Quantencomputer
08.12.2021, 09:35 Uhr

ETH-Forschenden gelingt Quanten-Fehlerkorrektur

Forschenden der ETH Zürich ist es erstmals gelungen, Fehler in digitalen Quantensystemen fortlaufend und schnell zu korrigieren. Damit haben sie eine wichtige Hürde hin zu einem praxistauglichen Quantencomputer überwunden.
Die Zuleitungen zum Chip sind aus speziellen Materialien gefertigt, die das Arbeiten mit dem Quantenprozessor bei extrem tiefen Temperaturen zuverlässig ermöglichen.
(Quelle: ETH Zürich/Daniel Winkler)
Quantencomputer gelten als Hoffnungsträger für die künftige Informationsverarbeitung. Ob sie herkömmliche Computer aber je werden ablösen können, ist ungewiss, denn Quantencomputer bergen ein Problem: Sie sind extrem fehleranfällig und die Fehlerkorrektur ist sehr anspruchsvoll.
Gerade dabei ist es Forschenden der ETH Zürich offenbar nun gelungen, eine wichtige Hürde zu überwinden: Sie konnten erstmals Fehler in Quantensystemen soweit automatisch korrigieren, dass die Ergebnisse der Quantenoperationen praktisch verwendet werden können, wie die ETH Zürich in einer Mitteilung bekannt gibt.
«Der Nachweis, dass sich Fehler in einem mit Quanten-​Bits (Qubits) arbeitenden Quantencomputer schnell und wiederholt korrigieren lassen, ist ein Durchbruch auf dem Weg zu einem praxistauglichen Quantencomputer», lässt sich Andreas Wallraff, Professor am Departement Physik und Direktor des Quantum Center der ETH Zürich zitieren. Die dazugehörige Publikation haben die Wissenschaftler soeben als Preprint auf ArXiv.org veröffentlicht und zur Publikation bei einer Fachzeitschrift eingereicht.



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