Google Drive nervt 09.11.2021, 08:00 Uhr

Laufwerk unter Windows ausblenden – etwa das störende Google-Laufwerk

Seit dem Upgrade auf die neue Drive-Version zeigt sich im Windows-Explorer für jedes Google-Konto ein nutzloser Laufwerksbuchstabe. Dieses Laufwerk – oder ein anderes, das Sie nicht sehen wollen – lässt sich via Registry ausblenden.
Google Drive heftet seine eigenen virtuellen Laufwerke im Schnellzugriff des Windows-Explorers an. Wenn man sie von dort auf herkömmliche Weise entfernt, tauchen sie schnell wieder auf
(Quelle: PCtipp.ch)
Google Drive hat im Sommer ein Upgrade erhalten (PCtipp berichtete), dessen Installation schon nicht immer ganz trivial war. Dazu kommt, dass Drive nun ein weiteres, sehr nerviges Problem bereitet.
Es erstellt unter Windows ein virtuelles Laufwerk für jedes installierte Google-Drive-Konto. Bei der Autorin sind es auf einem Testrechner zwei Konten, die sich nun mit den Laufwerksbuchstaben G: und H: im System manifestieren. Diese Laufwerke enthalten aber nichts anderes als Verknüpfungen zu Ihren eigentlichen Daten. Diese liegen bekanntlich standardmässig unter C:\Users\IhrName\Google Drive\ oder C:\Users\IhrName\Google Drive (example@gmail.com). Sie selbst brauchen den virtuellen Laufwerksbuchstaben nicht, denn Sie greifen über die erwähnten Ordner problemlos direkt auf die lokal gespiegelten Google-Daten zu.
Das Problem wäre kleiner, wenn sich Googles Laufwerke unter Windows bloss im Explorer unter Dieser PC zeigen würden. Die lassen sich dort noch recht gut ignorieren. Was dagegen überaus stark stört, ist die Tatsache, dass sich diese Laufwerke auch automatisch an den Schnellzugriff im Explorer anheften. Beim Rechtsklick drauf und Von Schnellzugriff lösen verschwinden sie zwar kurz, aber erscheinen spätestens nach dem nächsten PC-Neustart wieder. Es gibt weder unter Windows noch in der Drive-App selbst eine Einstellung, um sie wenigstens aus dem Schnellzugriff fernzuhalten. Die werden dort automatisch per Stecknadel angepinnt. Im Netz finden sich zahlreiche Nutzerberichte, teils mit kruden Lösungsansätzen, die wieder andere Probleme bereiten.
Ein nicht bei Google arbeitender Drive-Produktexperte der Support-Community hat scheints eine Art «offizielle» Antwort von Google erhalten.
Ein Google-Drive-Experte hat eine sehr kurze Antwort von Google erhalten
Quelle: Screenshot PCtipp.ch
Google meinte offenbar, Drive müsse als virtuelles Laufwerk gemountet bleiben, weil es sonst nicht funktioniere. Falls man die Laufwerke nicht sehen wolle, finde man im Betriebssystem Anweisungen zum Ausblenden eines virtuellen oder gemounteten Laufwerks. Man solle die Laufwerke einfach nicht auswerfen. Ein Ausblenden aus der Bedienoberfläche soll somit laut Google kein Problem darstellen. Und: Wer sich daran störe, könne ja eine Meldung via Feedback-Funktion in der Google-Drive-App absetzen (die Autorin hat das bereits getan).
Auf dem Vorschlag, die Laufwerke auszublenden basiert unser Workaround. Er enthält einen Registry-Eingriff, den am besten nur erfahrene Anwenderinnen und Anwender durchführen. Allzu schwierig ist die Sache aber nicht. Der Nachteil dieses Workarounds: Der Registry-Eintrag, den Sie setzen werden, blendet die Laufwerke aufgrund ihrer Laufwerksbuchstaben aus. Falls sich die Laufwerksbuchstaben verschieben und z.B. unter G: und H: andere Laufwerke verbunden werden, sind diese nicht sichtbar, bis Sie die Änderungen in der Registry wieder rückgängig machen.



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