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Benchmarks: Was taugen Tests, was bedeuten die Werte?

Benchmarks sind ein Standardwerkzeug für PC-Tester. Sie messen, wie schnell Prozessoren und andere Komponenten sind. Doch was taugen die Prüfwerkzeuge wirklich?

von Luca Diggelmann 26.04.2018

Wenn wir im Kontext der PCtipp-Tests von Benchmarks sprechen, meinen wir meistens Software, welche die Leistung eines PCs oder Smartphones messen und einordnen soll. Besonders üblich sind Programme, die Prozessor (CPU) oder Grafikprozessor (GPU) mit speziellen Tests belasten und in ein Punktesystem einordnen. Über dieses Punktesystem können verschiedene Geräte miteinander verglichen werden. Dabei gibt es drei Hauptkategorien von Benchmarks: CPU-Leistungstest, GPU-Leistungstest und Arbeitssimulation. Die Benchmark-Tools, die der PCtipp hauptsächlich nutzt, sind Cinebench, PCMark, AnTuTu und Geekbench.

CPU-Leistungstest

Bei einem CPU-Leistungstest wird der Hauptprozessor des Rechners mit spezifischen Aufgaben belastet. Die Benchmarking-Software gibt der CPU Aufträge wie das Encodieren eines Videos oder komplexe mathematische Aufgaben. Anhand der Zeit, die der Prozessor dafür benötigt, bewertet die Software die Leistung. Die meisten CPU-Benchmarks finden auf einer theoretischen Ebene statt und ignorieren Dinge wie grafische Nutzeroberflächen. Würden wir das mit einem Läufer vergleichen, würde ein Benchmark die Muskelmasse und ein anderer die Körpermasse des Läufers ausmessen und daraus berechnen, wie schnell die Person 100 Meter laufen kann.

GPU-Leistungstest

Bild 1: Grafik-Benchmarks sollten aktuell sein, sonst ergeben sie wenig Sinn Bild 1: Grafik-Benchmarks sollten aktuell sein, sonst ergeben sie wenig Sinn Zoom© Cinebench

Der GPU-Leistungstest ist ein klassisches Werkzeug unter Gamern. Der Benchmark spielt eine meist dreidimensionale Szene ab, in der diverse 3D-Berechnungen von der Grafikkarte (GPU) durchgeführt werden müssen. Üblicherweise beinhaltet der Test so viele aktuelle 3D-Techniken wie möglich, um ein breites Bild über die Leistungsfähigkeit des Grafikprozessors zu erhalten, Bild 1. Anders als beim CPU-Test ist die visuelle Komponente beim GPU-Test zentral. Somit können Sie als Nutzer die 3D-Szene mitverfolgen und etwaige Ruckler live nachvollziehen. Ausser dedizierter Benchmarking-Software gibt es in diesem Bereich auch diverse Games, die einen Benchmark-Modus anbieten. Dieser soll vor allem Spielern helfen, die richtigen Einstellungen für eine optimale Performance zu finden.

Arbeitssimulation

Die dritte Variante ist eine Arbeitssimulation. Dabei simuliert eine Benchmarking-Software übliche Arbeitsschritte, wie sie in einem Büro stattfinden könnten. Beispielsweise öffnet die Benchmark-Software eine E-Mail, danach ein Browserfenster mit einem Video, bearbeitet kurz ein Foto und verarbeitet zuletzt einen Anruf über eine Telefonie-Software. Die Tests sind zwar an die Realität angelehnt, finden aber dennoch in einem künstlichen Rahmen statt. Für die Bildbearbeitung wird beispielsweise nur die theoretische Rechenleistung zur Bearbeitung berechnet, nicht aber die Anforderungen an eine Software wie Photoshop.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Wann lohnen sich Tests? und Fazit

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    Kommentare

    • Fundi 26.04.2018, 16.26 Uhr

      Sie schreiben: "am Ende geht nichts über einen Praxistest". Also wenn Sie ein neues Gerät kaufen wollen, lesen sie den PC-Tipp? Oder sie gehen in einen Laden und holen sich 10 Geräte ab um zu Hause einen Praxistest zu machen? Wohl kaum. Ich habe da einen anderen Vorschlag. Sie suchen sich auf den einschlägigen Notebook Shops ein Ihnen passendes Gerät aus und schauen bei httpswww.notebookchekcom nach ob es schon getestet wurde und was es tatsächlich her gibt. Dann wissen Sie aber einiges mehr als[...]

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