Apple 15.12.2020, 08:15 Uhr

Höhere Datenschutz-Anforderungen für iOS-Apps

Die Anbieter von iOS-Apps müssen den Anwenderinnen und Anwendern künftig genauer darlegen, wie sie deren Daten verwenden wollen. Dies hat Apple entschieden.
App-Hersteller müssen genauer erklären, welche Anwenderdaten sie sammeln
(Quelle: Archiv NMGZ )
App-Anbieter müssen Nutzern von Apple-Geräten künftig klarere Angaben über die Verwendung ihrer Daten machen. Unter anderem wird dabei aufgelistet, welche Informationen mit ihren Profilen verknüpft und zur Nachverfolgung verwendet werden, wie Apple mitteilte. Dabei geht es um Daten-Kategorien wie Aufenthaltsorte, Nutzungsstatistiken, Kontaktinformationen, Suchanfragen oder die angesteuerten Webseiten.
Wenn Entwickler falsche Angaben zur Datennutzung machen, könnte das bei der allgemeinen Überprüfung ihrer Anwendungen im App Store ans Licht kommen. Ansonsten verlässt sich Apple aber vor allem auf Meldungen der Nutzer, die ein Fehlverhalten schnell melden dürften. Auch für Apples eigene Apps werden die Informationen angezeigt. In Fällen, in denen es sie nicht separat im App Store gibt – wie etwa bei der Chat- und SMS-App Messages – sollen sie auf einer Webseite untergebracht werden. 

Kritik von WhatsApp

Die neue Regelung sorgte bereits für Kritik von WhatsApp. Die Macher der zu Facebook gehörenden Chat-App beschwerten sich, dass die Kategorien nicht genug Nuancen hätten. So könne WhatsApp durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung keine Inhalte von Nachrichten oder den Aufenthaltsort der Nutzer sehen. «Aber wir stecken in einer Gruppe mit denen, die das können.»

Autor(in) dpa


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