Swico ICT Index 13.01.2022, 12:00 Uhr

Schweizer ICT-Branche in Hochstimmung

Optimismus ohne Ende. Die Schweizer ICT-Branche sieht so hoffnungsvoll in die Zukunft wie schon lange nicht mehr. Dies suggeriert zumindest der aktuelle Swico ICT Index.
Auf einem Notebook ist eine Grafik mit aufsteigender Kurve zu sehen
Die Schweizer ICT-Branche befindet sich gemäss Swico im Stimmungshoch
(Quelle: Marko Greitschus/Pixelio.de)
Die Schweizer ICT-Branche ist überaus optimistisch bezüglich ihrer Prognosen für das erste Quartal des neuen Jahres. Der Swico ICT Index, der vierteljährlich den Konjunktur-Puls der hiesigen Digitalisierer misst, verzeichnet mit 120,7 Punkten den zweithöchsten Gesamtwert seit Messbeginn. Lediglich anfangs 2011 lag der Stimmungs-Gradmesser mit 122,5 Punkten noch über der derzeitigen Marke. Damit hat die Branche auch das Stimmungstief vom April 2020, als der Index auf 66,2 Punkte tauchte, weit hinter sich gelassen.
Nur im ersten Quartal 2011 war die Stimmung der ICT-Branche noch besser als derzeit
Quelle: Swico
Auch wenn der Optimismus Anfang 2022 überwiegt, haben Teilbranchen der ICT-Industrie noch zu kämpfen. Namentlich die Segmente Consumer Electronics (88,5 Punkte) und Imaging, Printing, Finishing (95,9 Punkte) tun sich weiterhin schwerer und verbleiben unter der Wachstumszone von 100 Punkten.
Mit veritablen Spitzenwerten startet dagegen das Segment Consulting ins neue Jahr, und zwar mit 128,3 Punkten (+ 11,9). Das ist der höchste Wert, den die Teilbranche seit Erhebungsbeginn verzeichnet. Mit sehr hohen Werten ebenfalls über 120 Punkten (121,8 Punkten/+0,6) landet die Schweizer Software-Branche. Knapp dahinter rangiert IT-Services mit 117,4 Punkten (-1,4). Der Erwartungswert von IT-Technology bleibt mehr oder weniger unverändert auf 113,6 Punkten (-0,3).

Krisengestählt in die Zukunft

Insgesamt erwarten alle Segmente der ICT-Branche für das erste Quartal 2022 ein rentableres Wachstum im Vergleich zum selben Quartal des letzten Jahres. Die Hauptherausforderungen sieht die Industrie gemäss Swico vor allem im Kundenmanagement sowie in der Gewinnung von Neukunden und Projekten.
Giancarlo Palmisani von Swico sieht die helvetische ICT-Industrie als krisenresistent an
Quelle: Thomas Entzeroth/Swico
«Selbstverständlich sind die positiven Perspektiven der Branche auf das neue Jahr sehr erfreulich. Auch wenn sie mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen sind, da das konjunkturelle Umfeld bei der Datenerhebung noch nicht durch die Dynamik der Omikron-Variante geprägt war», kommentiert Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen von Swico, das jüngste Stimmungsbarometer der ICT-Branche.
«Dennoch, und das ist eine sehr wichtige Erkenntnis für die Zukunft: Die Digitalisierungsbranche der Schweiz hat sich in der Coronakrise als äusserst resilient erwiesen. Sie hat in kurzer Zeit offenbar viele wichtige Lehren gezogen und das Gelernte erfolgreich umgesetzt», betont Palmisani und ergänzt: «Diese in Krisenzeiten erworbenen Skills und das daraus resultierende Selbstvertrauen dürften sich nochmals bezahlt machen, wenn die Pandemie dereinst endet.»



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