Sicherheits-Tipps
19.01.2026, 11:30 Uhr
Ganz privat im Web
Ein VPN-Service schützt Sie nicht nur beim Surfen, sondern wahrt auch Ihre Privatsphäre. Auf den folgenden Seiten erwarten Sie konkrete Produktempfehlungen und viele praktische Anwendungstipps.
(Quelle: Shutterstock/Prostock-studio)
Wer etwas anonymer im Netz unterwegs sein will, setzt gerne auf eine VPN-Software (Virtual Private Network). Aber die Software, die für andere kaum kontrollierbare Internetpfade öffnet, kann viel mehr. Mit ihr lassen sich meist lästiges Geoblocking (Gebietssperren) umgehen, der Ping (Datentransfertempo) beim Spielen beschleunigen und auch Verbindungen schützen. Wer mehr Privatsphäre für sich sucht, sollte unbedingt auf VPN setzen. Zuerst muss man aber verstehen, was eine VPN-Software eigentlich ist. Für Laien lässt sich der technische Hintergrund von VPN schnell zusammenfassen: Normalerweise geht die Internetverbindung vom Windows- oder Mac-PC oder mobilem Gerät mit Android und iOS zum Internetanbieter, der die passenden Server im Web anspricht und danach die verlangten Daten und Webseiten an den PC bzw. das Endgerät liefert. Dieser Vorgang ist ganz offiziell und sichtbar im Netz. Jede Webseite oder jeder Server kennt die IP-Adresse Ì, an die er die gewünschten Daten geliefert oder weitergeleitet hat. Würde jemand das alles illegalerweise auswerten, hätte man schnell ein Profil des Nutzers zusammen.
Ì Fachbegriff
IP-Adresse > Computer benötigen während einer Internetsitzung eine eindeutige IP-Adresse, damit sie mit anderen Rechnern kommunizieren können. Diese ist aus mehreren Nummernblöcken aufgebaut. Unterschieden wird zwischen statischen und dynamischen Adressen. Letztere wechseln bei jeder Einwahl.
Mit dem Einsatz eines VPN wird eine Auswertung massiv erschwert oder unmöglich. Sobald die VPN-Software gestartet wurde, gehen alle Wünsche und Anfragen des Anwenders zuerst zu ihr und sie leitet sie in ihrem Namen weiter. Diese Kommunikation erfolgt in der Regel auch verschlüsselt mit 256 Bit AES. Das ist kaum zu knacken. Das VPN-Tool nutzt zwar eine normale Internetverbindung, aber seine eigenen Zwischenserver. Von denen aus sammelt die Software gewünschte Dateien oder Webinhalte ein und liefert sie an den Anwender zurück, Bild 1. Alle Server oder Webseiten erkennen nur einen VPN-Service als Abholer der Daten. Der eigentliche Nutzer der Daten und Informationen bleibt versteckt und anonym hinter dem VPN-Service. Allerdings: Die diversen Services speichern teilweise die Verbindungsdaten der Nutzer eine kurze Zeit lang. Aber das macht nicht jeder Anbieter.
Bild 1: Mithilfe der VPN-Software wird eine Art verschlüsselter Datentunnel durch das Internet zum VPN-Anbieterserver gelegt
Quelle: PCtipp.ch
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