Ganz privat im Web

Versteckter Tunnel ins Netz

Das Angebot an VPN-Services ist aber viel grösser und im Internet gibt es dazu extrem viel Werbung. Denn bei der Anwendung gibt es Unterschiede. So setzen etwa Spieler auf bestimmte Anbieter, da sie mit ihnen den Ping bei einem Spiel verbessern, was etwa bei Shootern mit internationalen Spielern wichtig ist. Andere sind stärker bezüglich Geoblocking, da sich damit etwa ein Streaming-Anbieter in den Ferien im Ausland nutzen lässt. Folgend einige VPN-Software-Produkte, die Nutzern im Web oft begegnen und empfohlen werden:
  • Proton VPN (protonvpn.com): Ein Schweizer Anbieter mit 15 000 Servern in mehr als 125 Ländern. Sehr schnell, aber etwas teurer als andere Services. Bietet auch einen Free-Account zum Testen, Bild 6.
    Bild 6: Der Schweizer Anbieter Proton bietet Free-VPN und Premium-VPN für PCs und mobile Geräte
    Quelle: PCtipp.ch
  • Nord VPN (nordvpn.com): Relativ günstig pro Monat, wird oft für die Geschwindigkeit gelobt und bietet über 8000 Server in mehr als 125 Ländern an.
  • CyberGhost (cyberghostvpn.com): Ein wenig teurer als andere Anbieter, aber dafür über 11 000 Server in etwa 100 Ländern. Wird auch für die Geschwindigkeit gelobt.
  • Surfshark (surfshark.com): Sehr günstiger Anbieter, hat keine Gerätebegrenzung, wird für seine Geschwindigkeit gelobt, hat über 3000 Server in etwa 100 Ländern.
  • Mullvad (mullvad.net): Anonymer geht es nicht. Selbst das Buchen und Bezahlen des Dienstes funktioniert anonym. Dafür ist der VPN-Service kleiner, mit «nur» 700 Servern in etwa 80 Ländern.
Ein VPN kann je nach genutztem Server schneller oder etwas langsamer sein. Wer sich mit der Technik von VPN auseinandersetzt, wird schnell an einen Punkt kommen: Welches Kommunikationsprotokoll soll ich nutzen? Denn die angebotenen VPN-Produkte bieten meist verschiedene Protokolle an, die Vor- und Nachteile haben. Ein Protokoll ist immer voreingestellt. Es lässt sich aber wechseln. So finden sich oft OpenVPN, Wire­Guard und IKEv2 in den Produkten. Einige Pakete nutzen auch das etwas seltenere, aber sehr schnelle Hydra-Protokoll. Hier die Vor- und Nachteile, die man als Nutzer auch für die eigenen Zwecke ausschöpfen kann, Bild 7.
Bild 7: In vielen VPN-Tools lässt sich das Protokoll wählen – hier F-Secure VPN
Quelle: PCtipp.ch
OpenVPN
Vorteile:
sehr sicher, flexibel, Open Source, sehr weitverbreitet, gut geprüft.
Nachteile: höherer Ressourcenverbrauch, manchmal langsam im Vergleich zu neueren Protokollen.
WireGuard
Vorteile:
sehr schnell, effizient, moderne Kryptografie, Open Source, einfach zu konfigurieren.
Nachteile: noch nicht so ausgereift wie OpenVPN, Datenschutzbedenken wegen statischer IP vorwiegend in älteren Versionen.
IKEv2/IPSec
Vorteile:
sehr stabil für mobile Verbindungen, schnell, unterstützt MOBIKE für nahtlosen Wechsel zwischen Netzwerken.
Nachteile: eingeschränkte Plattformunterstützung, proprietär.
Catapult Hydra (Hydra-Protokoll)
Vorteile:
Protokoll von Firmen wie Kaspersky und Hotspot Shield, teils extrem hohe Geschwindigkeiten, gut für Übertragungen über grosse Entfernungen, schwer zu blockieren.
Nachteile: proprietär, weniger transparent als offene Open-Source-Protokolle, einige Sicherheitsbedenken, weil nur der Hersteller daran weiterentwickelt.



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