Kommentar 28.11.2008, 08:05 Uhr

Das Freitagsbit: Pornokrise

Die WWKolumne – Gar grausliges hören wir aus der Pornoindustrie. Louisa Lamour will keine Filme mehr machen, die Gagen seien zu niedrig. Ich sage: Wenns der Industrie schlecht geht, dann ist das Ende nah.
Finanzindustrie. Pah. Was kümmert uns das! Wenn Banker ihre Papierboni zurückzahlen, kratzt mich das nicht, wenn Fabriken geschlossen werden, gehen irgendwo in noch ärmeren Ländern neue auf. Die Börse schwingt wie seinerzeit das beste Stück von John Holmes. Verzeihung. Beim Thema brennen mir gleich alle Gäule durch. Muss mich zuerst sammeln.
Von vorne. Die Pornoindustrie leidet. Die DVD-Umsätze sind massiv eingebrochen. Kein Wunder, bei all dem Selbstgefilmten im Internet. Wenn selbst Sechzehnjährige in Castingshows tanzen wie Stripperinnen, liegt das Überangebot auf der Hand. Beziehungsweise das Unterangebot ganz woanders.
Die Industrie ist verzweifelt. Laut heise online werden Briten derzeit von einer Kanzlei belästigt, die die Urheberrechte ihrer Mandanten abmahnt. Unter den Klägern ist auch der Inhaber von Rechten an – einem Pornofilm.
Urheberrechte an einem Pornofilm? Copulierright? Wenn schon, müsste die ganze Industrie rückwirkend die Kamasutra-Autoren bezahlen. Ein Alarmsignal ists allemal.
Erst der DVD-Rückgang. Dann Louisa. Und nun die Abmahnungen. Ich meine: Wehret den Anfängen, rettet die Industrie! Ich fordere vom Bundesrat ein Hilfspaket für die notleidende Branche. Nur so bleibt die Produktivität in der Gesellschaft erhalten. Denn im Pornweb 2.0 seinen Nachbarn zuzuschauen, raubt einem jede Lust.
Und das wäre das wahre Ende der Gesellschaft.
Rette die Cheerleaderin, rette die Welt!


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