Tipps & Tricks 11.10.2017, 09:25 Uhr

Microsoft Office: die besten Gratis-Alternativen

Microsoft ist so mächtig, dass man fast keinen Seitensprung wagen möchte. Doch auch ohne Geld bekommt man reichlich Funktionen.
Microsofts Paket aus Excel, Word und PowerPoint ist so mächtig, dass es fast kein Entrinnen gibt. Oder etwa doch? Seit ein paar Jahren verkauft der Konzern das Ganze unter Office 365 auch im Abo-Modell. Office 365 wird gerne als umfangreiche All-in-One-Lösung angepriesen, weil Microsoft seit seiner Abkehr von der Mobile-Strategie stärker auf die Cloud und auf mobile Apps der wichtigsten Anwendungen setzt. Dokumente und Einstellungen werden dabei über alle Geräte hinweg synchronisiert. Zu den enthaltenen Programmen zählen Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote. Die Frage stellt sich, ob Durchschnittsanwender im Alltag überhaupt so viele Funktionen brauchen.
Mit Office 365 legt Microsoft vor allem den Fokus auf die Cloud und mobile Anwendungen
Der Hauptvorteil: Kunden zahlen jährlich einen Betrag von ca. 69 Franken und erhalten dann über mehrere Jahre hinweg die neusten Programm-Updates und Funktionen. Was Sie nach dem gestrigen Support-Ende von Office 2007 übrigens auch beachten sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Apache OpenOffice

Wer sich nicht dem Druck von Microsoft beugen will, kann darüber nachdenken, ob er nicht lieber das kostenlose OpenOffice bzw. LibreOffice als Alternative verwenden möchte. Sie werden schnell feststellen, wie sehr alles an Microsofts Office angelehnt ist. Die Kompatibilität mit MS-Office-Produkten ist sehr hoch, sofern es sich nicht um sehr alte Formate handelt. Sowohl OpenOffice als auch sein Abkömmling («Fork») LibreOffice bieten fast alle Werkzeuge von Office, wenn man ohne den Outlook-Client leben kann. Hierzu eignen sich aber auch Gratis-Alternativen wie Mozilla Thunderbird.
Apache OpenOffice bietet gegenüber Office ein deutlich entschlacktes Menüband
Vorteile:
  • Kostenlos, Installation ist innerhalb weniger Minuten erledigt.
  • Verfügbar für alle Betriebssysteme (Windows, macOS, Linux).
  • Offenes Dokumentenformat und weiterverwendbar.
  • Weniger überladenes Menü als bei Microsoft.
Nachteile:
  • Für Neuanwender etwas gewöhnungsbedürftig (z.B. Layout-Vorlagen).
  • Neuere Betriebssysteme wie macOS High Sierra setzen auf 64 Bit.

LibreOffice

LibreOffice spaltete sich Ende 2010 vom Office-Paket OpenOffice.org ab und wird seither unabhängig weiterentwickelt. Auch LibreOffice brilliert mit Funktionsumfang und Kompatibilität mit MS Office. Wie bei OpenOffice gibt es einen Writer (für Dokumente) und eine Tabellenverarbeitung namens Calc. Viele der Grundfunktionen sind mit OpenOffice vergleichbar und ebenfalls für alle Betriebssysteme verfügbar.

Bildergalerie
LibreOffice 5.1 bietet nun auch direktes Speichern bei Cloud-Diensten

Was ist besser: OpenOffice oder LibreOffice?
Es ist schwierig, beide Programme ausführlich zu vergleichen. Der Teufel steckt hier im Detail und Geschmäcker sind manchmal so verschieden wie philosophische Glaubensrichtungen. Punkten kann LibreOffice etwa bei zusätzlichen Speicherformaten, weiteren Skalierungsfunktionen bei Grafiken und der erweiterten Bedienoberfläche. Wie aber sollte man sich entscheiden? Für OpenOffice oder für LibreOffice? Technisch besser ist LibreOffice. Hier gibt es auch 64-Bit-Versionen und eine grössere Update-Frequenz als bei OpenOffice.
Vorteile:
  • LibreOffice kann vieles, was OpenOffice auch kann.
  • Auch 64-Bit-Versionen sind verfügbar.
Nachteile:
  • Weiterverarbeitung von Office-Formaten bereitet auch hier machmal Formatierungsprobleme; Inhalte sind aber meistens auslesbar.
  • LibreOffice wird häufiger mit Updates versorgt als OpenOffice.
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Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

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actiread
11.10.2017
Die beste Alternative fehlt... Die beste Alternative mit der höchsten Kompatibilität zu Microsoft Office Dateien.ist Free Office (www.freeoffice.com). Mich wundert, dass gerade diese Alternative nicht aufgeführt wurde.

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Gaby Salvisberg
12.10.2017
Hallo igelhaus – und willkommen im PCtipp-Forum! Da kommt immer die Meldung Java JRE Laufzeit........ muss aktiviert sein. Dies lies sich jedoch nicht machen. Ist die aktuelle Version der Java Runtimes denn installiert? Das findet man so heraus: Erst die Systemsteuerung öffnen (auf Start klicken, systemst eintippen, Systemsteuerung anklicken). Nun oben rechts ins Suchfeld java eintippen. Wenn nichts gefunden wurde, dann ist Java nicht installiert. OpenOffice und LibreOffice brauchen Java für bestimmte Funktionen, zum Beispiel beim Umgang mit Datenbanken oder offenbar auch für den mit Formularen. Wenn Java fehlt, geht es so: Man findet es (gratis) unter https://java.com/de/download/. Die aktuelle Version ist Version 8 Update 144, Releasedatum 26. Juli 2017. Hier auf Kostenloser Java-Download klicken, anschliessend die Cookie-Info abnicken, nun auf Einverstanden und mit dem kostenlosen Download beginnen klicken. Als nächstes die heruntergeladene Datei (JavaSetup8u144.exe) ausführen und die Windows-Benutzerkontosteuerung bestätigen. Im ersten Java-Setup-Fenster klickt man nun auf Installieren. Zum Schluss klickt man auf Schliessen. Es öffnet sich ein Browserfenster mit der Java-Webseite. Hier bei der Cookie-Meldung wieder "Ich stimme zu" anklicken. Aufgepasst: Unten oder oben im Browserfenster könnte nun ein Balken erscheinen, der aufs Hinzufügen des Java-Add-Ons aufmerksam macht. Hier würde ich auf "Nicht aktivieren" klicken, denn in diesem Balken geht es nur um die Java-Funktion im Webbrowser. Die braucht man meines Erachtens nicht für die OpenOffice-Funktionen. Wenn man jetzt in der Systemsteuerung nochmals nach Java sucht, sollte es gefunden werden. Es kann sein, dass man OpenOffice nochmals starten muss. Falls das nicht geholfen hat, wären die nächsten Ansätze zum Weitersuchen: Ich vermute aber, mit der Java-Installation müsste es getan sein. Herzliche Grüsse Gaby

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renelutz
12.10.2017
Open Office 4.1.3 OK auf High Sierra Open Office 4.1.3 auf High Sierra OK Läuft problemlos! Mac OS 10.13.1