Bund gibt Milliarden für Forschung und Entwicklung aus

2,1 Milliarden Franken hat der Bund im letzten Jahr in Forschung und Entwicklung investiert. Seit Beginn des Jahrtausends hat sich dieser Betrag damit verdoppelt.

von Fabian Vogt 16.07.2013
Der Bund gibt immer mehr Geld für Forschung und Entwicklung aus Der Bund gibt immer mehr Geld für Forschung und Entwicklung aus Zoom Die Schweiz ist das innovativste Land der Welt, hat erst kürzlich wieder eine Studie bestätigt. Der Bund tut viel dafür, dass dies so bleibt. Im letzten Jahr gab er 2,1 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung aus, hat das Bundesamt für Statistik eruiert. Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor und eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2000.

Den grössten Teil (1,9 Milliarden Franken) investierte der Bund in die Schweizer Forschung sowie internationale Forschungsprogramme. Der Empfänger, der in der Schweiz mit 878 Millionen Franken den höchsten F+E-Beitrag erhielt, war der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF). An zweiter Stelle folgt der Hochschulsektor, der sich aus den universitären Hochschulen, den Fachhochschulen sowie den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) zusammensetzt. Dieser Sektor wurde 2012 mit rund 154 Millionen Franken unterstützt.

Ein grosser Anteil der Beiträge fliesst auch ins Ausland, insbesondere an die Europäische Kommission, die 2012 rund 453 Millionen Franken bezogen hat. Diese Summe stellt einen Teil des Schweizer Beitrags an die europäische internationale Forschung dar, deren wichtigste Instrumente die Europäischen Forschungsrahmenprogramme (FRP) sind. Der zweitgrösste Empfänger im Ausland war mit 151 Millionen Franken die Europäische Weltraumorganisation (ESA), gefolgt vom Europäischen Labor für Teilchenphysik (CERN) mit rund 56 Millionen Franken.

Bei den 242 Millionen Franken, die sich aus den Gesamtaufwendungen abzüglich der F+E-Beiträge ergeben, handelte es sich um Aufwendungen für die Ressortforschung des Bundes. Diese setzen sich aus den Intramuros-F+E-Aufwendungen und den F+E-Aufträgen zusammen. Diese Forschungsart benötigt der Staat, um seine Führungs- und Verwaltungsaufgaben erfolgreich ausführen, heisst es im Report.

Technologie wird wichtiger

In der Ressortforschung stieg der Bereich «Industrielle Produktion und Technologie» mit Abstand am stärksten. 22 Millionen Franken wurden dort investiert, vor zwei Jahren waren es noch 14 Millionen (+64 Prozent). Eine umgekehrte Entwicklung zeigte sich bei den Zielbereichen «Umwelt» und «Gesundheit» mit einem Rückgang von 18 beziehungsweise 25 Prozent.

Mit den Ausgaben stieg auch der Personalbestand im Bereich Forschung und Entwicklung. Arbeiteten 2010 noch 1483 Personen für F+E, waren es 2012 1560 Menschen.


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