PayPal: der Bezahldienst von A bis Z

Käuferschutz und die App

Käuferschutz

Eines der zentralen Elemente von PayPal ist der Käuferschutz. Dieser greift, wenn ein bereits bezahlter Artikel nicht geliefert wird, defekt ist oder gar nicht der Beschreibung entspricht. In solchen Fällen können Sie innerhalb von 180 Tagen den Käuferschutz anfordern. Dabei wird die Zahlung in jedem Fall von PayPal einbehalten, bis der Fall geklärt ist. Der Verkäufer hat jetzt 20 Tage Zeit, den Fall zu untersuchen und seinen Teil zu einer Lösung beizutragen, bevor PayPal aktiv wird.
Diese Dienstleistung ist jedoch mit einem persönlichen Aufwand verbunden – und das ist vielleicht gar nicht schlecht: So ist es sinnvoller, zuerst eine einvernehmliche Lösung zu suchen, statt vorschnell den PayPal-Apparat in Bewegung zu setzen. Mehr dazu erfahren Sie unter dem Link go.pctipp.ch/1898.

Die App

Das Bezahlen im Internet macht nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten aus, die PayPal bietet. Am meisten profitieren Sie, wenn Sie auch die zugehörige App verwenden, die gratis für iOS unter dem Link go.pctipp.ch/1899 und für Android unter der Internetadresse go.pctipp.ch/1900 angeboten wird.
Alles unter Kontrolle
Bild 7: Die App bietet Ihnen den flexibelsten Umgang mit PayPal
Um die vergangenen Transaktionen zu sehen, tippen Sie neben dem Titel Aktivitäten auf den Rechtspfeil, Bild 7, damit Sie alle Ihre Ausgaben fein säuberlich aufgelistet sehen, Bild 8.
Bild 8: Auch in der App ist immer sichtbar, wohin das Geld geflossen ist
Ein Tipp auf eine Zahlung führt ausserdem zu weiteren sehr detaillierten Informationen: Hier ist also Ihr Geld geblieben.
Geld senden
Um jemand anderem Geld zu senden, tippen Sie in der PayPal-App ganz unten auf die Schaltfläche Senden und durchlaufen beim ersten Mal den Assistenten. Dabei können Sie Ihr Adressbuch in die PayPal-App übernehmen, um Personen schneller auszuwählen – wenn Sie diesen Schritt überspringen, müssen Sie die E-Mail-Adresse jedes Mal eintippen. Damit hat sich der Nutzen des Adressbuches auch schon erledigt.
Bild 9: Vorzugsweise wird jeweils zuerst das Guthaben aufgebraucht
Nun wählen Sie den Betrag und die Zahlungsart, Bild 9. Auch hier wird vorgeschlagen, dass Sie zuerst Ihr Guthaben verwenden, falls vorhanden.
Geld anfordern
Sinngemäss bitten Sie jemanden via Anfordern um Geld – etwa weil die andere Personen Ihnen etwas schuldig ist oder Sie für einen bestimmten Zweck Geld sammeln. Der Empfänger wird per App und E-Mail darauf hingewiesen.
Geld sammeln
Und dann ist da noch die Möglichkeit, über die Schaltfläche Geld sammeln einen Money-Pool anzulegen. Sie bestimmen den Zweck und informieren beliebige Personen darüber, dass Sie Geld sammeln – das kann die nächste grosse Party sein, aber auch für den Abschied eines Mitarbeiters oder Spenden.

Tiefer eintauchen

PayPal ist die ideale Beschäftigung für ein verregnetes Wochenende und kann zu einem interessanten Aspekt Ihrer Finanzverwaltung werden. Nehmen Sie sich die Zeit!

Tipp: nachlässig bei der Sicherheit

Bei PayPal geht es um echtes Geld und deshalb ist das Interesse gross – sowohl beim Besitzer als auch bei Kriminellen, die dieses Geld gerne hätten. Aus diesem Grund sind gefälschte Mails von PayPal bei Betrügern ein sehr beliebtes Mittel, um an das Geld zu kommen.
Deshalb bietet jeder ernsthafte Internetdienst die Möglichkeit zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), bei der zum Beispiel eine SMS mit einem Code an das Mobiltelefon geschickt wird, bevor Sie sich bei Ihrem Konto anmelden können. Das Kennwort allein reicht also nicht. Auch PayPal bietet diese Möglichkeit an, aber leider nicht in der Schweiz. Und das ist ausgerechnet bei einem Finanzdienstleister unverzeihlich!
Deshalb sollten Sie sich auf zwei Arten schützen: Erstens sollten Sie ein längeres Kennwort verwenden oder noch besser einen Kennsatz wie 2 Hunde bellen laut! Ausserdem sollten Sie PayPal nie über einen Link in einer E-Mail oder auf einer Website aufrufen, sondern die Adresse im Webbrowser manuell eintippen oder ein eigenes Lesezeichen verwenden.
Bild 10: In der Schweiz wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht angeboten
Sollte sich PayPal dazu bequemen, die 2FA auch in der Schweiz anzubieten, finden Sie die Einstellung dort, wo sie bis jetzt im Ausland zu finden ist. Klicken Sie in Ihrem Webbrowser oben rechts auf das Zahnrad-Symbol, Bild 10 A, und anschliessend auf den Bereich Sicherheit B. Hier finden Sie daraufhin den entsprechenden Eintrag Sicherheitsschlüssel.


Kommentare

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Amazonas
12.07.2019
Ergänzungen... Guter Artikel. Die 2-stufige Verifizierung funktioniert auch in der Schweiz. Entweder können Sie den Code per SMS erhalten oder eine Authentifizierungs-App verwenden. Man kann mehrere Authentifizierungsmethoden hinterlegen. Z.B. wenn das SMS nicht zugestellt wird (Ausland, kein Mobile-Netz) kann man sich mit der Authentifizierungs-App (WIFI) verifizieren. Schade: Im Bericht wurden die ausgiebigen Möglichkeiten der Rechnungs-Erstellung und Verwaltung nicht aufgezeigt. Diese sind vor allem für Micro- und Kleinunternehmer sehr hilfreich. Sie können ja über diese Funktionen in einen separaten Bericht informieren...

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Opinion
13.07.2019
PayPal lässt autom. Zahlungen zu?? Hallo Zusammen Ich nerve mich immer, wenn PayPal automatische Zahlungen an bestehende Lieferanten vornimmt (z.B. Evernote) ohne mich vorher zu fragen. Weiss jemand von euch, wie ich diesen Automatismus stoppen kann und wo? Freundlich grüsst Opinion

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babyblue
13.07.2019
Als Händler Finger weg von PayPal Wir besitzen ein Geschäft und betreiben einen Online-Shop. Als Bezahlmöglichkeit boten wir unter anderem PayPal an. Die Gebühren sind unverschämt hoch. Zudem sperrte Paypal plötzlich das Konto und blockierte das ganze Geld weil scheinbar eine erneute Verifizierung fehlte. Nach X Telefongesprächen wie wo und was wir genau verfifizieren sollen, wurde rund 2 Monate später das Konto wieder entsperrt. Als Konsequenz haben wir alles Geld vom Konto genommen und bieten PayPal nicht mehr als Bezahloption an. PayPal hat bei Händler einen zum Teil sehr schlechten Ruf und über willkürlich blockierte Konten und negativen Erfahrungen mit dem Bezahldienst steht viel im Internet.

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kut
13.07.2019
Plus und Minus PayPal hat bei Händler einen zum Teil sehr schlechten Ruf und über willkürlich blockierte Konten und negativen Erfahrungen mit dem Bezahldienst steht viel im Internet. PayPal ist für Private einfach und bequem, keine Frage. Negativ: Die dabei anfallenden personenbezogenen Daten ermöglichen PayPal ein recht detailliertes Bild des Privatlebens und der finanziellen Situation. Und da die langatmige AGB von PayPal die Weitergabe all dieser Daten an Dritte erlaubt, stellen sich für kritische Konsumenten doch einige Fragen. Für Händler sieht die Situation - wie man im Interent nachlesen kann - oftmals trübe aus. Blockierte Konten bei Kleinhändlern haben schon manchen Konkurs ausgelöst. Bei Reklamationen gibt es bei PayPal Europa mit offenbar nur Briefkastenadresse in Luxemburg keine richtigen Ansprechpartner. Kurzum: Jeder muss für sich selber entscheiden, aber bei PayPal ist bei weitem nicht alles Gold, was glänzt.

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Amazonas
13.07.2019
Vorsicht mit Paypal ! Schauen Sie sich die Bewertungen und Erfahrungen zu Paypal auf einem renomierten Bewertungsportal an. https://ch.trustpilot.com/review/www.paypal.de Und? Benutzen Sie immer noch Paypal als Käufer oder Verkäufer? Ich nicht...