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So werden Schweizer im Internet angegriffen

Virenjäger des Cybersecurity-Experten Check Point zeigen in ihrem jüngsten Report auf, wie sehr und mit welchen Methoden Schweizer Systeme angegriffen werden. Letztere unterscheiden sich teils stark von den weltweit verwendeten Taktiken.

von Jens Stark 10.02.2020

Schweizer Firmen sind einem waren Cybercrime-Trommelfeuer ausgesetzt. Denn in den letzten sechs Monaten ist eine Organisation in der Schweiz durchschnittlich 355-mal angegriffen worden. Zu diesem Ergebnis kommen IT-Security-Forscher von Check Point Research (CPR) in ihrem aktuellen «Threat Intelligence Report», in dem die Bedrohungslage global und in einzelnen Ländern analysiert wird.

Interessant ist dabei der Angriffsweg: Dieser unterscheidet sich in der Schweiz nämlich drastisch vom globalen Durchschnitt. So wurden in den letzten 30 Tagen 85 Prozent der bösartigen Files, sprich Malware, hierzulande über infizierte Webseiten übertragen. Der Rest, also 15 Prozent, versucht via E-Mail-Anhang in die helvetische Unternehmens-IT zu gelangen. Global ist es gerade umgekehrt: Dort bevorzugen Hacker zu 66 Prozent den Weg über E-Mail-Anhänge.

Gegenüber unserem Schwestermagazin Computerworld erklärt sich Lotem Finkelstein, der bei CPR für «Threat Intelligence» zuständig ist, den Unterschied mit der speziellen Sprachsituation in der Schweiz. Für die Cyberkriminellen ist es ihm zufolge offenbar zu aufwendig, eine speziell auf Schweizer Verhältnisse zugeschnittene E-Mail-Kampagne zu fahren, um Firmen über bösartige Attachments anzugreifen. Lukrativer sei es da, populäre Webseiten zu infizieren und so Malware auf die Firmen-PC und in die IT-Infrastruktur zu schleusen, berichtet Finkelstein. Ganz ähnlich verhielten sich die Hacker auch in anderen mehrsprachigen Ländern wie etwa in Belgien, fügt er an.

Welche weiteren Erkenntnisse die CPR-Forscher zur Bedrohungslage für Schweizer Unternehmen zusammengetragen haben, erfahren sich in der folgenden Bilderstrecke.

Tags: Security

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