USB-C? 22.04.2022, 08:32 Uhr

Einheitliches Ladekabel: Jetzt wirds konkret

Einheitliche Ladekabel für Smartphones & Co. könnten Mitte 2024 Realität werden. Nachdem man sich im EU-Parlament einig geworden ist, können nun die finalen Verhandlungen beginnen.
(Quelle: mundissima/Shutterstock)
Einheitliche Ladekabel für Smartphones und andere Geräte rücken näher. Die EU-Parlamentarierinnen und -Parlamentarier einigten sich auf ihre gemeinsame Position zu dem Vorhaben. Damit können nun die finalen Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und den EU-Staaten beginnen. Eine Einigung könnte diesen Sommer erzielt werden – wenn dies gelingt, würde das einheitliche Ladekabel voraussichtlich Mitte 2024 in der EU Realität werden. In vielen Punkten sind sich die Positionen der EU-Staaten und des EU-Parlaments bereits recht nah. Beide Seiten wollen etwa, dass einheitlich USB-C verwendet wird.
Ein einziger Standard zum Aufladen von Smartphones, Laptops oder Kopfhörern spare Ressourcen, vermeide Tausende Tonnen Elektroschrott und schone den Geldbeutel der Verbraucherinnen und Verbraucher, sagte die Vorsitzende des Binnenmarktausschusses im EU-Parlament, Anna Cavazzini (Grüne). Sie freue sich darüber, dass sich das Parlament dafür einsetze, dass mehr kleinere Geräte unter die neuen Regeln fallen sollen und auch für kabelloses Laden bis 2026 ein einheitlicher Standard gefunden werden solle.
Vor mehr als zehn Jahren brachte die Kommission die Ladekabel-Frage erstmals auf den Plan. 14 Hersteller – unter ihnen auch Apple – einigten sich in einer Selbstverpflichtung auf einen einheitlichen Standard für Handy-Netzteile. Bei den Buchsen in Smartphones und Tablet-Computern blieben von einst mehreren Dutzend Typen noch drei übrig: USB-C, Apples Lightning-Anschluss sowie Micro-USB. Nach Angaben der EU-Kommission fallen jährlich geschätzt 11'000 Tonnen Elektroabfall durch entsorgte und nicht benutzte Ladegeräte an. Davon könnten durch die neuen Regeln knapp 1000 Tonnen eingespart werden. Inwiefern die Schweiz sich dem Resultat dereinst anschliessen wird, ist noch unklar.

Autor(in) dpa



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