Windows-Tipps 01.04.2020, 10:39 Uhr

Frühlingsputz unter Windows: Browser ausmisten und Software loswerden

Nervt eine Adware, eine Browser-Toolbar, ein Autostart-Programm oder brauchen Sie schlicht mehr Platz? So werden Sie Störendes unter Windows los.
(Quelle: 200degrees/Pixabay)
Was hat eigentlich diese merkwürdige Toolbar da zu suchen, die plötzlich in Ihrem Webbrowser auftaucht? Wieso starten Ihre Office-Programme seit Kurzem so langsam? Wie kommen alle diese Icons in Ihren Infobereich? Und warum ist jetzt schon wieder Ihre Festplatte fast voll?
Viele Nutzer übersehen bei Programminstallationen, dass manchmal unerwünschte Zusätze mitinstalliert werden. Sehr viel Überflüssiges sammelt sich ausserdem beim Surfen oder beim Installieren von Gerätetreibern an. Nicht zuletzt sind es oft die Hardware-Hersteller, die ihre Geräte mit unnötigen Zugaben versehen.

Browser ausmisten

In Webbrowsern landet viel Mist, besonders wenn man sich in der Eile verklickt hat oder wenn man bei Software-Installationen nicht gut genug aufpasst. Unerwünschtes kann in verschiedenen Formen im Webbrowser landen. Als Browser-Toolbars, Add-ons, als Suchmaschineneinträge, als Startseite oder Lesezeichen, die plötzlich in der Lesezeichenleiste erscheinen. Auch Cookies und temporäre Dateien können aufräumwürdig sein. Wir zeigen, wie dies für Mozilla Firefox und für Google Chrome geht. Weil viele andere Webbrowser wie Chrome auf dem «Chromium»-Projekt basieren (so auch der neue Microsoft Edge), dürfte es hier ähnlich wie bei Chrome sein.
Google Chrome
Für die verfügbaren Suchmaschinen klicken Sie mit rechts in die Adressleiste und wählen Suchmaschinen verwalten. Wollen Sie eine loswerden, klicken Sie dahinter aufs Drei-Punkte-Icon und wählen Aus Liste entfernen, Bild 1. Unterhalb der Standardsuchmaschinen gibts noch Andere Suchmaschinen. Das sind verschiedenste, von Ihnen mal besuchte Webseiten, die ebenfalls eine Suchmöglichkeit anbieten. Auch da: Was Sie nicht brauchen, lässt sich auf dem gleichen Weg löschen.
Bild 1: Die Suchmaschinen in Chrome räumen Sie hier auf
Quelle: PCtipp
Allfällige unerwünschte Icons in der Chrome-Symbolleiste stammen in der Regel von Add-ons. Öffnen Sie via Drei-Punkte-Menü/Weitere Tools den Punkt Erweiterungen. Deaktivieren Sie mittels Kippschalter, was Sie im Moment nicht brauchen, oder löschen Sie es mittels Entfernen ganz, Bild 2. Wissen Sie nicht, von wem eine Erweiterung stammt, klicken Sie auf den Punkt Details. Halten Sie nun auf der Detail-Seite Ausschau nach der Option Im Chrome-Webstore ansehen. Hier stehen meistens Infos wie Hersteller und dessen Webseite.

Bild 2: Erweiterungen können Sie einfach aus Chrome entfernen
Quelle: PCtipp
Die Startseite prüfen und ändern Sie in den Einstellungen. Scrollen Sie zu Beim Start. Eine unerwünschte Startseite lässt sich hier ändern oder via Drei-Punkte-Icon löschen. Ferner gibts die Lesezeichen. Übers Drei-Punkte-Icon oben rechts gehts zu Lesezeichen/Lesezeichen-Manager. Durchforsten Sie die Ordner und löschen Sie, was Sie nicht brauchen. Wollen Sie bloss die Lesezeichenleiste weghaben? Voilà: Öffnen Sie das Chrome-Menü (drei Punkte) oben rechts und deaktivieren Sie unter Lesezeichen den Punkt Lesezeichenleiste anzeigen.
Sollen Cookies und temporäre Dateien weg? Im Chrome-Menü unter dem Punkt Einstellungen/Erweitert gehts zu Datenschutz und Sicherheit. Klicken Sie auf Browserdaten löschen. Im Reiter Erweitert wählen Sie einen Zeitraum und die entsprechenden Objekte, bevor Sie auf Daten löschen klicken.
Aufgepasst: Das Löschen von Cookies kann Ihre allenfalls angefangenen Warenkörbe in Onlineshops löschen. Ausserdem werden Sie damit bei den meisten Websites ausgeloggt. Bei Passwörter und andere Anmeldedaten ist auch Vorsicht geboten. Damit leeren Sie Chromes eigene Passwortverwaltung. Tun Sie das nur, wenn Sie Ihre Passwörter noch anderswo verwalten, Bild 3.
Bild 3: Vorsicht beim Löschen von Passwörtern in Chrome
Quelle: PCtipp
Für eine richtige Frischzellenkur in Chrome empfiehlt es sich, den Webbrowser als Ganzes zurückzusetzen. Hierbei werden die Lesezeichen, gespeicherten Passwörter und der Verlauf (Liste besuchter Websites) behalten, aber alles andere weitgehend entsorgt.
Übers Drei-Punkte-Menü oben rechts geht es zu den Einstellungen. Klappen Sie unten den Punkt Erweitert auf und scrollen Sie ganz nach unten. Dort finden Sie unter Zurücksetzen und bereinigen die Option Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen. Dies setzt alles auf einmal zurück: Standardsuchmaschine, Startseite, Tabs-Einstellungen (inklusive die «Neuer Tab»-Seite und angeheftete Tabs), Inhaltseinstellungen (Pop-up-Einstellungen, Berechtigungen, Desktop-Benachrichtigungen), Cookies und Websitedaten (z. B. Artikel in Shop-Warenkörben) sowie Erweiterungen und Designs.


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