Google-Fotos-Richtlinien
08.06.2021, 10:25 Uhr

Kommentar: Zuerst die Daten, nun das Geld

Google hat per 1. Juni 2021 seine Speicherrichtlinien für unbegrenzten Speicherplatz in hoher Qualität geändert. Und möchte nun Geld sehen.
(Quelle: Play Store/Google)
PCtipp-Chefredaktor Sascha Zäch
Quelle: PCtipp.ch
Google hat mit Diensten wie seiner Suche, Gmail, Maps und auch Fotos zahlreiche Nutzer geangelt. Das erfolgreiche Prinzip: gratis, praktisch und gut. Okay, das gratis gilt nur bedingt: Die Währung für die Nutzung der Dienste sind unsere Daten. Mit diesen kann Google nicht nur stetig seine Dienste ausbauen und verbessern, sondern auch gezielt Werbung schalten und verdient damit Milliarden.
Das scheint Google allerdings nicht mehr zu reichen. Neuerdings möchte der Internetgigant Geld von seinen Nutzern sehen. So sind seit einiger Zeit gewisse Editierfunktionen von Google Fotos nur Google-One-Abonnenten vorbehalten. Nun wurde der unbeschränkte Fotospeicher gestrichen (PCtipp berichtete). Folgt als nächstes Gmail? Oder Maps?



Kommentare

Avatar
crimle
08.06.2021
Dass dieser Dienst nicht unbegrenzt kostenlos ist, scheint mir nachvollziehbar und sogar wünschenswert. Wenn ich mir vorstelle, welche gigantische Menge an Daten jeden Tag hochgeladen werden... Es würde mich mal interessieren, wie gross Googles Rechenzentren sind, die nur für «Google Fotos» und «Youtube» benötigt werden. Und in welchem Tempo sie ausgebaut werden müssen, nur damit Milliarden von (teilweise) sinnlosen Fotos gespeichert werden können. Ach ja: und wieviel Strom dafür benötigt wird... Ich nutze Google Fotos auch, aber da wird regelmässig ausgemistet und Unnötiges gelöscht. Man könnte sich aber fragen, ob es nicht gescheiter wäre, für solche Dienste immer zu bezahlen und dafür keine Daten preisgeben zu müssen.

Avatar
freya
08.06.2021
Ich stimme crimle absolut zu. Bin hierhergekommen, um dasselbe zu schreiben, finde aber, das crimle das tiptop formuliert hat. Ausserdem... für die paar Franken im Jahr ist es ein gutes Angebot. Mal sehen, wie lange der Preis so tief bleibt.

Avatar
Sascha Zäch
09.06.2021
Dass dieser Dienst nicht unbegrenzt kostenlos ist, scheint mir nachvollziehbar und sogar wünschenswert. Wenn ich mir vorstelle, welche gigantische Menge an Daten jeden Tag hochgeladen werden... Es würde mich mal interessieren, wie gross Googles Rechenzentren sind, die nur für «Google Fotos» und «Youtube» benötigt werden. Und in welchem Tempo sie ausgebaut werden müssen, nur damit Milliarden von (teilweise) sinnlosen Fotos gespeichert werden können. Ach ja: und wieviel Strom dafür benötigt wird... Ich nutze Google Fotos auch, aber da wird regelmässig ausgemistet und Unnötiges gelöscht. Man könnte sich aber fragen, ob es nicht gescheiter wäre, für solche Dienste immer zu bezahlen und dafür keine Daten preisgeben zu müssen. Hoi Crimle. Ich habe überhaupt nichts dagegen, für eine Dienstleistung zu zahlen. Und wie sinnvoll die riesigen Speicherfarmen überall sind, ist etwas anderes. Wie viele Fotos, Mails etc. brauchen wir überhaupt? Was ich kritisiere, ist die Taktik von Google. Zuerst bezahlen wir mit den Daten und tun das weiterhin. Jetzt kostet es auch noch Geld und zwar als schönes Abomodell. Den Preis kann Google in Zukunft nach Belieben erhöhen; denn welche Konkurrenz ausser Apple gibt es zu Fotos noch? Die wurden mit dem Gratisdienst fast alle vom Markt verdrängt. Das macht Google gerne: Andere mit Gratisdiensten vom Markt verdrängen. wir haben danach so viele Daten bei Google, dass wir fast nicht mehr wechseln können. Vielleicht zahlen wir in ein paar Jahren auch noch für gewisse Gmail- oder Maps-Funktionen? Klar, wir Konsumenten machen das Ganze mit und unterstützen diese Praxis.

Avatar
malamba
09.06.2021
Biete den zukünftigen Konsumenten Produkte "Gratis" an, mache sie davon abhängig und schwupp die wupp werden diese zu abhängigen Konsumenten mit denen du alles machen kannst, solange dagen keine Gesetze gemacht und vorallem!!! auch angewendet werden.

Avatar
Billmar
10.06.2021
Produkte "Gratis" an, mache sie davon abhängig womit wir bei Zigaretten, Alkohol, Pommes Chips .... angelangt sind...

Avatar
Poldi
10.06.2021
Ich speichere weder Fotos noch andere wichtige Sachen bei Google oder in der Cloud. Das ist wie einer fremden Person meine Wertsachen in seinen Safe legen. Wen er das Schloss wechselt, kann er mich erpressen. Unwichtige Informationen, die schnell zur Verfügung stehen sollen, aber jeder kennt, Ja, aber keine Daten. Wertvolles sichere ich selbst. Es muss ja nicht unbedingt alles sooo bequem und einfach sein.

Avatar
adykopp
03.07.2021
hallo weis gar nicht was das Problem ist. kauft euch doch eine externe Festplatte oder nen USB Stick und speichert eure Daten darauf das kostet euch nur den Preis für die Festplatte oder den Stick und das Problem hat sich gelöst

Avatar
malamba
04.07.2021
Die EU und Googlekrake wächst pandemisch schnell. Die EU wird Pläne für eine umfassende digitale Brieftasche für Ausweise, Zahlungen und Passwörter vorstellen"Die Leute haben auch die Macht zu entscheiden, wie viele Informationen sie preisgeben, während Google und andere Sie nicht entscheiden lassen, was Sie preisgeben“.