So schützen Sie sich vor E-Banking-Betrug

Laut Melani versuchen immer mehr Kriminelle, die Aktivierungsdaten für die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu ergaunern.

von Luca Perler 17.08.2017

Kriminelle denken sich immer raffiniertere Wege aus, um mobile Authentifizierungsmethoden beim E-Banking zu umgehen. 2016 haben Angreifer damit begonnen, diese mittels Social Engineering und Schadsoftware – etwa dem Trojaner Retefe – auszuhebeln. Unabhängig vom verwendeten Betriebssystem waren bei Betrugsversuchen dieser Art Nutzerinnen und Nutzer der Dienste PhotoTAN, CrontoSign und SecureSign betroffen.

Seit rund zwei Wochen beobachte die Melde- und Analysestelle Informationssicherheit (Melani) vermehrt Angriffe, bei denen die Angreifer versuchen, an Briefe von Banken mit Aktivierungsdaten zu gelangen. Aktivierungsbriefe enthalten üblicherweise ein Mosaikbild, das beim erstmaligen Login eines Geräts ins E-Banking mit einer App wie PhotoTAN, CrontoSign oder SecureSign eingescannt bzw. abfotografiert werden muss. Anschliessend wird das entsprechende Gerät von der Bank für die mobile Authentifizerungsmethode zugelassen. Banken schicken diese Dokumente ihren Kunden in der Regel per Briefpost.

Kriminelle bringen ihre Opfer dazu, die Aktivierungsbriefe abzufotografieren Kriminelle bringen ihre Opfer dazu, die Aktivierungsbriefe abzufotografieren Zoom© Melani

Mittels Social Engineering würden Angreifer nun versuchen, an diese Aktivierungsdaten zu gelangen, wie die Bundesstelle auf ihrer Webseite schreibt. Dabei fordern sie ihre Opfer auf, den Brief einzuscannen oder abzufotografieren und an sie weiterzuleiten. Mit diesen Informationen ist es den Betrügern unter Umständen möglich, sich ins E-Banking einzuloggen, indem sie ein weiteres Smartphone für die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Ist das gelungen, können sie sich jederzeit ins Online-Banking einloggen und vom Konto Zahlungen in Auftrag geben.

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Tags: Trojaner
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