aussteuerung hätten wir uns auf jeder Seite allerdings gerne 10 Grad mehr gewünscht. Gerade in scharfen Kurven würde dies der noch realitätsnahen Fahrweise entgegenkommen.

Fazit: Das Lenkrad Ferrari 458 Spider Racing des Herstellers Thrustmaster ist gerade auch wegen des günstigen Preises eine gute Investition. Design, Bedienung und Verarbeitung sind unterm Strich prima austariert.

Testergebnis

Pros + Cons

  • einfacher Aufbau
  • Preis
  • Griffigkeit des Lenkrads
  • Design
  • Stabilität
  • Pedale etwas leichtgängig
  • knappe Aussteuerung des Lenkrads
  • kein Kopfhöreranschluss
  • Handbuch

Details:  Lenkrad für Xbox One, Arretierung für den Tisch, diverse Steuerungsknöpfe, Pedal, Anschluss via USB, zwei Jahre Garantie

Preis:  Fr. 119.-

Infos: 
Anmerkung zur Note: 1 = unbrauchbar; 1,5 = sehr schlecht; 2 = schlecht; 2,5 ungenügend; 3 = genügend; 3,5 ordentlich; 4 = gut; 4,5 = sehr gut; 5 = ausgezeichnet

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