So werden Sie nicht zum Daten-Dinosaurier

Surfen per VPN, Backups anlegen

3. Surfen Sie per VPN

Vorsicht beim Surfen in öffentlichen WLANs! Ein Virtual Private Network (kurz VPN) baut eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung von einem Endgerät zu einem VPN-Server auf. Auch der eigene Rechner, Router oder NAS im Heimnetzwerk kann diese Aufgabe übernehmen. Die VPN-Verbindung dient dann als Verlängerungsarm des heimischen Netzwerks und man erhält von dort eine private Adresse. Das bringt zudem den Vorteil mit sich, dass man Geräte und Server im Heimnetzwerk ohne Port-Weiterleitungen ansprechen kann. Das Smartphone oder Tablet kann über eine App oder mit Bordmitteln den verschlüsselten Tunnel aufbauen.
Mit einem verschlüsselten Tunnel (VPN) greifen Sie von unterwegs auf Ihr lokales Heimnetzwerk zu
Tipp: Die höchste Datensicherheit auf Ihren mobilen Geräten im Ausland erreichen Sie mit einem eigens eingerichteten VPN-Tunnel zu Ihrem heimischen Router. PCtipp rät zu einer gewissen Zurückhaltung bei den mobilen VPN-Apps für Android. Wie eine kürzlich erstellte Studie (PDF) verschiedener internationaler Forschungsabteilungen von Universitäten nachgewiesen hat, verschlüsseln etwa 18 Prozent dieser Apps den Datenverkehr nicht. Paradox auch: Obwohl 67 Prozent der Anwendungen mit erhöhter Privatsphäre werben, kommen in genau diesen Apps extrem viele Tracking-Bibliotheken für Werbezwecke zum Einsatz.
Potenziell unsichere Android-VPN-Apps

4. Machen Sie Backups!

Ein guter Tipp von F-Secure, aber auch eine allgemeine Weisheit, lautet: Backups! Sichern Sie Ihre Daten am besten nicht nur in physischer Form auf Datenträgern. Was, wenn einmal Ihr Haus brennt? Was, wenn Ihnen einmal ein fieser Trojaner alle Daten auf dem NAS verschlüsselt? Immer ratsam ist daher ein zweites Backup der besonders wichtigsten Daten.
Tipp: Verschlüsselungen schützen davor, dass Betreiber oder der Cloud-Dienst Einblick in Ihre Daten hat. Sie können die Verschlüsselung vor dem Hochladen auch selber in die Hände nehmen. Dafür reichen oft schon die Mittel des Betriebssystems, ohne dass zusätzliche Software zu Hilfe genommen werden muss. Wie diese funktioniert, erfahren Sie hier. Geht es um mehrere Ordner oder Dateien helfen kostenlose Packprogramme wie 7-Zip. Möglichkeiten, wie man seine privaten Dateien bedankenlos aufs NAS oder in die Cloud schieben kann, bietet beispielsweise Synology, Cryptomator, DiskCryptor oder BoxCryptor. Gegenüber dem amerikanischen Dropbox-Riesen gibt es mindestens acht helvetische Cloud-Alternativen.
Randnotiz: Dem neuen US-Präsidenten Donald Trump rät der F-Secure-Sicherheitspezialist zur Absicherung seines Twitter-Kontos. Die meisten sozialen Netzwerke bieten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an. So richten Sie diese beispielsweise bei Google ein.

Autor(in) Simon Gröflin



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