Neues Nachhaltigkeitsziel 07.08.2020, 08:53 Uhr

Microsoft will bis 2030 «Abfall-neutral» werden

Microsoft hat den nächsten Schritt seiner Nachhaltigkeitsstrategie angekündigt. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen seinen direkten «Abfall-Fussabdruck» auf Null reduzieren.
(Quelle: Microsoft )
Die Ressourcen der Erde sind endlich und die Menschheit muss schonender mit ihnen umgehen, um die Zukunft des Planeten und das Leben kommender Generationen zu schützen. Im Januar hat Microsoft sein ambitioniertes Klimaschutzprogramm vorgestellt: Bis 2030 will das Unternehmen CO2-negativ sein, also mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen als verursachen.
Mit dem neu angekündigten Schritt konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Vermeidung und die Wiederverwertung von Abfall auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, mit dem Ziel, bis 2030 «Abfall-neutral» zu sein. Dafür richtet Microsoft in seinen Rechenzentren sogenannte «Circular Center» ein, die das Konzept der Kreislaufwirtschaft mithilfe von Cloud-Technologie und künstlicher Intelligenz effizient umsetzen und Hardware-Komponenten direkt vor Ort sortieren und recyclen. Damit könnte die Recycling-Quote bei Servern und Bauteilen bereits bis 2025 auf 90 Prozent gesteigert werden.
Ebenfalls bis 2025 will Microsoft sämtliche Verpackungen aus Einweg-Kunststoffen abschaffen und durch nachhaltigere Verpackungslösungen ersetzen, die in enger Zusammenarbeit mit Lieferanten entwickelt werden.
Um mehr Transparenz über die eigene Abfall-Bilanz zu gewinnen, investiert Microsoft in die Erfassung von Abfalldaten und in die Entwicklung digitaler Lösungen für die Nachvollziehbarkeit einzelner Abfallketten. Ausserdem will Microsoft 30 Millionen US-Dollar in den Fonds von Closed Loop Partners investieren, um damit Innovationen im Bereich Digitalisierung von Lieferketten, Recycling und Kreislaufwirtschaft zu fördern.
Alle Details zu den neuen Nachhaltigkeitszielen und den geplanten Massnahmen zur Abfallvermeidung beschreibt Microsoft-Präsident Brad Smith zudem in einem Blogeintrag.

Bernhard Lauer
Autor(in) Bernhard Lauer


Kommentare

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malamba
10.08.2020
Wie Apple will nun auch Microsoft sein ambitioniertes Klimaschutzprogramm bis in ein paar Jahren realisieren. Fragt sich nur, auf welchen Rücken diese ausgeführt werden. Es wäre viel glaubwürdiger und effizienter wenn die Multis ihre Milliarden an ersparten Steuern in die jeweiligen Länder der Produktionstandorte zurück zahlen und diese könnten, das Geld vor Ort für den Umweltschutz einsetzten.