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Datenschutztipps: Vorsicht beim Umgang mit Wearables, IP-Cams und Drohnen

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) vergegenwärtigt in einer Übersicht die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen zu IP-Cams, Wearables und Multicoptern hinsichtlich Datenschutz.

von Simon Gröflin 12.01.2015

Wer mit Armbändern bzw. Schrittzählern seinem Körper etwas Gutes tun will, sollte sich immer bewusst sein, welch gewaltige Datenmengen aus der permanenten Selbstvermessung resultieren. Nach dem Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) sollte jeder Konsument selber darüber bestimmen können, ob Daten zu kommerziellen Zwecken weitergegeben werden. Gerade die Medizin 2.0 bringt durch die ständige Übermittlung von Blutdruck- und Cholesterinwerten nicht nur präventive Aspekte mit sich. Bereits durchs Überlesen einer AGB-Klausel, mit der sich der Anbieter ein Recht auf Datenweitergabe ausbedingt, wirds datenschutzrechtlich problematisch. Speziell Krankenkassen dürften ein grosses Interesse an Patientendaten haben. Gelangen heikle Gesundheitsdaten einmal ins Netz, wissen eventuell Versicherungsanbieter schon vor Vertragsabschluss alles über den Patienten. Dies kann wiederum zu einer Diskriminierung benachteiligter Personen führen.

Tipps: Bei Wearables und Gesundheits-Apps rät der EDÖB explizit, die AGB zu prüfen. Generell sollten Apps möglichst datenschutzfreundlich sein und nur Zugriff auf die Daten gewähren, die wirklich zur Erfüllung des Zwecks einen Sinn ergeben. Eine Gesundheits-App etwa muss nicht interessieren, wo sich der Nutzer gerade aufhält, oder was in seinem Kalender steht. Man sollte vor allem prüfen, wozu Daten verwendet und ob sie weitergereicht werden.

Überwachung mit IP-Cams: Auch die Putzfrau muss es wissen

Grundsätzlich darf jeder, der sich vor Einbrechern schützen will, in den eigenen vier Wänden eine IP-Kamera installieren. Dennoch gibts ein paar wichtige Hinweise zu Datenschutzkriterien.

Tipps: In den eigenen vier Wänden müssen Hausangestellte wie Putzfrauen vorgängig über Videoüberwachung informiert werden. Wer im Aussenbereich der Wohnung eine IP-Cam installiert, muss Vorsicht walten lassen bei öffentlich zugänglichen Bereichen eines Privatgrundstücks. Videoüberwachte Gartengehwege müssen zum Beispiel für den Pöstler mit einem gut sichtbaren Hinweisschild gekennzeichnet sein. Ausserdem gilt: Hat sich wirklich ein Einbruch zugetragen, so müssen nach Übergabe des Materials an die Polizei, sofern darauf Personen zu erkennen sind, die Daten innert 24 Stunden gelöscht werden. Doch wie ist beispielsweise eine Installation auf der Terrasse oder innerhalb des Balkons zu handhaben? Der Fokus darf hierbei immer nur auf das eigene Grundstück gerichtet sein. Den Nachbarn bzw. den öffentlichen Raum zu filmen, ist grundsätzlich verboten.

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