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Android: Sind vorinstallierte Apps bald Geschichte?

Zahlreiche Organisationen fordern von Google, keine vorinstallierten Apps mehr auf Android zuzulassen – oder sie deinstallierbar zu machen.

von Florian Bodoky 09.01.2020

Health-Care-Apps, Hersteller-Apps für Fotos oder Wallpaper-Sammlungen: Auf zahlreichen Android-Telefonen befinden sich bereits Apps, bevor man das neue Gerät zum ersten Mal in Betrieb genommen hat. Viele Apps lassen sich denn auch nicht richtig deinstallieren, sofern man sie nicht möchte. Höchstens deaktivieren. Dies schlägt auf den Speicher, den Akkubedarf und last but not least auf die Privatsphäre. Denn diese Apps haben – so tief, wie sie im System verankert sind – teilweise auch Zugriff auf Nutzerdaten.

Rund 50 Organisationen, wie zum Beispiel Amnesty International oder die Electronic Frontier Foundation, haben davon genug. In einem offenen Brief an Sundar Pichai, den Chef von Google, appellieren sie, zukünftig auf derartige Apps zu verzichten oder den Usern zumindest die Möglichkeit einzuräumen, diese richtig und komplett von ihrem Gerät zu deinstallieren.

Studien haben gezeigt, dass der mangelnde Datenschutz kein Hirngespinst ist: 91 Prozent der vorinstallierten, getesteten Bloatware auf Smartphones sind nicht mal in Googles App Store verfügbar, können also im Rahmen des Schutzprogramms Google Play Protect auch nicht überprüft werden. Damit stellen sie ein potenzielles Risiko dar.

Nun soll Google dies entweder von vornherein vermeiden oder Telefonen, die Apps ohne die entsprechenden Sicherheitsanforderungen vorinstalliert haben, die Zertifizierung verweigern.


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