Der grosse Streaming-Guide

Welche Streaming-Anbieter gibt es in der Schweiz? Was zeigen sie, was kosten sie, wie stehts um Bild- und Soundqualität? Und was ist eigentlich VoD? Wir erklärens.

von Florian Bodoky 09.05.2019

Das traditionelle Fernsehen kommt immer mehr unter Druck: Nebst Netflix drängen Amazon, Sky und schon bald Apple und Disney ins Geschäft mit Videostreaming. Auch im Sportbereich verdrängen die Streaminganbieter die etablierten Fernsehstationen. Zeit also, die aktuellen Anbieter miteinander zu vergleichen. Wo gibts das grösste Angebot zum besten Preis? Und wo überzeugt die Bildqualität?

Serien und Filme

Starten wir mit den traditionellen Diensten fürs Streaming von Serien und Filmen. Diese ermöglichen es, eine Vielzahl bekannter Serien und Filme, aber auch Eigenproduktionen, am Fernseher, auf Spielkonsolen, unterwegs auf dem Smartphone und auf vielen weiteren Geräten anzuschauen.

Netflix

Bild 1: Netflix bietet in der Schweiz eine riesige Auswahl Bild 1: Netflix bietet in der Schweiz eine riesige Auswahl Zoom© PCtipp

Netflix war der Vorreiter des Videostreamings in der Schweiz und zählt bereits rund 1,5 Millionen Nutzer hierzulande. Ende 2018 umfasste die Bibliothek von Netflix Schweiz 5600 Titel, bestehend aus 4085 Filmen und 1515 Serien. Damit ist die Auswahl die zweitgrösste weltweit – nach den USA. Netflix hat nicht nur mehr Titel als jeder andere Pauschalanbieter in der Schweiz, auch haben sie die meisten und erfolgreichsten Eigenproduktionen, Bild 1. Nebst Filmen und Serien wie «Santa Clarita Diet» oder «Stranger Things» gibt es auch selbstgemachte Dokumentationen wie die Reality-Dokus über den Massenmörder Ted Bundy oder das Verschwinden des britischen Mädchens Maddy McCann sowie geschichtliche Dokumentationen, zum Beispiel über das Römische Reich. Ausserdem verfügt Netflix über eine Kindersektion, in der hunderte Serien und Filmen speziell für die jüngeren Zuschauer bereitstehen. Netflix bietet auch einige interaktive Filme und Serien an, wie zum Beispiel «Bandersnatch», in denen die Zuschauer eingreifen und die Handlung steuern können. Bei Netflix ist es möglich, gewisse Inhalte innerhalb des Portals herunterzuladen und auch ohne Internetverbindung anzusehen –dies ist besonders im Flugzeug oder in den Ferien im Ausland nützlich, wo der Datenverbrauch des mobilen Endgerätes meist begrenzt ist. Die Fernseher bekannter Hersteller (Samsung, Sony, LG, Philips etc.) verfügen in der Regel über eine Netflix-App. Auch mobile Betriebssysteme wie Android oder iOS haben diese. Zudem sind die Inhalte problemlos über die Weboberfläche von Netflix (netflix.ch) abspielbar – meist in verschiedenen Sprachen oder mit Untertitel.

Abomodelle

Bei Netflix gibt es nur die monatliche Pauschale für den ganzen Katalog. Die Basisversion für ein Endgerät und Standardauflösung kostet monatlich Fr. 11.90. Die Standardversion bietet den Inhalt in HD und ist auf zwei Geräten gleichzeitig verfügbar – für Fr. 16.90. Für Fr. 21.90 gibts das Premium-Abo, das nebst vier gleichzeitig erlaubten Geräten exklusiv UHD-Inhalte (also 4K) anbietet. Wie die meisten Streaming-Abos ist Netflix jeweils auf Ende Monat kündbar.

Bild/Sound

Netflix bietet seine Inhalte teilweise auch in 4K-Auflösung (also 4096×2160 Pixel) an und unterstützt die Streaming-Formate Dolby Vision und HDR10. Ebenfalls verfügbar ist Dolby Atmos. Dafür benötigen Sie ein Netflix Premium-Abonnement und natürlich die entsprechende Hardware sowie genügend Bandbreite (mind. 25 Mbit/s).

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Sky Show, Amazon Prime und YouTube Premium

Sky Show

Bild 2: Sky Show bietet hierzulande auch
die beliebten HBO-Serien wie «Game of
Thrones» an Bild 2: Sky Show bietet hierzulande auch die beliebten HBO-Serien wie «Game of Thrones» an Zoom© PCtipp

Sky Show ist der Streaming-Ableger des britischen TV-Giganten Sky, der vor allem im Sportbereich dominant ist, Bild 2. Der Anbieter rühmt sich damit, bei Filmen die kürzeste Wartezeit zwischen Kinostart und Verfügbarkeit fürs Streaming anzubieten. Nach dem Launch 2018 ist das Angebot an Filmen und Serien tatsächlich explodiert und kann auch mit den Grossen der Streamingbranche mithalten. Sky produziert ebenfalls eigene Serien, wenn auch (noch) nicht im Umfang von Netflix. Zu den bekannteren zählen «Gomorrha» oder «Britannia». Zusätzlich wurde der Dienst Hollystar.ch aufgekauft und dessen Inhalt ebenfalls bei Sky Show integriert. Anders als bei anderen Anbietern gibt es für Abonnenten auch einige exklusive Fernsehsender, wie Sky Atlantic, Fox oder National Geographic, die über die Streaming-Plattform verfügbar sind. Als besonderes Goodie ist (aktuell noch kostenlos zum normalen Streaming-Abo) der Dienst Sky Cinema für begrenzte Zeit dabei, der stets ganz aktuelle, erst kürzlich gelaufene Kino-Blockbuster zeigt, wie etwa Dead Pool 2 oder Skyscraper. Sky Show hat sich hierzulande zudem die Exklusivrechte für HBO- und Showtime-Produktionen gesichert. Sky-Kunden kommen somit in den Genuss von Serien wie «Californication» oder den Knaller «Game of Thrones». Auch eine kleine Kindersektion bietet der Dienst.

Abomodelle

Bei Sky Show gibt es derzeit nur ein Preismodell: Für Fr. 14.90 monatlich erhalten Sie Zugang zur ganzen Bibliothek. Das SkyCinema-Paket gibt es für 12 Monate kostenlos dazu, anschliessend schlägt es (derzeit) mit 10 Franken monatlich zu Buche. Die Inhalte können auf jedem smarten Endgerät (maximal 2 gleichzeitig) über das Webportal oder die App konsumiert werden, also Smart-TV, Smartphone oder Tablet. Auch via Website lassen sich die Inhalte schauen (sky.ch). Wie die meisten anderen Anbieter ist Sky Show auf Ende des laufenden Monats kündbar.

Bild / Sound

Aktuell bietet Sky Show seine Inhalte «nur» in Full HD an. Sie sind in der Regel auf Deutsch und Englisch (plus Untertitel in beiden Sprachen) verfügbar. Auf Sound-Luxus wie Dolby Atmos wartet man in der Schweiz ebenfalls noch.

Amazon Prime

Bild 3: Amazon Prime besticht mit seinem
günstigen Preis Bild 3: Amazon Prime besticht mit seinem günstigen Preis Zoom© PCtipp

Der Onlinehändler Amazon bietet ebenfalls einen eigenen Streamingdienst an. In der Schweiz sind die US-Amerikaner seit Ende 2017 aktiv, Bild 3. Zunächst waren sie noch zaghaft, mit einem eher kleinen Sortiment an Filmen und Serien und zu einem lächerlichen Preis von umgerechnet ca. Fr. 3.50 monatlich. Amazon hat aber sein Angebot kontinuierlich ausgebaut: Nebst Eigenproduktionen unter dem Label «Prime Original» wie etwa «High Man in the Castle» hat Amazon zahlreiche grosse Namen im Film- und Serienbereich in petto, wie beispielsweise «Der Pate», «Hawaii Five-O» oder «Two and a half Men». Zudem bietet Amazon eine grosse Kindersektion. Mit Netflix kann der Dienst hierzulande aber noch lange nicht mithalten. Bei den Eigenproduktionen offeriert Amazon eine grosse Auswahl an Wiedergabesprachen und Untertitelsprachen an. Bei den eingekauften Serien sind zumeist die Original- und die Landessprache verfügbar. Die Funktion «X-Ray» bietet für gewisse Inhalte Hintergrundinfos zur Serie und den Schauspielern an. Ebenfalls können gewisse Filme und Serien heruntergeladen und offline angesehen werden, jedoch nicht alle. Nach einer gewissen Zeit löschen sich die heruntergeladenen Filme von selbst wieder.

Abomodelle

Nach einer 30-tägigen, kostenlosen Probezeit bezahlen Sie in den ersten 6 Monaten lediglich 2.99 Euro, also etwa Fr. 3.50. Danach kostet Prime Video 5.99 Euro also ungefähr Fr. 7.10 monatlich. Dies ist bei weitem das günstigste Angebot. Dafür können zwei Geräte gleichzeitig auf den Inhalt zugreifen. Prime-Inhalte lassen sich auf allen smarten Geräten (inklusive Amazons eigene Produkte wie die Fire Tablets etc.) anschauen oder per Webbrowser (amazon.de). Per Klick kann man die Mitgliedschaft ohne Kündigungsfrist beenden.

Bild / Sound

Amazon bietet gewisse Inhalte in UHD an. Jedoch nur auf 4K-Fernsehern von Sony, Samsung und LG, die nach 2015 produziert worden sind. Dafür gibt es eine eigene UHD-Kategorie, die man in der Suchfunktion findet, sodass man gleich auf den ersten Blick sehen kann, welche Inhalte unterstützt werden. Auch HDR (10+) und Dolby Vision werden auf diesen Geräten unterstützt.

YouTube Premium

Bild 4: YouTube Premium setzt auf ein verbessertes YouTube-Erlebnis Bild 4: YouTube Premium setzt auf ein verbessertes YouTube-Erlebnis Zoom© PCtipp

YouTube Premium ist der jüngste der vorgestellten Streaming-Dienste, Bild 4. Erst im Mai 2018 wurde er vorgestellt, seit November 2018 ist er in der Schweiz verfügbar. Der Google-Dienst verfolgt ein etwas anderes Modell als Netflix & Co. und steht natürlich in Verbindung mit der umfangreichen Bibliothek von YouTube. Zwar bietet YouTube Premium auch Eigenproduzierte Serien und Filme an, aber die Anzahl ist noch sehr überschaubar. Sie umfasst einige Dutzend Serie und Filme in der Schweiz – verfügbar sind diese ausserdem nur auf Englisch, Untertitel sind jedoch in dutzenden Sprachen wählbar. Dafür erhalten die Nutzer mit YouTube Premium noch andere Dienste, so zum Bespiel YouTube Music sowie Google Play Music. Die beiden Musikdienste funktionieren wie Spotify oder Apple Music, mit dem Unterschied, dass man bei Google Play Music auch eigene Musikdateien hochladen und danach Streamen kann. Die Google-Musikbibliothek ist noch nicht ganz so gross wie bei Spotify, aber doch schon sehr stattlich. Das Weitern ist es YouTube-Premium-Kunden möglich, Musik und Videos innerhalb der App herunterzuladen (30 Tage speicherbar) und offline zu geniessen, und zwar werbefrei. Ein kleines Schmankerl: Sämtliche YouTube-Inhalte können weiterhin gesehen und/oder gehört werden, wenn die App selbst geschlossen oder gar das Display gesperrt ist. Dazu gibts auch noch YouTube Kids mit Inhalten für Kinder sowie YouTube Gaming, wo es E-Sport-Übertragungen zu sehen gibt und man eigene Livestreams starten kann.

Abomodelle

Nach einer 4-monatigen, kostenlosen Testphase schlägt YouTube Premium mit Fr. 15.90 zu Buche. Für 8 Franken zusätzlich, also Fr. 23.90, kann man bis zu 5 weitere Google-Accounts zu einem YouTube-Premium Account hinzufügen und gleichzeitig benutzen. Allerdings setzt dies voraus, dass die Inhaber aller Accounts im selben Haushalt wohnen, da es sich um ein Familien-Abo handelt. Ebenfalls gibts einen Studententarif, allerdings noch nicht für die Schweiz. YouTube Premium ist über die normale YouTube-App verfügbar, also auf jedem Endgerät, egal ob TV, Tablet, Smartphone etc. Zudem gibtes für Google Play Music und bald auch für YouTube Gaming eigene Apps für Androidund iOS. Auch via Browser (youtube.ch), lässt sich YouTube Premium nutzen.

Bild / Sound

Die Eigenkreationen, YouTube Originals, sind alle in 4K-Auflösung verfügbar, die restlichen Inhalte je nach Uploadqualität.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Sport

Sport

Das Streaming von Sportanlässen ist ein Spezialfall. Während beim Serienstreaming eher selten wegen einer ganz konkreten Serie ein Anbieter einem anderen vorgezogen wird, ist es beim Sport so, dass ein Anbieter die exklusiven Ausstrahlungsrechte einer bestimmten Sportart oder einer Liga hat. Ist man ein Anhänger von Sebastian Vettel, schaut man nicht einfach Motorradrennen, weil Anbieter A keine Formel 1-Rechte hat, sondern man wechselt den Anbieter. Darum ist hier ein Kampf um Ausstrahlungsrechte entstanden, vor allem rund um Fussball. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die einzigen beiden Anbieter, deren Inhalte man provider- und geräteunabhängig konsumieren kann.

DAZN

Bild 5: DAZN hat die beliebte englische Premier League an Sky Sports verloren Bild 5: DAZN hat die beliebte englische Premier League an Sky Sports verloren Zoom© PCtipp

DAZN (ausgesprochen Da Zone) ist ein britisches Streamingportal, das sich der Ausstrahlung von Sport verschrieben hat, Bild 5. Seit 2017 in der Schweiz aktiv, war DAZN das erste komplett geräte- und providerunabhägngige Sport-Streamingportal. Nebst Live-Sport (mit eigenen Kommentatoren) bietet DAZN auch eine umfangreiche Auswahl an Sportdokus und regelmässige Sendungen an, die entweder Hintergründe von Sportlern, Vereinen oder Veranstaltungen beleuchten oder Spiele in moderierten und kommentierten Zusammenfassungen wiedergeben.

In Sachen Live-Sport bietet DAZN Fussball, Basketball (NBA), Tennis, Rugby, Darts, Baseball (MLB), MMA, Boxen, American Football (NFL), Beachvolleyball, Motor-sport, Feldhockey und diverse Extremsportarten an. Gerade im Fussball hat DAZN noch bis Sommer die Übertragungsrechte für die beliebte englische Premier League, welche danach aber auf Sky Sports gezeigt wird. Nachdem auch die deutsche Bundesliga, die Schweizer Super League, die italienische Liga sowie Champions- und Europa League von anderen Anbietern ausgestrahlt werden, bleibt die spanische Primera Division das grosse Fussball-Zugpferd dieses Anbieters. Weitere, hierzulande weniger bedeutsame Ligen, sind bei DAZN aber immer noch zu sehen, etwa die Superligen aus Dänemark oder die australische A-League, Bild 5.

Abomodelle

Nach einem kostenlosen Probemonat kostet das Abo Fr. 12.90 pro Monat (zwei Geräte maximum). DAZN gibts als App auf gängigen Smartphones und TVs sowie als Website (watch.dazn.com).

Bild/Sound

DAZN überträgt ihre Inhalte maximal in Full HD und mit 5.1-Surround-Qualität.

Sky Sport

Sky Sports hat viele Rechte Sky Sports hat viele Rechte Zoom© PCtipp

Sky Sport gehört zum britischen Bezahlfernsehsender Sky, Bild 6. Der Anbieter ist seit Sommer 2017 in der Schweiz und hat sich hierzulande einige spannende Übertragungsrechte gesichert. Ausser Fussball und Eishockey bietet Sky Sport Basketball, Tennis, Handball, Golf, Boxen, Motosport, Radsport und Reiten. Publikumswirksame Zugpferde im Fussball sind die Deutsche Bundesliga (1. und 2.), die Französische Ligue 1 und die Portugiesische Liga NOS. Ab kommendem Sommer gehören Sky auch die Ausstrahlungsrechte der englischen Premier League. Daneben gibts etwa noch ein halbes Dutzend andere Ligen wie die niederländische, die russische oder die argentinische Liga, des Weiteren die südamerikansiche Champions League etc.

Ebenfalls werden jede Woche zwei ausgewählte Topspiele der US-amerikanischen National Hockey League und der KHL gezeigt, ebenso Formel-1-Rennen und Spiele der NBA. Kürzlich ist Sky eine Kooperation mit MySports (UPC ) eingegangen, sodass nun auch deren Sportevents, zum Beispiel die Schweizer National League (Eishockey), mit einem Zusatzpaket (derzeit noch kostenlos) zu empfangen sind. Kostenlos bieten die Briten darüber hinaus den Sender Sky Sport News an.

Abomodelle

Sky Sport kennt zwei Modelle, sogenannte Pässe. Entweder einen Tagespass, beispielsweise um einen bestimmten Anlass zu verfolgen (kostet Fr. 9.90) oder aber einen Monatspass für Fr. 19.90, der aktuell noch das «MySports Go»-Paket von UPC ohne Zusatzkosten umfasst. Sky meldet, dass sich dieser Preis für bisherige Kunden auch später nicht ändern wird. Sky verfügt über eine App auf Fernsehern gängiger Hersteller sowie für Android und iOS. Auch AirPlay, Playstation 4 und Chromecast werden unterstützt. Darüber hinaus gibt es eine Weboberfläche (sky.ch), die mit allen Browsern erreichbar ist.

Bild/Sound

Sky Sport strahlt gewisse Sendungen in UHD aus, die mit der entsprechenden Infrastruktur (4K-Fernseher, Breitbandinternet) empfangen werden kann. UHD-Sendungen werden jeweils dementsprechend markiert. In der Regel werden die Inhalte auf Deutsch gezeigt. Es gibt aber Ausnahmen wie das Tessiner Hockey-Derby, dass nur auf Italienisch verfügbar ist.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Video on Demand

Video on Demand

Bei Video on Demand (kurz VoD) handelt es sich um ein anderes Streaming-Modell: Man bezahlt keine monatliche Pauschale, sondern einen kleinen Betrag für einen bestimmten Film oder eine Serie. Das System funktioniert also wie die altbekannte Videothek, nur digital. Dabei sind zwei Modelle gängig: Man bezahlt den Betrag und kann sich den Inhalt innerhalb eines bestimmten Zeitraums so oft Anschauen wie man möchte oder es gibt nur eine einzige Ausstrahlung – dafür ist der Inhalt über einen längeren Zeitraum verfügbar (meist einen Monat). Er wird erst wieder gesperrt, wenn der Inhalt auch effektiv abgespielt wurde. Der Vorteil bei Video on Demand ist, dass man wirklich keinerlei Verpflichtungen eingeht – registrieren, kaufen, Ende. Bei regelmässigem Filmkonsum ist eine Pauschale aber meist günstiger.

Google Play

Für die Miete von Inhalten werden je nach Qualität (HD oder nicht HD) und nach Aktualität unterschiedlich hohe Beträge fällig (ab Fr. 3.50). Zur Miete ist lediglich ein Google Konto erforderlich. Die direkte Internetadresse lautet play.google.com.

Apple iTunes

Hier beträgt die Leihgebühr meist Fr. 4.50. Einige Inhalte gibt es auch nur zu kaufen. Für Leihe und Kauf wird die Software iTunes benötigt (Download: apple.ch).

Sky Store

Sky Store ist das VoD-Pendant zu Sky Show. Die Inhalte sind vergleichbar, ziemlich aktuell, aber tendenziell eher teuer (Neuerscheinungen gibts ab Fr. 7.50). Die Internetadresse für den Kauf: sky.ch.

ExLibris

Der Schweizer Shop funktioniert gleich wie seine internationalen Pendants und bewegt sich preislich im oberen Durchschnitt. Dafür hat Ex Libris aber auch viele UHD Inhalte (exlibris.ch).

Zusatztipp

Kürzlich wurde bekannt, dass die beiden «Big Player» Apple und Disney jeweils einen Streaming-Dienst lancieren. Für Apple TV Plus konnten schon zahlreiche grosse Namen wie Steven Spielberg oder Reese Witherspoon gewonnen werden. Der Dienst soll im Herbst in der Schweiz verfügbar sein. Der Preis in den USA beträgt 16 US-Dollar pro Monat. Mehr über Preise und Inhalte ist derzeit noch nicht bekannt. Disney+ wird natürlich mit seinen unzähligen Filmen und mit den Inhaberrechten der Star-Wars-Franchise punkten können. Wenn Disney – und davon darf man ausgehen – anderen Anbietern die Ausstrahlungsrechte entziehen wird, kann das ebenfalls ein Grund für einen Wechsel sein. Der Preis wird sehr günstig sein, in den USA soll er 6.99 US-Dollar betragen.

Tags: Streaming
Seite 1 von 4
       
       

Kommentare

  • foeldes 09.05.2019, 15.46 Uhr

    Wichtig zu erwähnen, dass bei Amazon (zumindest bei derjenigen Serie welche ich schauen wollte) die UHD-Version nicht nur mühsam als eigene Serie gesucht werden musste, sondern dann erst noch ausschliesslich in der synchronisierten deutschen Version geschaut werden konnte. Für mich absolut unbrauchbar.

  • miguru 09.05.2019, 16.07 Uhr

    Für die Cinephilen: www.cinefile.ch nicht vergessen ...

  • karnickel 11.05.2019, 08.45 Uhr

    Wollte man die inländischen Anbieter noch ein bisschen stärker in den Vergleich einbeziehen, könnte man natürlich auch jene mit dazunehmen, die nebst dem seriellen TV auch VoD-Dienste mitverkaufen. Das wären dann wohl die Kommunikationsanbieter, die meist über DSL noch Bewegtbilder über Zweidraht im Haus zur Verfügung stellen und die Koaxkabel-Betreiber, die ja vom TV her kommen.

weitere Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.