Dank Corona-Lockdown 03.07.2020, 13:00 Uhr

Bewusstsein für Cybersecurity im Home-Office steigt

Das Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitenden im Home Office ist gestiegen. Trotzdem legen sie noch riskantes Verhalten an den Tag.
(Quelle: Trend Micro)
Mitarbeitende im Home-Office haben während der Corona-Krise ein wachsendes Bewusstsein für Cybersicherheit entwickelt. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Head in the Clouds» von Trend Micro. Der japanische IT-Security-Spezialist hat dabei in Interviews 13'200 Remote-Mitarbeitende in 27 Ländern weltweit befragt, davon 537 in der Schweiz.
Nahezu drei Viertel der Befragten (70 Prozent in der Schweiz, 72 Prozent weltweit) geben demnach an, dass sie sich seit Beginn des Lockdowns bewusster an die Cyber-Sicherheitsrichtlinien ihrer Unternehmen halten. Für Unternehmen ist es jedoch zu früh, um aufzuatmen, denn die Ergebnisse zeigen auch das riskante Verhaltensweisen dennoch fortbestehen.
Die Ergebnisse deuten auf einen mittleren bis hohen Grad an Sicherheitsbewusstsein hin. 86 Prozent der Befragten in der Schweiz geben an, dass sie die Anweisungen ihrer IT-Abteilungen ernst nehmen. Immerhin 83 Prozent der Studienteilnehmer in der Schweiz stimmen zu, dass die Cybersicherheit innerhalb ihres Unternehmens teilweise auch in ihrer Verantwortung liegt. Darüber hinaus erkennen 68 Prozent an, dass die Verwendung von betriebsfremden Anwendungen auf einem Unternehmensgerät ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Es bleiben Gefahren

Doch nur weil die meisten Mitarbeiter die Risiken verstehen, heisst das noch lange nicht, dass sie sich an die Regeln halten. Das belegen folgende Zahlen der Studie:
  • 45 Prozent der Mitarbeitenden in der Schweiz geben zu, arbeitsfremde Anwendungen auf Firmengeräten zu verwenden, und 53 Prozent von ihnen haben auch bereits Unternehmensdaten in solche Programme hochgeladen
  • 74 Prozent der Schweizer Befragten nutzen ihren Arbeitslaptop zum privaten Surfen, und lediglich 30 Prozent von ihnen schränken dabei die besuchten Websites ein.
  • 29 Prozent der Befragten in der Schweiz sagten, häufig oder immer von einem persönlichen Gerät aus auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Dies stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verstoss gegen die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens dar.
  • Immerhin 5 Prozent der helvetischen Befragten gaben ausserdem zu, auf ihrem Arbeitslaptop Pornos anzusehen bzw. auf pornografische Inhalte zuzugreifen. Zugriffe auf das Dark Web erfolgten durch 6 Prozent.



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